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Emleittmgzm' algemeinen Welthistorie
§. 66 .
Meinung des Empedocles, der beides den pychagoras und Anaxagoras gehöret, sol in der .
Empedocles. Naturlehre diesem letzter» insbesondere gefolget seyn ("). Er hat zwey Gründe aller Dil"ge angenommen, Streit und Freundschaft, wodurch er die^ch-idung und Verknüpfung, oderAbsonderung und Mischung der ursprünglichen Materie verstanden, woraus die Elementegebildet worden, und alle vergangene, gegenwärtige und künftige Dinge, Pflanzen, Thiere,Menschen und Götter herzuleiten seyn °); doch hak er dabey behauptet, daß beides, Streitund Freundschaft von einer allerhöchsten Gotheit, als von ihrem Urheber, abhänge und her»rüre ^). Denn es scheinet, daß Empedocles geglaubet, wenn es keine Mishelligkeit undStreit gäbe, würden alle Dinge eins seyn; dergestalt, daß seiner Meinung nach alle nurxrsinliche Dinge aus der Uneinigkeit und einer Mischung der Freundschaft entstanden, nurden höchsten GOtt allein ausgenommen, der ganz und gar keinen Streit enthalte, weil er rve-stntlich die Einigkeit selbst sey §). Ferner hat er gelehret, daß die Elemente aus zärternKörperchen bestehen, die überaus klein und gleichsam Elemente der Elemente seyn ^).Nach der Weise anderer Atomrsten hat er keine eigentlich sogenante Zeugung und Vc» ,nichtung zugegeben; sondern alles der Absonderung und Zusammensügung zugeschrieben '>Die Ordnung, in welcher seiner Meinung nach die Elemente hervorgebracht worden, warfolgende: Erstlich sey der Aerher oder die Himmelsluft abgesondert worden, hernach dasFeuer, und dann die Erde; aus welcher, da sie durch die Heftigkeit ihrer Herumwelzung zuenge zusammen gedruckt worden, Wasser hervorgekommen, dessen Ausdünstungen die Lustverursachet: die Himmel aber seyn aus dem Archer, die Sonne aus dem Feuer, und die 'andern Dinge auf der Erde aus den übrigen Elementen entstanden ^). So, daß desEmpedocles Naturlehre im Grunde mit des Demscrirus und Epicurus einerley ge- >wesen, und er nur in einigen Stücken davon verschieden gewesen: als, in Verwerfung des le- -ren Raums und untheilbarer natürlicher Körperchen, sonderlich aber in Annemung eines ^verständigen Grundwesens, durch dessen Weisheit die Weit in diese gegenwärtige Ordnung -gebracht worden, als die beste und dem Nutzen des Ganzen zuträglichste: ob er gleich zu-weilen einer blos zufälligen Bewegung zuviel zugeschrieben, sonderlich in der Bildung der lThiere 0- Wobey wir nur noch diö einige bemerken wollen, daß er, der pythagoreischen
Lehre
k) D/oL- in kimyeöoclc p. 5)8 in /wmonltione »<I 6entes. !
u. 8 in voce Nanes. ./ > in IVIsczpK. ril> z. cap. 4. er lie iVtunciu I>. 26. i
k ^ inreN 8^il. y. ZA2. cle plzcikir hiiiluwpyvrum i.. 1 , c, iz. in Lcl- >
Nkyt, »> vki U, I. c. 24.50. läern idiclsm U> 2. c. 6. Vili. !
inrell. 8xlism. p» 24. 25.
Empedoclis Lehrbegrif von dem Ur-> nungen, worin Empedocles vom atomistisckefl ^fprung aller Dinge und gesamte Naturlebre kämt Lehrbegrif abgegangen, die vornemsien Unterschel-mit dem loniscben Lehrbegrif Anaxagorä so sehr dungsstücke desselben ausmachen: so kan wenig übn- ^nicht ubsrein, als hier vorgegeben wirdindem er bleiben, worin er dem Grunde nach mit demselben ^der Hauptsache nach die ppthägorische Naturlehre übereinkommen; zumal da Aristoteles pllxlic. i- ^ lund gesaints Meinung beibehalten, und nur weiter c. 4 ihn ausdrücklich demselben entgegenseht. D/fauszubessern gesucht; wie die meisten Schüler Pp- Streit und die Freundschaft Empedoclis gehörtthagora gethan haben. Wenigstens kan es nicht nur zur Materie, als dem einen der beiden von ih^gar füglich gereimt werden, daß desselben Natur- angenommenen Grundwesen, dadurch er begreiflich^lehre im Grunde einerley seyn solle mit Anarago- machen wollen, wie aus der anfangs und Ursprüngera, Democrikr oder Epicurj und Pychagorä lich gleichförmigen Materie natürlicher Weise ein-Lehrbegriffen. Bey welcher Vergleichung sogar solche Verschiedenheit der Geschöpfe entliehen kömverschiedener Lehrgebäude viel Behutsamkeit und ge- nen. Wobey Hrn- Bruckers ii. pl>. t. i ?. uo»'»ane Einschränkung nötig ist. Da die drey Mei- uro zu vergleichen ist.