54 Vorrede D-Baumgartens.
mehr betrift, als in diesem ersten teutschen Theil befindlich ist. Wodurch Leser zu-gleich vom gesamten Inhalt des nächsten Theils ausfürlich benachrichtiget werdenkönnen; in demselben aber keinen besondern Vorbericht der Verfasser, sondern desto-mehr von den Geschichten selbst zu erwarten haben.
Die Einleitung von S. r - n6 wird zwar mehr vor gelerte und der philo-sophischen Geschichten kundige Leser seyn, doch aber auch andern nicht misfallen,oder ohne Nachtheil der folgenden Geschichte überschlagen werden können.
Das erste Sauptstück der Geschichte selbst geht von S. n? bis 239, undenthält in 8 Abschnitten die Begebenheiten des menschlichen Geschlechts bis auf dieSündflut.
Das zweite Sauptstöck von S. 240 - Z6O stellet die Geschichte der heili-gen Schrift bis auf die Geburt Abrahams vor, in 7 Abschnitten.
Das dritte Sauprstück von S. 580 begreift die Geschichte von Egy-pten bis auf die Zeiten Alexanders des grossen/ in 6 Abschnitten.
Die Übersetzung ist ganz aus dem englischen gemacht worden. Dennobgleich bey der anfänglichen Bekantmachung des Vorhabens einer teutschen Aus-gabe die englische nicht zur Hand, ja in Tcutschland nicht zu haben gewesen,auch die Herbeischaffung derselben sich zufälliger Weise ungewönlich verzögert, ohnerach-tet deshalb nach England und Solland geschrieben worden; daher der geschickteHerr Diaconus hiesiger L. Frauen Kirche, Friedn. Eberh. Rambach , so dieMühe der Übersetzung übernommen, dieselbe aus der französischen Ausgabe verfer-tiget, um die Lieferung des ersten Theils zu beschleunigen: so »st doch davon, ausserdem Probebogen, kein Buchstabe eher gedruckt worden, bis gedachte englischeAusgabe endlich von beiden Orten zugleich ankommen; welches die einige wahre Ur-sach gewesen, warum die zeitiger versprochene Lieferung des ersten Theils aufgescho-ben werden müssen. Indem man lieber die ganze Uebersetzung umarbeiten, ja vonneuen ausfertigen lassen, als eine teutsche Uebersetzung einer französischen Ueber-setzung liefern wollen, als welche sich gar häufig, auch zuweilen ohne Schuld der letz-tem, vom englischen Text würde haben entfernen müssen. Weil nun gedachterHerr Diaconus Rambach nach solcher geendigten Arbeit bereits eine andere beyden Werken Lutheri angefangen, auch sich zu einigen andern anheischig gemacht,folglich die beschlossene Umarbeitung nicht ganz übernemen können, tue ich noch wenigerallein zu bestreiten geglaubt: so ist zweier Uebersetzer Beihülfe gebraucht worden, die eben-fals schon anderweitige Proben ihrer Geschicklichkeit abgelegt, daß der Herr Mag.Christoph Joseph Sucro die meisten Abschnitte vom 6ten des ersten Hauptstücks,der Herr Michael Loren; willich aber das ganze zte Hauptstück, nebst dem Vor-bericht und den Zusätzen aus dempococh unmittelbar aus dem englischen übersetzthaben- Die sämtliche Arbeitaber ist von mir so sorgfältig durchgesehen, und, wo ich nurirgends geglaubt, daß der Verfasser Meinung noch genauer ausgedruckt werden könne/geändert worden: daß mich nicht nur anheischig machen kau, vor die Richtigkeit der
Lieber-