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Vorrede der Verfasser»
dem wir die Zeitrechnung ausgemacht haben, kommen wir aufdie Geschichte Noah nach derSündflut, und seiner Nachkommen bis auf Abraham, und theilen dem Leser mit, was wirmerkwürdiges oder erhebliches, nicht nur bey den heiligen, sondern auch bey den weltlichenSchriftstellern antreffen, sonderlich in den wenigen Ueberbleibseln, dieunsvon den phömci-schen Altertümern aufbehalten und von dem Sanchomacho gesamlet worden, und welche aufdie ältesten Zeiten gehen sollen. Da nun die Pflanzung der Völker bey den beiden ersten al-qemeinen Wanderungen, die Errichtung der Geftlschaften und Regierungen, das Aufkom-men der Künste und Wissenschaften, und der Anfang der Staten und Monarchien, in diesenZeitbegrif fält; so geben wir auch dem Leser eine so deutliche Nachricht von diesen wichtigenBegebenheiten, als die Urkunden, so auf uns gekommen sind, erlauben wollen.
^ Von der algemeinen Geschichte der Zerstreuung der Kinder LWah, der Bevölke-rung der Erde durch dieselben, und der Errichtung der ersten Regierungsverfassungen, kom-men wir weiter auf die besondern Geschichte eines jeglichen Königreichs. Alwo wir mit demeaypcischen den Anfang machen, als welches ohne Zweifel eines von den ältesten Völkernin der Welt ist; indem selbiges Land entweder vom Ham, oder dessen Sohn Mizraim, mitseinen Nachkommen bevölkert ist, welche unter dem Namen der Mizrarm, parhrustm,Casluhim und Caphchorim, verschiedene Theile desselben bewonet haben. Diese Geschich-te setzen wir von dem ersten Ursprünge des egyprischen Volks bis auf die von den Perserngeschehene Eroberung des Landes fort, da die harte Weissagung des Propheten a), es solkein Fürst mehr in Egyprenlande seyn, erfüllet worden. Um nun allster dem Leser mitwenigen Worten die Einrichtung vorstellig zu machen, die wir bey dem Vortrag der beson-dern Geschichte eines jeden Volks beobachtet haben; so fangen wir mit der möglichsten Er-klärung des Namens, oder der Benennungen an, die jedes Volk füret. Darauf schreiten wirzu einer Beschreibung des Landes, welche eine Nachricht von der Lage, Umfang, Himmels-gegend, Abtheilungen und Fruchtbarkeit desselben enthalt; ingleichen von desselben Thierenund Gewachsen, von den darin befindlichen Merkwürdigkeiten der Natur und Kunst, vondesselben Städten, Flüssen, Bergen, Seen, und was sonst in jederLandschaft anzutreffen ist,so einer Meldung werth seyn möchte. Hiernächst untersuchen wir den Ursprung und dasAltertum der Einwoner, betrachten ihre Gesetze, Regierungsart, Gottesdienst, Gebräuche,Anordnungen Sprache, Handlung, Gelersamkeit, Gewerbe, Schiffart, und bemühen unszugleich die Zeitrechnung eines jeden Volks, so weit es eine so verwirke Sache zulassen wil,fest zu setzen Endlich tragen wir die Ordnung und Geschichte ihrer Könige vor, worunterdie Kriege, Verträge, Veränderungen, und alle die merkwürdigsten Begebenheiten einesjeden Landes begriffen werden. Wir dürfen demnach ohne Rum und Pralerey sagen, dajlbisher keine Geschichte in irgend einer Sprache zum Vorschein gekommen, die mit mehrerwRecht den Namen einer algemeinen Geschichte behaupten könne, als die gegenwärtige: imdem sie nicht nur die Geschichte aller Völker und Länder, sondern auch aller Religionenund gottesdienstlichen Gebräuche, aller Künste und Wissenschaften, der Gesetze, so irgendwo beobachtet worden, der Handlung und Schiffet, und kurz, alles dessen, was zum Nmhen und zur Bequemlichkeit des menschlichen Geschlechts erfunden ist, in sich enthaltDoch wir wenden uns wieder zu der Folge unsrer Geschichte. ^ ^
als die folgende; indem die Zahre vom Ausgange derIfraeliten aus Egypten bis zum Tempelbau, und vondemselben bis zur babylonischen Gefangenschaft, nebst
den jedesmaligen Regierungsjghren, sowol der RichAals Könige unter diesem Volk, die gröste Schwierigkeitder biblischen Zeitrechnung ausmacht.