Band 
Erster Theil.
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zweiter Abschmk zz

die Welt noch feuchte gewesen und Thiere aus derselben erzeuget worden, der gedachte GottBelus demselben Weibe den Kopf genommen, die übrigen Götter aber ihren herabgefalle-nen Leib mit der Erde vermischet, und Menschen daraus gebildet, die daher vernünftig undder göklichen Weisheit theilhaftig seyen. Dieser Belus nun, welcher der Jupiter seyn sol,habe die Finsternis zertheilet, indem er Erde und Himmel von einander geschieden, und dieWelt in Ordnung gebracht; wovon die Ungeheuer, so den Glanz des Lichtes nicht ertragen kön-nen, gestorben. DaraufhabeBelus,daergewarworden, daßdieErde, ihrer Fruchtbarkeitohnerachtet, ler und öde gewesen, einem der Götter Befehl ertheilet, sich seinen eigenen Kopfabzuschneiden, das daraus fließende Blut mit der Erde zu vermischen, und Menschen, auchThiere zu bilden, so die Luft vertragen können. Er selbst aber habe die Sterne, Sonne,

Mond, und fünf Planeten, völlig zu Stande gebracht *).

§. Zl.

Dieser letzt angefürte Ort lehret zur Gnüge, daß die alten Babylonier sowol über« und beurtheileHaupt die ganze ordentliche Einrichtung der Welt, die Stellung und Bewegung der himli-schen Körper, als insbesondere die Bildung der Menschen und Thiere, ihrer höchsten Got-heit, die sie Bel genant, zugeschrieben ; ob sie gleich dabey ein vorhergehendes Daseyn derMaterie geglaubet zu haben scheinen. Es muß demnach eine neuere Theologie der spä-tern Babplonier gewesen seyn, die man mit Recht beschuldigen können, wie doch gesche-hen ist, das eine Grundwesen der Welt mit Stilschweigen Übergängen zu haben O; worinsie von der Ueberlieferung ihrer Vorfaren, der alten Chaldäer, abgegangen seyn mästen,als welche berümt gewesen, einen einigen höchsten GOtt oder Schöpfer der Welt geglaubetzu haben; wie solches aus dem Orakel des Apollo bey dem Eustbio erhellet, worinden Chaldäern und Hebräern allein der Besitz wahrer Weisheit zuerkant wird, weil sieGOtt, den selbständigen König, auf eine heilige Art angebetet (^).

Wir haben zwar noch einen andern Bericht von der CösmogsnLe in den chaldäi-stchen odcr magischen Orakeln des Zoroasters; sie haben aber so wenig Warscheinlich-keit eines ächten Ursprungs und Altertums, und bestehen aus einer so verwornm Sam-sung unreifer Begriffe, die sonderlich aus platonischen und gnosrifchen Schriften genom-men worden, über dem Ursprung der Dinge aber niemanden einiges Gnügen thun können;handeln auch soviel von unbekanten Dingen, den Ordnungen der Geister, geheimnisvollenZahlen und andern leren Worten, daß uns jederman entschuldigt halten wird, darum un-bekümmert zu seyn "). Da es indessen doch ein sehr gelerter Man *) vor der Mühewert geachtet, aus dem, was darin noch am verständlichsten ist, einen Auszug zu machen;so wollen wir solchen auch hier mit seinen eigenen Worten beifügen. Die Ehaldaer ( ^ ),schreibet er, glauben, daß das erste unter allen wirklichen Dingen ewig sey, der allerhöchste

E 2 GOtt.

e»l!eroio apud 8yncellllin 6Iir<rnoxr. P.2Y. etL«/?L»c!Iiron>con6i'L«um87sl!xek>p.6.r) ü.rmn/c«» in Lpucl licvic» ok clie Lormogori. vk^Lncknn. p. 280.

/) cle prsepar. kuang. l.. y. c. 10. </) etrcliLe»!. l.. l. p. 21. 22. ttitt. ob.

lkc clniicl rkil» l.. >. teet.c. 2. p 8.

(r8- B) Von der ckialdäischen Philosophie sobre biüor cle d^aniekee iiv. r c. i tom. rhandelt Hr. Brucker blü. pbil. tom.i p. ior-14; st i6l, mgleichen csp. L x. 167 und 17; c. 6Ncbstden vom Hm. D. Heuma» in-est MI.tom.L p Zi; iZ-z) c. 7 p.zrz, und Hm. Drucker Kitt.p> I8r fq. auch p. >74. gemeldeten Schriftstellern. pb. t. l >1. »6. Ausser dem hier angefürten Sean-(r§. B.) Vom Zoroaster wird ausfürlich ge- ley haben aus den vorgegebenen Orakeln desselbenhandelt vom Fabricio bibl. gr. I. i c. zs vol. 1 einen LehrAegrifgesamlet Otto Heurnius i» amig.p-»4r; Ursino äe ^orostire exerc. i; Thom. stkil-barbsr. und Franc. Patricias bey seiner Aus-^de bitt. rel. vet. pertrmm c. rr. 2,4; Beaa- gäbe gedachter Orakel.