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Einleitung zur algemeinen Welthistorie
§. Z2.
Weitere fort- Diese jetzt angefürte Meinung ist nun von einer andern gar sehr unterschieden, die ei-
setzung- ne gewisse Partei dieses Volks behauptet ), und im Jahr Christi 65 durch königlicheVerordnung feierlich eingefüret worden ^). Der Erfinder derselben ist ein Sohn des Kö-nigs JnFanVang gewesen, der anfänglich She oder She geheissen, hernach aber,
nachdem er das dreißigste Jahr erreichet, Foe, das ist, kein Mensch I. Die gehei-me Lebre dieser Partey, welche dem gemeinen Man niemals entdeckt wird, besteht darin rdaß ein Vacuum oder lerer Raum '") der Anfang und das Ende aller Dinge sey; daßunsere erste Eltern daraus entstanden, und nach ihrem Tode wieder darein zurücke gekeret,und daß alle andere Menschen gleichfals durch den Tod darin aufgelöset werden; daß fernerdas ganze menschliche Geschlecht, die Elemente samt allen Geschöpfen, einen Theil desselbenausmachen, dergestalt daß nur eine Substanz in der ganzen Welk sey, die nur durch verschie-dene Gestalten, Eigenschaften und innere Zusammenfügungen zu besondern Dingen gewor-den, wie das Wasser allemal wesentlich Wasser bleibe, ob es gleich die Gestalt des Schnees,Hagels, Eises und Regens bekamt "). Sie beschreiben dis ursprüngliche Wesen als einereine, helle, zarte und unendliche Substanz, die weder entstehen noch aufhören kan, nichtnur an sich selbst volkommen, sondern auch die Volkommenheit aller andern Dinge ist, sichin beständiger Ruhe befindet, doch ohne Herz, Tugend, Verstand oder Gewalt, indem dieHaupteigenschaft ihres Wesens darin bestehe, weder jemals zu wirken, noch das geringste zuverstehen oder zu wollen °). Diese Meinung ist die Quelle, woraus eine andere entstan-den (^), von welcher wir oben bereits Meldung gethan, daß sie unter den JaponestMim Schwange gehe ?), und welche von dem Spruszismo nur darin unterschieden ist,daß sie zugichet, es sey das Entstehen der Welt aus einem sehr verschiedenen vorhergehen-den Zustande möglich gewesen, wo nicht gar wirklich geschehen: so wie sie davon sowol alsvom stoischen Lehrbegrif dadurch abgehet, daß sie ihrem Grundwesen Wirksamkeit undVerstand abspricht» Ein gewisser Nachfolger des Confucius hat die Ausschweifungen die-ser Partey wiederleget durch den bekamen Grundsatz: Aus nichts wird nichts. Wo-bey er aber vorausgesetzt haben mus, daß sie geglaubet, das erste Grundwesen aller Dingesey ein bAchtö?) gewesen, und die Welt habe auf die Art ohne eine wirkende Ursacheund ohne vorher dagewesene Materie ihren Anfang genommen. Allein, es ist weit wac-schemlicher, daß sie durch das Wort Vacuum nur etwas verstanden, das gar keine Eigen-schaften
i) So haben wir mit Fleis ausgedrucket, was andere Schriftsteller der portugiesischen Aussprache nach Lheoder Lhe kia geschrieben haben, weil wir durchgängig alle chinesische und japanische Worte der englischenAussprache so nahe zu bringen suchen als möglich: wovon der Leser in der Vorrede mehr Nachricht finde»wird. /) Siehe die -lSa -ru-i. tch's. >688. p- tu dem Auszug,der zu Paris ,687- herausgegebene»
Philosophie Lonfucii. -») Die chinesischen Worte sind 6ui,Z um, die lateinische Uebersckung v->-cuumrrinLne. va'ni.r.7. p qvü. „ry-j, >688.p.2L8- 7>h Siehe vbe»
§. >6. p. ly. erull. vbisupri.
viele mit dem manichaischen Bndda verwechselthaben.
(46. B ) Dieser sowol hier als §. 16 als eine ja-panische Meinung angefürte Lehrbegrif ist eigent-lich die Meinung der neuern Gelehrten in Lhina, stdie geheime Lehre des GckeRia mit den VorMiungcn ihrer ältesten Lehrbücher zu vereinigen ge-sucht; wovon du Halde t. z p. g;. Z7 zu verglei-chen ist.
(s;. B.) Ausser den oben angefürten Stellenbeim du HMve und Rämpftp (4P ist von dieserPartey des Scbe Ria noch zu vergleichen der letz-tere in der niti. ch, ispon. t. r p Z1-Z4, alwo der-selbe warschemlich zu machen sucht, daß der Urhe-ber und Stifter dieser durch alle morgenländischeGegenden ausgebreiteten Lehre aus Egvvten ge-wesen : mgleichen Mat. Veiß. la Lcoze tiist. c!nckristlanisme lies Instes liv. 6 p. wel-
cher denselben für den berümten Buddashäit, den