Band 
Erster Theil.
Seite
76
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76 Vorrede der Verfasser.

nen fabelhaften Schriftsteller angesehen worden. Aristoteles, der fast zu gleicher Zeit mitihm gelobet, nennet ihn einen Schriftsteller, der keinen Glauben verdiene. Amigonus Ca-ristius, der zu prolemaus Philadelphus Zeiten lebte, sagt, daß er häufig lüge, und Din-ge erzäle, die schlechterdings unglaublich seyn. plmarch nennet ihn, in seinem Leben des Ar-eaxerxes, einen eitlen Menschen und überal bekamen Lügner. Lucian wirft ihm vor, daßseine Indica Dinge enthalten, die er nimmer gesehen noch gehöret habe; und gewis, wer das-selbe Werk durchliefet, der mus augenblicklich schließen, daß er ein Man von gar keiner Auf-richtigkeit gewesen. Seine Geschichte von Assyrien ist ganz augenscheinlich so eingerichtet,Leser in Erstaunen und Bestürzung zu sehen, und die Leichtgläubigkeit über alle Grenzen zutreiben. Sein Verzeichnis der assyrischen Könige scheinet eine grobe Erdichtung zu seyn,indem es ein Gemisch von griechischen, persischen, egyprischen und andern Namen ist.chleber dieses bemerket man in allen langen Verzeichnissen von Königen, daß einerley Namen,oder doch einige, so denselben sehr nahe kommen, öfters wiederholt werden. Allein, die Na-men bey demTresiao sind nicht das einige, welches uns antreibet, ihn der Falschheit zu be-schuldigen; sondern die Länge der Regierungen kan als ein neuer Beweisgrund wieder ihngebraucht werden: man mäste denn dagegen einwenden, daß in diesen ersten Zeiten, die sonahe an die Zeiten der Sündflut gegrcnzet, dergleichen Länge nicht zu verwundern sey. Al-lein, solches würde gar keine Antwort seyn; denn wenigstens müssen drey Viertel von densel-ben gelobet haben, nachdem das Menschenleben schon auf die jetzige Länge eingeschränkt wor-den. Dem allen vhnerachtet sind ihm verschiedene von den alten Geschichtschreibern, undwelches noch mehr zu bewundern ist, von den neuern christlichen Schriftstellern blindlingsgefolget, im Gegensatz der Schrift, des Herodsms, und anderer unstreitigem Zeugnisse.Diodorus Giculus hat ihn abgeschrieben; Cephaleon, Casior, Trogus und Vellejuspacerculus haben verschiedene Nachrichten aus ihm genommen. Julius Afrieanus, Eu-sebius und Gynceilus, haben seine Zeitrechnung von den assyrischen Königen zum Theil ange-nommen, worin ihnen die meisten neuern Zcitrechnungsverständige gefolget sind

Nunmehro wollen wir auch eine kurze Nachricht ertheilen von verschiedenen in diesemBande von uns angefurtsn Schriftstellern, die vieleicht nicht allen Lesern bekam seyn möch-ten. Welches denn folgende sind:

Zoroasier, einBacerier, der nach einiger Meinung mit NLmrod zu gleicher Zeit ge-lobet haben, und König der Baccrier gewesen seyn soll. Cluver hält ihn für den Adam;Pcocopius, Gazeus und Epiphanius für den Abraham; Huerius für den Moses;Gregorius von Tours für den Sem u. d. Die Zeit, wenn er geblühet, ist von nicht ge-ringerer Ungewisheit; indem ihn Epiphanius mit dem Nimrod, Eusebius mit der Semi-ramis,und Apulejus mit dem Cyrus und Cambyses in eine Zeit seht. plaro nennet ihn den äl-testen unter allen persischen Weisen. Eudoxus,plinms und Hermippus melden,daß er fü'iltausend Jahr vor dem rrojanischenKriege gelebet habe. Tanrhus von Lydien rechnet, nachdes Laercius Zeugnis, nur sechshundert Jahre von dem Zoroasier bis aufden Lerxev. W^seine Werke betrift, so sagt Hermippus, er habe zwey Millionen Verse geschrieben. SuidaSmeldet uns die Aufschriften von einigen seiner Werke, nemlich vier Bücher von der NatM'eins von Edelgestemen, und fünf von astronomischen Verkündigungen. Eusebius fürteine Stelle aus seiner heiligen Geschichte von persien an, die eine vortrefliche Beschreib»^

(iS.B.) Bombtest- ist nachzusehen Fabkrcii bilil. rionim Vkestorumgue, nee no» Lrhxloniorum reß'xr. Ilt). rc. r; §. 16 voc r 0 : b8l lg Votzii äe klü. Ar. dus iententis cxswinstur et vsnitatis comiinciinr» Ilib. Ic. ; p. 12 sq. und Cyrifropy Lellarii 6 e principio in der wakckisclien Ausgabe der äiü'ertationulll-iea-reAnvrum er tuiivriarum, «zua LicUae Lniäii äe wlcsrum desselben die dritte ist S- 54-7».