Buch 
1 (1867) Der Produktionsprocess des Kapitals / Karl Marx ; herausgegeben von Friedrich Engels
Entstehung
Seite
127
JPEG-Download
 

127

ableitbar aus der doppelseitigen Uebervortheilung der kaufendenund verkaufenden Waarenproducenten durch den sich parasitisch zwischensie schiebenden Kaufmann. In diesem Sinn sagt Franklin: „Krieg•st Raub, Handel ist Prellerei 34 ).“ Soll die Verwer-fung des Handelskapitals nicht aus blosser Prellerei der Waaren-producenten erklärt werden, so gehört dazu eine lange Reihe von Mittel-gliedern, die hier, wo die Waarencirculation und ihre einfachen Momenteunsere einzige Voraussetzung bilden, noch gänzlich fehlt.

Was vom Handelskapital, gilt noch mehr vom Wucher-kapital. Im Handelskapital sind die Extreme, das Geld , das auf denMarkt geworfen und das vermehrte Geld, das dem Markt entzogen wird,wenigstens vermittelt durch Kauf und Verkauf, durch die Bewegung( ler Cireulation. Im Wucherkapital ist die Form G — W — G'abgekürzt auf die unvermittelten Extreme G — G', Geld, das sich gegen■«ehr Geld austauscht, eine der Natur des Geldes widersprechende unddaher vom Standpunkt des Waarenaustauschs unerklärlicheForm. Daher Aristoteles : „da die Chrematistik eine doppelte ist, dieouie zum Handel, die andre zur Dekonomik gehörig, die letztere nothwendig"udlobenswerth, die erstere auf die Cireulation gegründet und mit Recht ge-’adelt, ( denn sie beruht nicht auf der Natur, sondern auf wechselseitiger Prel-' er G), so ist der W u c h e r mit vollstem Rechte verhasst, weil das Geld selbstklar die Quelle des Erwerbs und nicht dazu gebraucht wird, wozu es erfundenWai 'd. Denn für den Waarenaustausch entstand es, der Zins aberlua dit aus Geld mehr Geld. Daher auch sein Name (röxog Zins undgeborenes). Denn die Geborenen sind den Erzeugern ähnlich. Der

aber ist Geld von Geld, so dass von allen Erwerbszweigen dieser der

Naturwidrigste 35 ).“

Wie das Ha ndelskapital werden wir das zinstragendea pital im Verlauf unserer Untersuchung als abgeleitete Formen

y

1 .° r k 1851, p. 69.) ,,I)cm Unterschiede zwischen Jfeahverth und TauschworthC1 ne Thatsache zum Grunde — nämlich dass der Werth einer Sache verschie-

bst

(Jo n

>st von dem im Handel für sio gegebenen sogenannten Aequivalent, d. h.58 diess Aequivalent kein Aequivalent ist.“ (F. Engels 1. c. p. 96.)

31 ) Benjamin Franklin : Works, vol. II, edit. Sparks int

o

'tions to he exam35 1 Arist. 1. c. c. 10.

ined concerning National Wealth.“