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d i g e Arbeit 29 ). Nothwendig für den Arbeiter, weil unabhängig vonder gesellschaftlichen Form seiner Arbeit. Notliwendig für das Kapitalund seine Welt, weil das beständige Dasein des Arbeiters ihre Basis.
Die zweite Periode des Arbeitsprozesses, die der Arbeiter über dieGrenzen der nothwendigen Arbeit hinausschanzt, kostet ihm zwar Arbeit,Verausgabung von Arbeitskraft, bildet aber k ei n en We rth für ihn. Siebildet Mehr werth, der den Kapitalisten mit allem Reiz einer Schöpfungaus Nichts anlacht. Diesen Tlieil des Arbeitstags nenne ich Surplus-arbeitszeit, und die in ihr verausgabte Arbeit: Mehrarbeit (surpluslabour). So entscheidend esfilrdieErkenntnissdesWerths überhaupt,ihn als blosse Gerinnungvon Arbeitszeit, als bloss vergegenständ-lichte Arbeit, so entscheidend für die Erkenntniss des Mehrwerths,ihn als blosse Gerinnung von Surplusarbeitszeit, als blossvergegenständlichte Mehrarbeit zu begreifen. Nur die Form,worin diese Mehrarbeit dem unmittelbaren Produzenten, dem Arbeiter, ab-gepresst wird, unterscheidet die ökonomischen Gesellschaftsformationen,z. B. die Gesellschaft der Sklaverei von der der Lohnarbeit 30 ).
Da der Werth des variablen Kapitals = Werth der von ihm gekauf-
29 ) Wir haben bisher in dieser Schrift das Wort „n oth wendige Arbeits-zeit“ angewandt für die zur Produktion einer Waare überhaupt gesellschaftlichnothwendige Arbeitszeit. Wir brauchen es von jetzt ab auch für die zur Produk-tion der s p ez i fi s c hen Waare A r b ei ts k raft nothwendige Arbeitszeit. DerGebrauch derselben termini technici in verschiednem Sinn ist misslich, aber inkeiner Wissenschaft ganz zu vermeiden. Man vergleiche z. B. die höheren undniederen Theile der Mathematik.
3°) Mit wahrhaft Gottsched ’scher Genialität entdeckt Herr WilhelmThucydides Roscher, dass wenn die Bildung von Mehrwerth oderMehrprodukt, und die damit verbundene Accumulation, heurigen Tags der„Sparsamkeit“ des Kapitalisten geschuldet, der dafür ,,z. B. Zins verlangt“,dagegen „auf den niedrigsten Kulturstufen .... die Schwächeren von den Stär-keren zur Sparsamkeit gezwungen werden.“ (1. c. p. 78.) Zur Ersparung vonArbeit? oder nicht vorhandner überschüssiger Produkte? Nebenwirklicher Ignoranz ist es apologetische Scheu vor gewissenhafter Analyse desWerths und Mehrwerths, und etwa verfänglich-polizeiwidrigem Resultat, die einenRoscher und Cons. zwingt, die mehr oder minder plausiblen Re ch tfe r ti gu ngs-gründe des Kapitalisten für seine Aneignung vorhandner Mehrwerthezum Entstehungsgrund des Mehrwerths selbst zu stempeln.