Band 
Erster Theil.
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12 Einleitung M algemeincn Welthijrone

genugsamkelt Gattes. Es ist demnach nicht ohne gebürende Ueberlegung geschehen, daßsehr geschickte Männer gestanden haben, daß die Zeit der Schöpfung der Welt, oder vielmehrder Satz, daß die Erschaffung in der Zeit geschehen, so leicht nicht

aus der blossen Vernunft genau erwiesen werden könne, vielmehr der eigentliche Beweisdavon allein aus götlicher Offenbarung genommen werden müsse (^). Daher denn auchdiejenigen, so aus Ermangelung dieses Lichts den Anfang der Welt geleugnet haben, ge-wisser Massen zu entschuldigen sind ").

§. n.

Fortsetzung Betrachtet man aber die Sache selbst genauer; so erhellet, daß der Streit von derdieser untersu- Ewigkeit der Welt gröstentheils auf einen blossen Wortstreit hinaus laufe. Ueberhauptchung. alle Christen, denn diejenigen, welche die Ewigkeit der Materie glauben, sind diesesNamens nicht würdig (ch, kommen darin überein, daß GOtt allein von aller Ewigkeither dagewesen. Manche unter denselben aber sind der Meinung, daß GOtt den Augen-blick die Welt habe wirklich schaffen können, da er den Vorsatz, sie zu erschaffen, gefastet.Daraus machen sie den Schlus, daß die Welt habe können von Ewigkeit her dagewesenseyn, weil es ganz unstreitig, daß der Vorsatz, sie zu erschaffen, von Ewigkeit her gefas-

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(8. B.) Dis Geständnis der Unerweislichkeiteiner Schöpfung aus Nichts in der Zeit aus derVernunft, muS nur beziehungsweise auf die ge-schickten Männer, die dasselbe abgelegt haben, ver-standen werden, folglich nicht zmn Vorurtheil ge-reichen gegen die von andern aus der Vernunft ge-faxten Beweise, dergleichen selbst in den neustenphilosophischen Schriften vorkommen, als in Hm.G. N Wolfs tkeol. nstur. part. 2 c. 4 §. Z09g;6; Hrn. D. Ge.-Heinr. Ribovs Inss». tsseol.iioZm. i c. 7 §- 100z; Hrn. Larpovs elem.klreol. iult. äogm, port. 2 c. 2 §. 886-952, undch,rn. Pros. Ist- Gottl. Lanzens tkeol. nstur.klletien - polemics ieäi. 2c. 1, alwo zugleich den er-heblichsten philosophischen Einwürfen begegnetwird: so wenig als mancher nicht ungeschickter»Männer Geständnis, von Unerweislichkeit dieserWarheir aus der heiligen Schrift, die biblischenBeweise derselben verwerflich machen kau. Der-gleichen unerwartetes Geständnis in Beausobcr»kitkvire cm. He blsnickee pari. 2 iilr. ; c. 4nicht mir beiläufig vorgebracht, sondern müsamausgefurt, und mit Bestreitung der davon erklär-ten Schriftstellen auch Dion. Petavir überein-stjmmigem Zeugnis bestätiget worden. Indessenbleibt die alhier gemachte Folgerung aus andernGründen wahr, daß die heidnische Weltweisen, dieder nähern Offenbarung GOltes ermangelt, in die-sem Stück eher zu mtschuldigm find, als die Welt-treffen unter den Juden und Christen, so diesenZrtnM behauptet habem Don beidcrley Bewei-sen. der Vernunft und Schrift, können noch Hrn.Joh. Andp. Limsietts vernünftige Gedanken

über die Schöpfung der Welt verglichen wer-den. Verschiedener scholastischen Lehrer Mei-nung, von Unerweislichkeit der Schöpfung aus derVernunft, füret Joh. 2 lO- Scherzer imtkeol, loc. g §. 2 an.

Gemeiniglich wird diese Meinung denGocinianern beigelegt: doch hat Beausöbre amangeffirten Ort (8) c. s. sowol aus einigen Stel-len Lrells und Volke!» dargethan, daß fie keinalgcmeincr Lehrsatz derselben sey; als auch gegenBaples Vermutung und Vorgeben, daß solcherZrtum aus vermeinter Unnmöglichkeit und Unbe-greifiichkeit einer Schöpfung aus Nichts hergernrt,angezeiget, daß diejenigen unter ihnen, so dieSchöpfung aus Nichts in Zweifel gezogen, blosdurch die Unerweislichkeit derselben aus der Schriftdaraufgekommen, auch dieselbe nur behaupten wol-lt!', Von manchen alten irglaubigcnParteicn ist die-ser Zrtum wol unstreitig, auch mehr als zu un-leugbar, daß in den folgenden Zeiten verschiedeneWeltweisen, aus übertriebener Anhänglichkeit undHochachtung gegen einige Lehrbegriffe der Alten, sichdieses Jrtums weniastens stark verdächtig gemacht.In des Hrn. Abt Moshci'ms ljissäocreailoiieezcniliilo find §, L verschiedene Zeugnisse davon aus denältern Zeiten augefürt; vom Beausöbre aber an obengemeldeten Orten gar einiger Kirchenväler Stellendahin gedeutet worden, die sich doch von solcher Be-schuldigung füglich retten lassen. Mit mehrcrmRechtkönte man gar viele neuere Anhänger des oeripate-tischcn Lehrbcgrifs, Timpkerum, LäsalpinuM,li.b.m. hicher rechnen.