dritter Abschmt. 71
b«r erste derselben sey der Urheber der Wohlgewogenheit; der andere, der Warhekt; der drit-te, der Gerechtigkeit; die übrigen aber, der Weisheit, des Reichtums, und des aus gutenHandlungen herrürenden Vergnügens. Arimanius habe eben soviel Götter hervorge-bracht, welche Urheber der entgegen stehenden Uebel oder Laster seyn. Darauf habe sich (!)rs-ttrazes, nachdem er sich verdreifaltiget, von der Sonne so weit entfernet, als dieselbe vonder Erde abstehet, und den Himmel mit Sternen gezieret, unter welchen er den Hundssternjum Hüter und Fürer derselben verordnet. Nachher habe er vier und zwanzig andere Göt-ter erschaffen, und dieselben in ein Ey eingeschlossen; da aber Arimanius eine gleiche An-ja! derselben erschaffen, haben diese letzter» das Ey durchboret, wodurch Gutes und Böses«l.der Welt mit einander vermischet worden. Indessen werde eine unwiedertreibliche Zeitkommen, da Arimanius, der Stifter aller Plagen und Mangels, von dem erstem unver-meidlich werde völlig zerstöret und vernichtet werden, und alsdenn werde die Erde eben undZleich werden, und das menschliche Geschlecht in einem glückseligen Zustande auf derselben le-ben , nach einerley Weise, in einer und eben derselben bürgerlichen Geselschaft, auch nur eineUnd eben dieselbe Sprache haben. Theopompus berichtet gleichfalö, daß nach dieserrNüIler Meinung gedachte beide Götter dreitausend Jahr hindurch Wechselsweise sie-gen würden und besieget werden; andere dreitausend Jahre hindurch aber beständig gegen-seitigen Krieg und Streit füren, und ein jeder die Werke des andern zerstören, bis zuletztHades, oder das böse Grundwesen, untergehen und aufhören werde, da denn die Menschenvolkommen glücklich werden würden, so daß sie keiner Speise mehr bedürfen, und ihr Leibkernen Schatten werfen werde (^). GOtt aber, der diesen Wechsel der Dinge veranstal-te, ruhe und erhole sich eine Zeitlang, die in Absicht auf ihn nicht lang seyn werde, sonderngleich dem Ausruhen des Schlafs bey Menschen
§. 74 .
Die neuern Persianer haben eine ganz besondere Ueberlieferung, die sie von dem Ueberliefesoroasier herzuhaben vorgeben: Daß GOtt die Welt erschaffen habe, aber nicht in sechs rungder neuNatürlichen Tagen, sondern in sechs Zeitläufen von verschiedener Länge, welche sie in ihrer Perser.Sprache Gahanbarha nennen, und die zusammen dreihundert und fünf und sechzig Ta- .
Ze oder ein volkomneö Jahr ausmachen. In den verschiedenen Benennungen derselben,
Hrer Ordnung, der Anzal der Tage, und den verschiedenen Theilen der Schöpfung, so in ei-ner
cle Nil!« rt Oliiule p. z6y.
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.(64.D ) Die perstscbe Meinung von der Schö-fn»ig, sonderlich wie der alten Magier Lehrbegrif"Urch den AerSustbr verbessert worden, komt noch"was rechtgläubiger heraus, wenn man atmimt, das;°>e beiden unterworfenen Grundwesen, Hormodss"d Ahriman, unter dem höchsten GOtt gestanden,!5 von demselben hergerürt, welchen sie Jervan,F»dan, auch Michcam genant haben. Welche^^stellung dieses Lehrbegrifs nicht nur vom Tbom.Ade cle rel. vet. perst c. ro p. isitg 17z; Hum-
prieveaur Lonncrio» des a>r. und neu-Testam. Th. i B- 4 pag. 271 sg- und Ist r»e?0^Ust>l)re bist, äc t»tsnicbee liv. 2 c. 1.2 besta-,,^-wird: sondern auch mit dem angefürten Zeug-st^ plntarcbi gar wohl übereinkomt. Daher Hr.-^rnckxr bist. still. x. 177 tg. dieselbe der Hauptsa-
che nach annimt, und Bayles äust. bist. t. 4 7 oro-altre not. sowo! als Joh. Christoph lMolfs äsmsniciurciswo ante blsnlcbseos §. ro vorgebrach-ten Gründe beantwortet. Indessen bleibt doch da-bey entweder eine Ewigkeit'Her vorher dagewesenenMaterie und Finsternis, oder noch warscheinlicherein endlicher Ausflus derselben aus GOtt selbst, Un-leugbar. Von dem neuern Lehrbegrif der jetzigenGauren oder Gvcbrcn in Persien und Indien,die gieichfals dem höchsten Wesen Iezd beides demGrirms und Ariman unterworfen, welches doch ei-nige für eine der Muhammedaner wegen ange-nommene Verfälschung ihres alten Lehrbegrifs an-sehen, ist Jot). ckbardlNS vO)-2ßcs eoton,, r
p. I8> stj. zu vergleichen, wie auch Hm. AbtM-S;Heims äiss äe ereatione ex nibilo §. 27 p.