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dillac: „Es ist falsch, dass man im Warenaustausch gleichen Werthgegen gleichen Werth anstauscht. Umgekehrt. Jeder der beiden Con-trnhenten giebt immer einen kleineren für einen grösseren Werth . . .Tauschte man in der That immer gleiche Werthe aus, so wäre keinGewinn zu machen für irgend einen Contrahenten. Aber alle beidegewinnen oder sollten doch gewinnen. Warum ? Der Werth der Dingebesteht bloss in ihrer Beziehung auf unsere Bedürfnisse. Was fürden einen mehr, ist für den andern weniger, und umgekehrt. . . . Mansetzt nicht voraus, dass wir unsrer Consumtion unentbehrliche Dinge zumVerkauf ansbieten. . . . Wir wollen eine uns nutzlose Sache weggeben, umeine uns nothwendige zu erhalten; wir wollen weniger für mehr geben. . .Es war natürlich zu nrtheilen, dass man im Austausch gleichen Werth fürgleichen Werth gebe, so oft jedes der ausgetauschten Dinge an Werthdemselben Quantum Geld gleich war . . . Aber eine andre Betrachtungnniss noch in die Rechnung eingehn; es fragt sich, ob wir beide einenGeber fl uss gegen etwas Nothwendiges austausehen 21 ). u Man sieht,wi e C o n d i 11 a c nicht nur Gebrauchswerth und Tauschwerth durcheinan-der wirft, sondern wahrhaft kindlich einer Gesellschaft mit entwickelterWaarenproduktion einen Zustand unterschiebt, worin der Producent seineSubsistenzmittel selbst producirt und nur den Ueberschuss über den eignenBedarf, den Uoberfluss, in die Cirkulation wirft 22 ). Dennoch wirdGon dillac’s Argument häutig bei modernen Oekonomen wiederholt, na-mentlich wenn es gilt, die entwickelte Gestalt des Waarenaustausches, denGandel, als produktiv von Mehrwerth darzustellen. „Der Handel“,heisst es z. B., „fügt den Produkten Werth zu, denn dieselben
21 ) Condillac : „Le Commerce et lo Gouvernement“ (1 776).
Daire ot Molinari in den „Melanies d’ttconomie Politique.P ‘Uis 1847“, p. 267.
JS ) LeTrosne antwortet daher seinem Freunde Condillac sehr richtig:“Gans Ia socidtd l'ormeo il n’y a pas de snrabondant en aucun genre. “ Zugleichne ckt er ihn mit der Glosse, dass „wenn heido Austuuscher gleich vielmehr fürgleich viel weniger erhalten, sio beide gleich viel crhultcn.“ Weil Condillac n °eh nicht die geringste Ahnung von der Natur des Ta lisch werths besitzt, ister der passende Gewährsmann des Herrn l’rof. Wilhelm Roscher für seinoCl 8nen KinderbegriH'e. Sioh dessen: „Die Grundlagen der National-ökonomie. D r i tt o A uf 1 age. 1858“.