Band 
Erster Theil.
Seite
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zweiter Adschmr. 4z

Zeugnis' in diesem Stücke von keiner sonderlichen Zuverläßigksit zu seyn. Vie'lweniger kön-nen wir, wie Geldenus gethan /), die Mitmastuug Arcerii, des Herausgebers Iam,blichii, billigen, daß dieser Mochus kein anderer als Moses, der berümte jüdische Pro-phet, gewesen. Inzwischen istö aus andern Gründen höchst warscheinlich, daß pythügo-ras dieses atomistischen Lehrbegrifs nicht unkundig gewesen §): indem Democrirus selbstaus der italiänischen oder pythagoreischen Schule gewesen, und seine ganze Philosophiedaher genommen haben sol; auch des pythagoras weltbekante Monades, einiger Mei-vung nach, nichts anders als die körperlichen Aromi gewesen ^). Man behauptet auchausdrücklich-), daß Empedocles, der gleichfals ein pychagoräer gewesen, die Mei-nung geheget, die Welt sey aus kleinen Theilchei, zusammengesetzet; welches deutlicher er-hellen wird, wenn wir von seiner Naturlehre handeln werden. Und die natürlichen Grün-de aller Dinge, so Ecphailtus von Syracus, ein anderer Weltweiser dieser Schule, geleh-ret, sind der lere Raum und die untheilbaren Körper gewesen. Ja diese sind es nicht al-leine gewesen, die unter de>tAlten diesen Weg erwälet. Tenocrares, Heraclides, Astle-plades, Diodorus, Mecrodorus von Thius, und beinahe alle alte Naturkündiger, ha-ben die untheilbaren Theilchen für die ersten Gründe aller Körper gehalten. Dem obngeachtet

werden Leucippus und Democrirus vor die Haupterfinder der awmistischen Weltweis-heit angesehen; es sey nun, daß sie dieselbe zu einer gröstern Volkommenheit gebracht, oderdaß sie zuerst einen ganzen und volstandigen Lehrbegrif daraus gemacht, durch Herleitung desUrsprungs aller Dinge vorn Raum und fühllosen Acomis, die blos Gestalt und Bewegunggehabt: woraus denn folgen mästen, daß es keinen Gott geben könne, nicht einmal einenkörperlichen. Denn vor ihrer Zeit machte die Meinung von den Acomis noch keinen völ-ligen Lehrbegrif der ganzen Weltweisheit aus, sondern ward nur als ein Theil, und zwarals der schlechteste und geringste der ganzen Philosophie, angesehen, weil man dieselbe nurgebrauchte die blos körperlichen Dinge in der Welt zu erklären. Auster denselben aber erkan-te man etwas anders, das nicht blos mechanisch sey, sondern Leben uud Selbstthätigsthabe, das ist, ein unkörperlich Wesen, wovon das vornemste eine von der Welt unterschie-de Gotheit sey. Daß es demnach zweierley Arten von Aro misten gegeben: eine, so einunkörperlich Wesen zugegeben und diese Naturlehre mit der Theologie verbunden; die an-dere aber, so keine andere Substanz zugegeben als Körper, und daher fühllose Atomos ohneMargen Verstand, folglich ohne einigen Gott, zum Ursprung aller Dinge angenommen (^).tlnd dieser letztere Lehrbegrif ist es nun eigentlich, welchen man insgemein die atomististhe

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(;s. B) In dieser ganzen Vorstellung des Al-iPums der atomistischen Meinung und der Vor-iger Leucippi, folgen unsere Verfasser dem Lnd-^vrth zu sehr, ohne die vom Thon» Bnrnersr-Aeoi. pyii e. s angefürten Gegengründe, die vomunter l.eucippe >u angenommen worden,«u erwegen oder zu beantworten Eden diese Mei-"ang hat Gotksc. (Plegrius still' 2 äe principiis^ plttlvs sjerscliti in Kilt. piill. 8lsnleii psrt. 9Ä vertheidigen gesucht; womit doch Hrn. Bru-^-lk. p^- ^ l>- 2-zi zu vergleichen ist, der

" das Vorgeben von der Uebereinstimmung der

hier angefürten Lehrer der italiänische», megari-schen und eleatifcben Schulen, ja fast aller altenNaturkündiger, mit dem atomistischen Lehrbegrif,gehörigen Orts prüfet und wiederlegt. Die blosseUebereinstimmung eines einigen Wort«, als hier derU««Heilbarkeit, hat schon öfters verursacht, daß manhöchst verschiedene, ja manchmal einander völlig ent-gegenstehende philosophische Lehrbegriffe vor ei-nerley, wenigstens übereinstimmig gehalten, und da-durch gewisse Meinungen ansenlicher oder verdächti-ger zu machen gesucht, als sie sonst seyn möchten.