78 Vorrede der Verfasser.
keit beurtheilen aus den Schriftstellern, die übrig geblieben, und von ihnen treulich angefüh-ret worden; so daß sie uns, bey Ermanglung anderer Schriftsteller, in Erforschung der War-heit öfters auf die Spur gebracht haben (").
In den Beschreibungen der Lander sind wir unter den alten vornemlich dem Gcrabo,prolemaus und Dionystus periegetes gefolget. Grrabo lebte unter Augustus und Ti-berius, und besuchte die meisten Oerter, so er beschreibt; daher seine Beschreibungen sehrrichtig sind, ausgenommen die von Teutschland, worin er anderer Bericht gefolget. Erstelte verschiedene Werke ans Licht; allein seine siebenzehn Bücher, von der Erdbeschrei-bung, sind die einigen, so auf uns gekommen. In denselben beschreibt er nicht nur die Lageder Oerter, sondern auch oft die Sitten, Gewonheiten, Gesetze und den Gottesdienst der Ein--woner (").
prolemaus war von pelusium in Egypren, lind blühete unter des M. AureliusAntonmus Regierung. In seiner Erdbeschreibung folgte er dem Marinus Tyrius, derfast zu gleicher Zeit mit ihm gelebt. Er felet vielfältig in den Graden der Lange und Breite,und redet bisweilen von Städten, die viele Jahre, oder wol gar viele Jahrhunderte vor sei-ner Zeit zerstöret worden, als ob sie noch vorhanden gewesen. Viele von seinen Feiern sindvom Orte! und Gerhard, Mercacor, Lluver, Velftr und andern, ausgebessert worden.Sein Canon stimt so genau mit der Geschichte in der heiligen Schrift uberein, daß, wenn die-se letztere einiger Bestätigung benötiget seyn solle, so fern sie die Geschichte der grossen Reicheder Assyrer und Babylonier betrift, nichts dienlicher dazu seyn könte, als dieser Canon;welcher eine von den vornemsten Jahrzalen der weltlichen Zeitrechnung veranlasset hat, nemlichdie vomNabonassar, dem ersten darin vorkommenden Könige, ohnewelche die grosse Dun-kelheit in den Begebenheiten dieser Volker herschen würde. Nichts ist mehr zu verwundern,als daß dieses köstliche Denkmal, ohnevachtet es so viel Licht von den heiligen Schriftstellernerhält, so gar wenig untersucht worden, daß der ganze Haufen von Zeitrechnungsverssändi-gen und Geschichtschreibern sich dadurch nicht aus dem Jrgarten haben bringen lassen, worinsie sich gleichsam verwildert haben, nachdem sie durch die Ausschweifungen des Cresias, einesfabelhaften Schriftstellers, verleitet worden, dem die alten und meisten neuern blindlingsgefolget sind. Dieser Canon nimt seinen Anfang ohngefär von dem drey und zwanzigssenJahre, nachdem Pul etwa im gasten Jahre nach der Süudflut, unserer Rechnung nach,und siebenhundert und sieben und vierzig Jahre vor Christi Geburt, sich zuerst bissest des Eu-phrars sehen lassen; welches erweiset, daß das Königreich Babylon unmittelbar von assyri-schem Ursprung gewesen; wie der Prophet sagt I: Siehe das Land der Chaldäer; die-ses Volk ist nicht gewesen, bis es die Assyrer für diejenigen angerichtet haben, die
in
(ri-B.) Was alhier von Griechenland und den § 6 i 4 Anm.z; 7 vorkomt. Vom Afcicano ist zu ver-Büchersamlungen desselben gemeldet wird, mus von gleichen Labricr'i bibl. xrsec. üb. z c. i vol.; p. 2685g.griechischen Ländern oder Gegenden, wo man sich die- Tillemont wem pour lervir s l'üist. eccli-f. tom. zftr Sprache bedienet hat, verstanden werden; indem p. 254 5 g. undTeillicr Kitt gener.cles surcurs eccle 5 .sonst keiner dieser drey namhaften Schriftstellerin dem tom. 2. p. ;z; 5 g; vom Eusebio, Labricius üb. ; c.4eigentlichen Griechenlanve gelebt hat. Jul. Africa- vol. 6 p. zo, Tillemont rom -7 5 ?>e 5 g. und Leillicr«us hätte dem Eusebio vorgesetzt werden sollen, weil tom. 4 p. 202-444: vom S/ncello aber Labriciuser älter gewesen, wir auch die Ucberbleibsel seiner Ge- I.; c.4 §. -x tom. 6 P. 14s 5 g. nebst Marr ^anckeschichtbücher aus Eusebio undSyncello herncmen mus- cie 5 c>-ipr. byrzm. üb. i r.ir und Leon. Allgtii cle ris-sen. Aus dem alhier vom Ge. Syncello gefältcn ganz ris Oeorgii; im ivten vol. bibl. grsec.richtigen Urtheil ist die ungleiche Meinung der Verfas- (22. B.) S- Labricii bibl. Zrsec. üb. 4 c. r tonnser von demselben zu verbessern, so Hauptst.; Abschn. r z 5.2 5 g.
-)Es.rz, iz.