Band 
Erster Theil.
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zo Vorrede D. Baumgartens.

der Geschichte der Notwendigkeit, viele andere Geschichtbücber besonderer Theile derHistorie zu kaufen und zu lesen, überhoben. Indessen wird niemand in Abredeseyn, daß es theils nicht ein Buch für jeverman sey, so ohnedis zu einem guten Bucheweder hinreicht noch unentberlich ist; theils manchen mehr mit der Kürze und Eilfer-tigkeit, als besondern Güte einer Arbeit wirklich gedient seyn mdckre, denen es an an«derweitigem Vorrat, ihr Verlangen zu erfüllen, weniger felen kan, als andern, diedas Gegentheil vorziehen.

Der dritte Vorwurf wird hoffentlich sowol durch Erwegung der eigentlichenAbsicht unv Bestimmung eines solchen Werks, als auch durch oen Augenschein desgegenwärtigen wegfallen. Ueberhaupt können und dürfen Geschichtschreiver nichtserzälen, als was jederman, der mit ihnen einerley Quellen und Nachrichten gehabt,bereits bekant seyn müssen. Insbesondere aber würde ein grdssers Werk der alge-meinen Historie höchst verwerflich seyn, ja entweder beinahe gar nichts von er«hebllchen Geschichten einhalten, oder ms unendliche anwachsen: wenn die Verfasserentweder alles weglassen wollen, was theils m kleinern Lehrbüchern auch angetroffenWird, so die allerer heblrchsten und merkwürdigsten Begebenheiren seyn würden, theilsaus Geschlchrbückern zu nemen ist, die zum Gottesdienst oder zur Erlernung vonSprachen m Schulen gebraucht werden, folglich häufige Leser haben müssen, denendie darin enthaltene Geschichte nicht unbekant bleiben können; oder aber sich solcherAusfürlichkeit befleißigen, baß nichts von jemals geschehenen Begebenheiren in irgendeinigem ihnen bekant gewordenen besondern Geschichtbuck weitläufiger und volständi-ger könte angetroffen werden. Obgleich kürzere Lehrbücher und Auszüge der Ge-schichte unmöglich alles enthalten können, was man in volständigern algemetnen Hi-storien erwartet: so können diese doch nichts übergehen, was in jenen einen Platzverdienet; eben so wenig aber auch das alles enthalten, was in besondern Abhand-lungen und Erleuterungen einzeler Stücke und kleiner Theile von Geschichten gesuchtwird. Solte auch jemand aller von den Verfassern gebrauchten Quellen, darausertheilten Nachrichten, und beigefügten Erleuterungen schon kundig gewesen seyn:so wird ein solcher am besten wissen, sowol daß sie weder sogar durchgängig bekant,noch in den gemeinsten und häufigsten Schriften anzutreffen seyn; als auch was vorZeit, Mühe, Fleiß und Kosten diese Kentnis erfordere folglich die Erleichterung der-selben bey andern gern sehen, unv bedenken, daß dergleichen Samlungen zunächstfm Leser geschrieben werden, die nicht alle Quellen, noch weniger aber alle Erleu-terungen derselben zu lesen und zu gebrauchen im Stande sind. Wem aber bessere,seltnere und richtigere bekant sind, dem ist nicht nur der vorzügliche Gebrauch, son-dern auch die weitere Bekantmachung derselben zum Vortheil der Geschichte aufrich-tig anzuraten.

Wenn die vierte Einwendung nur auf keiner unbilligen Erwartung beruhet:so ist die ganze Versorge unwarschemlich. Je mehr die Nachrichten von geschehenen

Bege-