Band 
Erster Theil.
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51
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zweiter AWm't.

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den Theil derselben für ein Glied desselben gehalten *). So baß diese Partey^ dem Ansehennach, GOtt und die Natur mit einander vermenget hat, ob gleich ihre eigentliche Lehre gewesenzu seyn scheinet, daß es nicht nureine vernünftige mit Bewußtseyn versehene Selegebe, so derganzen Welt vorstehe, die sich doch aufeine unmittelbare Weise in der feurigen Materie dersel-ben befinden solle; sondern noch überdis eine gewisse bildende Samenkraft, die unter oderin der vorhergehenden enthalten sey und eigentlich das Fatuin oder Schicksal aller Dingeausmache ?). Und eine solche unterworfene plastische Natur, die nach gewissen Endzwe-cken wirke, obwol ohne einige Empfindung oder Bewustseyn derselben, ist manchen sehrvernünftig vorkommen, alles Widerspruchs anderer ohnerachtet; und das sonderlich zu Ver-meidung zweier bedenklichen Folgen: daß entweder bey der Bildung und Ausarbeitung na-türlicher und lebendiger Körper alles von ohngefär, ohne Absicht auf einen gewissen Endzweckund ohne Leitung oder Regierung eines Verstandes oder vernünftigen Wesens, zugehen müs-se, welches unvernünftig und atheistisch zu seyn scheine; oder daß GOtt selbst alle, auch diegeringsten Dinge, ganz unmittelbar und gleichsam mit seinen eigenen Handen zubereitenmüsse, welches auch unanständig seyn würde vorzugeben * ). Zwar hat es einige Stoikergegeben, welche alles Leben und Bewustseyn der- Welt abgesprochen, und die Regierung der-selben blos einer zeugenden und bildenden Natur zugeschrieben, dergleichen sonderlich Boe-chius gewesen, dessen schon oben Meldung geschehen: allein derselben besondere Meinungkan auf keine Weise der ganzen Partey überhaupt zugeschrieben werden.

§. 48 .

Was nun aber insonderheit die Verfassung der Welt anlanget, so ist die besondere FortsetzungLehre der Stoiker gewesen, die ihr Urheber, Zeno, von dem Heraclims entlenet zu ha-beschrei-ben scheinet: Die Welt werde nach Verfiiessung gewisser Zeitläufe Wechselsweise durchs Feuer ""2 derselbenaufgelöset, und hernach wieder aufs neue daraus hervorgebracht; GOtt ziehe alle Dinge instch, oder verschlinge dieselben durch solche algemeine Entzündung, und bringe sie hernachwieder aus sich selbst hervor"). In diesen auseinander folgenden Entzündungen sollendun, ihrer Meinung nach, nicht allein die übrigen Theile der Welt, sondern auch die gerin-gern Götter, in die höchste Gother't, dasist, in die verständige feurige Sele oder das Grund-wesen der Welt zerschmelzt werden ; welches götliche Wesen in solchem Zeiklauf in sichselbst ruhe, seine Vorsehung betrachte, und sich mit ihm anständigen Gedanken beschäf-tige, bis es die Welt aufs neue hervorbringt. Welche Erneuerung Zeno also beschreibet:

Wenn GOtt noch allein ist, so verändert er die ganze Substanz aus Feuer erstlich in Lust,

Und hernach in Wasser. Wie nun in einer Pflanze der Same enthalten ist, so lasst GOtt,als der Grundsame der ganzen Welt, in dieser Feuchtigkeit solchen Samen, der vermögendsey, bequeme Materie zur Zeugung alles dessen, was entstehen solle, hervorzubringen; daßdie gröbern Theile dieser wässerigen Materie sich sehen und die Erde machen, die feinemaber die Luft , und die allerfeinesten das Feuer. Wenn nun auf solche Weise die vier Ele-mente gezeuget worden, so entstehen aus ihrer Vermischung Pflanzen, Thiere, und alle an-dere Arten der Dinge (»-).

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0em p> 148. s) OioF. Aerione p. 451. spuä Lutetium cie praep. kiuznx.-t.. >5-

c, >8 >y. acluersu, iiroicos p. >c>75. erUev-fsÄll Orsculorum 420. c; !<!em aclucrsu»

8r»icvs p. 1077. V-u-c'» k.piÄ. 6, in Lpilt. t,. c. IZ. vbi srixira p. 450.454,

erVc-L-r.'-kicri. kiiys. c.ro.

(4;. B.) Den stoischen Lehrbegrif haben vor andern untersucht Just. Lipsivs in den drey Büchern

G 2 pky.