Band 
Erster Theil.
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lO Einleitung zur algemeinen Welthjstorie

werden. Man hat den al- Larabi, al- lkxendi, Ebn Roshb und Ebn Gina, wel-che zween letzte Männer unter den Namen Averroes und Avicenna betauter sind, im Ver-dacht, daß sie eben diese Meinung geheget. Und aus dieser Vermutung ist ihre Philo-sophie von den Rechtgläubigen öffentlich selbst von der Kanzel bestrikten, und nicht seltenmit den gehäßigen Benennungen der Atheisten und Ungläubigen beleget worden^).

§« 9 »

Plato hat nicht Obgleich plaro, wie wir etwas weiter unten sehen werden, selbst deutlich zugestan-E dtn, daß die Welt von GOkt erschaffen worden: so haben dennoch einige seiner Redensar-

qelehret, aber ten anzuzeigen geschienen, er halte davor, daß die Zeit solcher Schöpfung unmöglich zu be-seine ausdrücke stimmen sey; als wenn er z. E. sagt, daß die Welt notwendig ein ewiger Abdruck einerS^ch üVe'r^n ewigen Vorstellung im Wesen GOttes seyn müsse 0. Und solche Ausdrücke haben seinegemisbrauchet Nachfolger, oder die meisten derselben, die es hierin mit dem Aristoteles gehalten, vor-worden. theilbaft ergriffen und dergestalt gedeutet, daß man durch die Erschaffung der Welt nichteine Hervorbringung derselben in der Zeit, sondern nur allein ein Verhältnis der Naturdes Ursprungs und Abhängens zu verstehen habe ^). Das heist so viel: Da GOttesWille und wirkende Kraft notwendig eben so ewig als sein Wesen selbst seye, so mästenauch die Wirkungen dieses Willens und dieser Kraft gleich ewig seyn, so wie das licht ewigvon der Sonnen ausgehen ), oder der Schatten von einem dazwischen stehenden Körperewig daseyn, oder ein ewiges Bild eines abgedruckten Siegels entstehen mäste, wenn an-ders die Ursachen dieser Wirkungen als ewig angenommen würden Also konten die-se Säße, von Ewigkeit daseyn, und doch von einem andern hervorgebracht seyn,in dem Lehrbegrif dieser Weltweisen gar wohl ohne Widerspruch neben einander bestehenUnd gleichwie sie nicht anders als blos durch die Betrachtung der gütlichen Natur, das ist,seines gütigen Willens und seiner wirksamen Kraft, auf diese Meinung gebracht worden"):also gestunden sie auch, daß man von der Welt, ihrer Ewigkeit ungeachtet, gar wohlsagen könne, sie sey erschaffen, oder durch eine ausser ihr befindliche Ursache hervorgebracht,und nicht ursprünglich oder selbständig, proclus selbst, der grosse Vertheidiger von derEwigkeit der Welt, hat auf solche Art die Zeugung der untern Gotheiren und der Weltzugegeben, indem er sagt, daß man solches Götterzeugungen nenne; wodurch er nicht eineWirkung in der Zeit, sondern ein unaussprechliches Ausgehen von einer obersten und er-sten Ursache verstanden")« Die neuern platonici waren in diesen Begrif von der Ewig-keit der Welt dergestalt verliebet, daß, da sie auf der einen Seite denselben nicht fahren zutasten, auf der andern aber doch auch den Wohlstand zu beobachten gesucht, sie sich bemü-het haben, die Worte ihres Lehrmeisters, sonderlich in seinem Timäo durch gezwungeneVerdrehungen nach ihrer vorgefasten Meinung zu deuten. Sie haben sich, wie manschon längstens angemerket, bald hie bald dahin gedrehet, und dem Text allerhand Gewaltangethan, um nur auf alle erschliche Weise die Schöpfung der Welt und ihrer Sele zuver-

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Siebe Mbliorkcgne Orienkale p. zoz. er LIenckurn lcriptorum praelixum epiltol >5 Hai Lbn.

VockäkLN. j) «, l'ima-n, er ripuci -i- vniu-rfo. 4 ) t,. 2 c. 1. er lin. >.

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vy S- Veinvnii. p. Man lese auch die daselbst ailgefürtcn Alltores und den td» n- incok-

ruptibilitLrc muncii. in "Vimreuin p, Il6. 0) lk, p. As. ss//»/?. iz p.

(6. B.) Von dieser Meinung der neuern und ne ex niiiilo (1) §. 29-zr.- womit eben desselbenvnächten platonischen Weltlvelsen handelt der Hr^ üiül cle turbsts per rccenkiores plsconico« eccl«'Abc Mosheim ausfürlich in der äür. äc crestio- 6s verglichen zu werden verdienet.