Band 
Erster Theil.
Seite
53
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Vorrede D. Baumgartens. 5;

Was nun die zweite oben versprochene Nachricht von gegenwärtiger teut-schen Ausgabe dieser algememen Geschichte betritt: so werde weder das alles wre-verholen, was der Verleger davon rn den vorläufigen Anzeigen dieses Vorhabens be-reits bekam gemacht - noch auch meine dabey übernommene Bemühung weitläufigrechtfertigen (51); sondern nur kürzlich melden, was bey diesem ersten Theile geleistetworden und in demselben geliefert werde. Als woraus zur Gnuge erhelle» wird,daß der Herr Job. Iustmus Gebauer, der sich durch die wolferle und sorgfäl-tige Ausgabe der Schriften Luchen um das gemeine Beste schon verdient gemacht,auch bey diesem Werke nicht nur sein gethanes Versprechen erfüllet, ja m vielen Stu-cken übertreffen; wodurch der dismal unvermeidlich gewesene längere Verzug diejesersten Theils reichlich ersetzt und vergütet worden: sondern auch ferner keine Kostensparen werde, eine solche Fortsetzung desselben zu liefern, die dem Verlangen undder Erwartung der häufigen Liebhaber desselben gemas sey-

Es enthält dieser erste Theil der teutschen Ausgabe eben so Viel von demenglischen Werke, als in dem ersten Theil der holländischen Übersetzung gelie-fert worden: ob man gleich künftig suchen wird, die etwas grössere Abschnitte derfranzösischen Ausgabe beizubehalten, ja sich aufs möglichste befleißigen, jedesmaleinen englischen Theil in zwey teutsche zu bringen; so mit den folgenden eher alsmit diesem ersten angehen möchte. Folglich kommen alhier nebst dem Vorberickt derVerfasser, die lange Einleitung zur algemeinen Historie/ und die drey ersten Haupt»stücke derselben vor.

Die Vorrede der Verfasser ist mit Fleis ungeteilt beisammen gelassen wor-den, ob sie gleich auf den Inhalt des ganzen ersten englischen Theils gehet, folglich

mehr

(51) Das Vertrauen und Verlangen desVerlegers sowol, als der Liebhaber dieses Werks,so.darauf VorschuS gethan, hat verursacht, daßmich dieser Arbeit mehr unterzogen und damitstarker beschäftiget, als ich anfänglich willensgewesen. Denn da unter den letzteren verschie-dene angesehene und verdiente Männer mir durchgeehrte Zuschrift«!, über den herausgegebenenProbebogen ihre Gedanken „öftet, wofür hie-durch aufs verbindlichste danke; und ausdrücklichgewünscht, daß von mir jedesmal sowol die Ue-versetzuna genau durchgesehen, als auch bedenk-lichen Stellen einige Anmerkungen beigefügetwerden möchten: so habe beides willig übernom-men, um die Ausgabe eines so nützlichen Werksaufs möglichste zu befördern; da anfangs nurvorgehabt, jeden Theil mit einer Vorrede und ei-vlgen Zusätzen am Ende zu begleiten; folglichbey diesem ersten Theil dergleichen kürzere Ab-handlungen von der Schöpfungsgeschichte, der

sirmacitanifchen Zeitrechnung, auch anderwei-tigen Schriften, die bey den vorgetragenen Ge-schichten noch gebraucht werden tönten, auszu-arbeiten. Ob mir nun gleich durch diese Aende-rung des erster» Vorhabens nicht wenig Arbeitzugewachsen: so ist dieselbe doch durch eine alteNeigung zur Historie, deren häufigen Nutzen inden Kirchengeschichten sowol als bey Auslegungder heiligen Schrift hinlänglich erfaren habe, garmerklich erleichtert worden; sol mir auch künf-tig nicht beschwerlich fallen, so lange GOtt Ge-sundheit und Kräfte verleihen wird, wenn mitdieser Bemühung Lesern weiter gedienet werdenkan. Ob dieselbe gleich nur als eine Nebenarbeitansehen darf, auch bey diesem ersten Theil nichtanders abwarten können; da nebst den täglichenBerufsgeschäften des mündlichen Unterrichtsmeiner Zuhörer, eben in Ausfertigung eigenerSchriften begriffen gewesen, und das Decanatder theologischen Facuttät zu verwalten gehabt.