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Arbeitsgegenstand, selbst schon Produkt eines früheren Arbeitsprozessesist. So z. B. der Samen in der Agrikultur. Thiere und Pflanzen, dieman als Naturprodukte zu betrachten pflegt, sind nicht nur Produkte viel-leicht der Arbeit vom vorigen Jahr, sondern, in ihren jetzigen Formen,Produkte einer durch viele Generationen, unter menschlicher Kontrole,vermittelst menschlicher Arbeit, fortgesetzten Umwandlung. Was aberdie Arbeitsmittel insbesondere betrifft, so zeigt ihre ungeheure Mehr-zahl dem oberflächlichsten Blick die Spur vergangner Arbeit.
Das Rohmaterial kann die Hauptsubstanz eines Produkts bilden, odernur als Hilfsstoff in seine Bildung eingehn. Der Hilfsstoff wird vomArbeitsmittel konsumirt, wie Kohle von einer Dampfmaschine,Oel vom Rade, Heu von einem Zugpferd, oder dem Rohmaterial zu-gesetzt, um eine stoffliche Veränderung darin zu bewirken, wie Chlorzur ungebleichten Leinwand, Kohle zum Eisen, Farbe zur Wolle, oder erunterstützt die Verrichtung der Arbeit selbst, wie z. B. zur Beleuchtungund Heizung des Arbeitslokals verwandte Stoffe. Der Unterschied zwischenHauptstoff und Hilfsstoff verschwimmt in der eigentlich chemischen Fabri-kation , weil keines der angewandten Rohmaterialien als die Substanz desProdukts wieder erscheint 8 ).
Da jedes Ding vielerlei Eigenschaften besitzt und daher verschiednerNutzanwendung fähig ist, kann dasselbe Produkt das Rohmaterial sehrverschiedner Arbeitsprozesse bilden. Korn z. B. ist Rohmaterial fürMüller, Stärkefabrikant, Destillateur, Viehzüchter u. s. w. Es wird Roh-material seiner eignen Produktion als Samen. So geht die Kohle alsProdukt aus der Minenindustrie hervor und als Produktionsmittel in sie ein-
Dasselbe Produkt mag in demselben Arbeitsprozess als Arbeitsmittelund Rohmaterial dienen. Bei der Viehmast z. B,, wo das Vieh, das be-arbeitete Rohmaterial, zugleich Mittel der Diingerbereitung ist.
Ein Produkt kann in einer für die Konsumtion fertigen Formexistiren und dennoch von neuem zum Rohmaterial eines andern Produktswerden, wie die Traube zum Rohmaterial des Weins. Oder der Arbeits-prozess entlässt sein Produkt in Formen, worin es n u r als Rohmaterial
8 ) Storch untorscheidet das eigentliche Rohmaterial als „matihre“ vonden Ililfsstoffcn als „matdriaux“: Chcrbuliez bezeichnet die Hilfsstoffc als,,m atihres instrumentales.“