Band 
Erster Theil.
Seite
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Vorrede der Verfasser.

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bers ungemein verdorben sind. Nachdem wir nun solchergestalt d,e Zeitrechnung vor de«.Sündflut vest gesetzt haben: so tragen wir die Geschichte der Erzvater vor der Sundflutvor, wie sie uns in den Schriften Mosts überliefert worden, als welches die einigen sind,denen in diesen ersten leiten zu folgen ist. Indessen haben wir ev vor dienlich erachtet, dieStücke der Geschichte zu samlen, die bey weltlichen Schriftstellern von den Zeiten vor derSundflut angetroffen werden; unter welchen, ob es gleich einige giebt, dre elnen Schern vonMerkmalen der Warheit an sich haben, unsers Erachtens doch der Ek^nsolMesAl-Glauben verdienet. Da jedoch alles, was nur den geringsten Anspruch auf em so hohes Al-tertum macht, nicht anders als reizend und merkwürdig seyn kan: so hoffen wn, unsere ar-beit, in Samlung derselben, werde nicht als unnütz verworfen werden ('). ,

Von der Geschichte der Welt vor der Sundflut schreiten wir zur Erzalung der Sund-flut; wobey wir weltliche Zeugnisse von diesem wundervollen Unfa! beibringen, verschiedene

ben, worin Noah und sein Geschlecht, nebst solchen Arten der lebendigen Geschöpfe, die erMit sich in denselben genommen, von diesem Untergang errettet worden ; und endlich, ehe wirdie Geschichte der alten Welt verlassen, thun wir noch einen kurzen Blick auf den Zustandder Menschen vor der Sundflut, ihren Gottesdienst, bürgerliche Geselschaft, Künste undWissenschaften, auf die Veränderungen, welche durch die Sundflut in der Natur verursa-chet worden, auf das lange Leben der Menschen vor der Sundflut, und die Ursachen davonsowvl als von der erstaunlichen Fruchtbarkeit der ersten Erde. Welchem allen wir noch eineUntersuchung von der Lage des Berges Ararar, und den verschiedenen Meinungen von dieserSache, beifügen.

Nachdem wir auf solche Art, nach unserm besten Vermögen, aus Schriftstellern ver-schiedener Zeiten, gottesdienstlichen Lehren und Lander, zusammen getragen haben, was wirvon der Welt vor der Sundflut merkwürdiges gefunden: so wenden wir uns zu der alge-meinen Geschichte von der Sündflut bis auf die Geburt Abrahams; wobey wir zuvorderstdie Zeitrechnung von der Sündflut bis auf den Ausgang Abrahams aus Haran in Richtig-keit bringen. Dieser Zeitbegrif ist einer von denen, die sich in der ganzen Zeitrechnung amschwersten festsetzen lassen, nicht allein weil wir darin aus der weltlichen Geschichte keine Bei-mpfe haben, sondern auch der grossen Verschiedenheit wegen, die sich unter den Abschriftender mosaischen Bücher findet. Indessen ist es kein geringes Vergnügen, daß die grossenMtshelligkeiten der verschiedenen Abschriften hier ein Ende nemen, und daß wir, sobald A-bvahams Geburt vorbey ist, in eine gewissere Aeitfvlge kommen, worin die Zeitrechnungs-verstane lgen mehr mir einander übereinstimmen; indem der Unterschied der Abschriften nureine Verschiedenheit einiger wenigen Jahre, nicht aber, wie man vor diesem Zeitbegrifwahr-nimt, verschiedener Jahrhunderte betraget. Dieses desto besser vor Augen zu legen, habenwir chronologische Tafeln von den Jahren der Erzvater nach der Sündflut, bis auf den

Beruf Abrahams, eingerückt, nach der Rechnung der hebräischen und der samaricaurschen

Bücher Mofis, ingleichen nach der Uebersetzung der stebenzig Dolmetscher (*). Nach-dem

sB z ) S. Hauptst. i Abschn.; § 214 Anni. 760. zweifelhaft sind, nimt die Verschiedenheit und Schwie.

Haupt, rAbschn. 1 h.r;§sq Anm.i8r.sq. riqkeit per Zeitrechnung mit der G-bnrt Abraham»«ey,eichen Schriftstellern, die »der der vorzüglichen Be. ab: der, denjenigen aber, die der Hebräischen Zettrech-und Richtigkeit der hebräischen, jamari- nuna, wie billig ist, folgen, ist diese ältere Zeitrechnung»Mjchen und griechischen Zeitrechnung streitig oder leichter, und weit weniger« Schwierigkeit unterworfen.