Band 
Erster Theil.
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2« Einleitung zur algemeiuen Westhistorie

Meinungde-denen Meinungen und Vorstellungen der Alten selbst anzusehen, welchem diese Gattungfoniürung der gehören. Da wir denn von denen den Anfang machen, welche alle götliche Mitwirkungwelk aus me-von der Hervorbringung der Welt ausgeschlossen, und dieselbe nur den Eigenschaften undhm Titln. Wirksamkeit der Materie selbst allein beigelegt haben.

§. 26.

Meinung der Diese Meinung hat man den ältesten menschlichen Schriftstellern beigeleget, derenPhönicier. Nachrichten von dem Ursprung der Welt bis auf unsere Zeit aufbehalten worden; nemlichden Phöniciern, Egppriern und Babyloniern. Ob solches aber mit Recht oderUnrecht geschehen sey, mus dem Urtheil der Leser überlassen werden, wenn wir denselbenerstlich ihre Meinungen selbst, hernach aber auch die darüber gemachten Anmerkungen vorge-legt haben.

Die erste Meinung, deren wir gedenken, ist der Phönicier, die uns von einemihrer eigenen Geschichrschreiber, dem Sanchumarhon, überliefert, und seiner Versicherungnach aus der Cosmogonie des Taaums genommen worden , so der Egyprier Thoyroder Hermes gewesen ^). Seiner Erzälung nach war nun das erste Principium derganzen Welt eine gewisse finstere und geistige oder windige Luft, ein finsterer Lustgeist undein verworrenes, dickes und trübes Chaos, welche unendlich und sehr geraume Zeit langohne alle Grenzen gewesen: nachdem aber dieser Geist sich in seine eigene Principia verlie-bet ; so entstund daraus eine Vermischung, und diese Verbindung wurde die Begierde oderLiebe genennet. Und das war der Anfang der Bildung aller Dinge. Der Geist selbstaber wüste oder erkante seine eigene Hervorbringung nicht. Aus dieser Vermischung desGeistes entstünde nun der Klär -«), woraus einige einen Leim machen, andere aber ei-ne Fäulnis einer wässerichten Mischung. Und daraus kam der Same aller Geschöpfeund die Erzeugung der ganzen Welt. Es gab gewisse Thiere, die keine Empfindung ge-habt haben; aus welchen verständige Thiere entstanden, welche man Zophastmin "), dasist, die Betrachter der Himmel genennet, und deren Gestalt eyförmig gewesen. Unmit-telbar darauf, nebst diesem b/lor, fingen die Sonne, Mond und Sterne an zu leuchten.Die Luft ward durch einen hohen Grad der Hitze der Erden und des Meers erwärmet,woraus die Winde sowol als Wolken erzeuget worden, und starke Waffergüsse und hefti-ger Regen erfolget. Nachdem aber diese Gewässer wieder abgesondert und durch die Son-nenhitze in die Höhe gezogen worden, seyn sie in der Luft wieder zusammen kommen und an-einander gestossen, woraus Donner und Blitz entstanden. Durch welch Geprassele in der

/) Ipnä k.nkek. praep. Tu. 1^.1. c.iO.

E- Dieses Wort leitet Bocharr von dem arabischen Worte illsflsk her, welches, wie er meinet, stviel als den ersten Stof und Materie der Dinge bedeutet. Da aber der Sanchimialhon das Lhaos«nd nicht das E- ;ur ersten Grundmatcrie machet; st ist der Bischof Lumberland der Meinung, daßman den Ursprung desselben füglichcr in einem andern arabischen Wort zu a-chen habe, wobey st vielVeränderung mcht erfordert weiche, als Bocharr anzunemcn genötigt wird. Dieses sol nun das Wortm)"- welches st viel bedeutet, als im Wasser etwas einweichen und auflösen; daher das Wortdie Austosung selbst bedeutet, die auf solche Art geschiehet, so die Naturkündigereinen Schienn nennen. Via. CumUerlsn-i remsrq. tbe 6o!rnoßS»ie vk 8anc>illni3riion p. , Wen» indem nachfolgenden gesaget wird, daß der nsr mit der Sonne, Mond und Sternen zu leuchten angefangen;st scheinet es, als ob der 77,-^r die Erde für einen Planeten angesehen habe vi<i. p. -g,Zophastmin e-vvL-'dir 8cl>sm->!m bedeutet I» hebräischer oder phönicischer Sprache die Zuschauetoder Betrachter des Himmels. Durch diese Thiere werden nicht die Engel verstanden, wie Bocharr den-ket, sondern die himusche» Weltkörper, von welchen Sanchumarhon meinet, daß sst verständigst?"'«nd um deswillen auch als Gotheiten angebetet werden. v>a. ib«i.