82 Vorrede der Verfasser.
troffen haben, indem es der Billigkeit nicht gernäs würde gewesen seyn, den Leser in unsereMeinungen einzuschränken (^).
Eine richtige Eintheilung der Zeit iss so zu reden, das Licht der Geschichte: ohne welchedieselbe blos ein Chaos von zusammen gehäuften Begebenheiten seyn. Eine genaue Zeit-rechnung ist dem Faden der Anatme gleich, der unsere Schritte durch alle Krümmen desLabyrinths leitet. Vermittelst gewisser bestirnter Zeitpunkte bemerken wir den Fortgangder Skaten, die Abwechselungen ihres Glucks, und die in ihrer Regierungsverfassung vor-gefallenen Veränderungen. Aus dieser Ursache haben wir es vor nötig erachtet, die Zeit-rechnung fest zu setzen, und die Begebenheiten, so wir gesamlet haben, in die Zeit zubringen,dahin sie gehören.' Unsre algemeine Bestimmungen der Jahrzalen sind die Schöpfung,die Sündflur, und die Jahre vor oder nach Christi Geburt. Wenn der Verstand alsogeleitet wird, so sind die Begriffe, die man durchs Lesen behalt, deutlicher, und werden imGedächtnis leichter eingedruckt
Die Erdbeschreibung ist ein anderer wesentlicher Theil der Geschichte. Ein jederGeschichtschreiber, der sie aus den Augen setzt, mus in seinen Erzalungen notwendig unordent-lich seyn. Wir haben uns diesemnach beflissen, die Lage der Städte, Flüsse, Wälder, Seenund Berge, aller Orten richtig zu bestimmen, wohin uns der Laufder Begebenheiten gebrachthat. Unsere Fürer in diesem Stücke sind nicht allein die Geschichtschreiber gewesen, dienicht allemal gar zn richtig sind, sondern auch die vornemsten Erdbeschreiber aus dem Alter-tum, die wir oben gemeldet haben; und in zweifelhaften Fällen haben wir unsre Zufluchtzu neuem Schriftstellern genommen, sonderlich zu dem Cluver, Orrel, Cellarms und sol-chen heutigen Reisebeschreibungen, deren Verfasser die Oerter aufmerksam besichtiget haben,und die man durchgängig vor genau und glaubwürdig in ihren Nachrichten hält. Aus al-len
(r;. B.) Hiemir verdienen verglichen zu werden gewesen, als nachher und in unsern Zeiten ohne Vermes-2 tnr> Anstlm lies lnonmilens, qiii oiit st,pp!«e 21! cie- senheit lind Versuchung GOttks erwartet werden kalt.ksutäe I'Lcritnre, etlarvi clemamorres 2UX Premiers Endlich hat sowslcineMÜNdlicheUeberlieferungvorma-Littoriens, so mr Stett Theil S.Zl sq. und Uen TH.S.k sq. liger ächten Wunderwerke, als auch em Ueberrest derder meMoires ste I'scsäemie cies bellcs tettres anzu- uralten Gotseligkeit der Erzvater unter ihren Nachkom-treffen ist; ingletchen Nie. LrWt regexicms knr l'cm. men. bey aller Verwilderung mancher Völker unter den'cle cies snciennes llistoires el wr le cieZre cle ccrtitti- selben und Versal in Aberglauben, die Gewandelt wick-ele äs lenrs preu ves, nebst Ve Pouilly nonvemix estsis kige Begebenheiten GOtt zuzuschreiben, und in allen umste critique st,r ia stcieüte äe I'stittoire, so eben daselbst gewönlichen Äorfallenheiten desselbenHg„d zu erkennenim xten Th. S. 2L9 sq. und no sq. befindlich ist; wie auch gar leicht eine Verwechselung der belondern genaue,/im 6ten Th. S. 76. Fceccts reste-xions stir las procii- und ungewoillichen, obwol mittelbaren und ordentlichenxes rspporres pzr les sneien« der neuern Streitigkeit ü- Vorsehung GOttes, mit der ganz außerordentlichen undder die Gewißheit der römischen Historie in den ersten unmittelbaren verursachen können, sonderlich nachdemJahrhunderten nickst zu gedenken. Was allster zur He- die Jrtümcr von Untergöttern, und der daraus berrüren-dung des Anstoßes und Zweifels an der Glaubwürdigkeit den Vielgötterei) dazu kommen; daß also nicht einmal al-der alten Geschichte, so aus der häufigen Meldung von lezeit ein wirklicher Betrug und Mangel der Aufriebt,a-Wunderwerken in derselben entstehet, vorgestellet wor- kcit gottesdimstlicher Leute erfordert wird diese Verviel'den, last sich durch einen dreifachen Umstand bestätigen, fältigung gehäufter Wunderwerke der alten Zeiten be-Daß einmal die ältesten Geschichtschreiber aus Mangel greifiich zu machen,der Historie sowol als Wissenschaft der Natur, manche
seltene und nngewönlicke, obgleich natürliche Begeben- 06 . BA Die am Rande jedesmal beigefügte Mel-heit vor nbcrnaturlicl) gehalten haben, welcher Jrkum düng der Jahrzalen ist unverändert beibehalten wor-in Beurtheilung crzalter Begebenheiten die Zuverläßig- den, auch an den Orten, wo in meine» ?limierk»»aen vonkett ihrer Erzälimgeii selbst im geringsten nicht aufhe- der Verfasser Zeitrechnung abzugehen nötig gefunden -den oder vermindern On. Hiernachst ist unstreitig in weil jedem solcher Untersnchunaen nur ciniaer mästenden ersten Zeiten mehr unmittelbare Unterhandlung fähigen und darauf beflissenen Leser die Aenderung der-GOtkes mit den Menschen, auch Veranstaltung von selben Zsten, nach Masgebung einer richtigern Bestim-Wunderwerkcn, zur Bestätigung der stufenweise gesche- mung ein und anderer Hcnwtbegebenheiten und Anfän-henen nähernOffenbarulig götlicher Warheiten , nötig ge dieser Jahrzalen, gar leicht fallen wird.