Band 
Erster Theil.
Seite
72
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72 Einleitung zur alg Meinen Welchistorie

ner jeden derselben geschehen, kommen alle Schriftsteller völlig überein; ob sie gleich in derbesondern Zeit des Jahres, worin sie angegangen, von einander abgehen. Ihre Namenund Ordnung sind folgende (^):

Die erste Zeit heist Mid-yu;eram, und enthalt fünfund fünfzig Tage, in welche»die Himmel erschaffen worden.

Die zweite heisset Mid yusham oder Mid-yushaham, und ist von sechzig Ta-gen, in weicher das Wasser erschaffen worden «).

Die dritte ist pirishahim oder Pinshahim-Gäh, besteht auö fünf und siebenzigTagen, in welchen die Erde gebildet worden.

Die vierte ist Jyaseram oder Iyashehram, von dreißig Tagen, in welchen diePflanzen und Bäume entstanden. ,

Die fünfte ist Mrdiyarün, und enthält achtzig Tage, worin die Thiere hervorgebracht

worden. k- ^

Die sechste ist Hamespitamidim, ist zur Schöpfung der Menschen gebraucht wor-den, und von fünf und siebenzig Tagen").

Meinungder Drachmenen und neu-ern Vrami-nen.

§. 75-

Die alten indianischen Weltweisen (^), die von den Griechen Brachmanengenennet worden, haben gleichfals geglaubet, daß die Weit gezeuget oder erschaffen, folglichauch vergänglich sey, indem sie einer abwechselnden Folge von Zerstörungen und Erneuerun-gen unterworfen sey; daß die Anfangsgründe aller Dinge verschieden gewesen, die Bildungder Welt aber vorn Wasser t>) angefangen worden; wobey GOttes wesentliche Güte dieUr-sach der Erschaffung aller Dinge gewesen §). Dieses ist auch die Meinung der heutigenBrammen, welche jener Nachfolger sind. Allein, die genauern Umstände ihrer Lehre sindvon verschiedenen Schriftstellern mit einer solchen Verschiedenheit vorgetragen worden dienicht leicht durch Begleichung gehoben werden kan: welches zwar zum theil daher rüret,daß die Brammen ungemein an sich halten, und' sehr scheu sind mit Fremden umzugehenoder ihnen das geringste zu entdecken; noch mehr aber von der Unwissenheit ihrer Sprachebey den Geschichtschreibern.

' §. ? 6 .

Fortgesetzte Jbre Ueberlieferung besteht, dem Bericht eines gewissen Schriftstellers zufolge, dar-beschreibung ^Daß der grosse GOtk, da er noch allerne gewesen und den Vorsatz gehabt feine Al-derMm. macht und Güte zu offenbaren, mit sich selbst über der Erschaffung der Welt zu Rathe gc-gangen, und zum Grundstück seines mächtigen Werks vier Elemente erschaffen, die an-fänglich ganz unordentlich unter einander vermischet gewesen, von dem Almächtigen aberfol-gendergestalt von einander abgesondert worden: Erstlich habe GOtt durch ein sehr grossesRohr oder dergleichen Werkzeug auf das Wasser geblasen, welches dadurch in eine runde

Blase

«) Lmacht in dem -iccliunt vf k8d rciizion os ti>- ?erte§ p. A. und 41. die Hervorbringtmg der Hölle zlikVerrichtung dieser zweiten Zeit. s) <>- reiix. v-r. l'ert. l>. ,64.chq. Lpu-I

. VNÜIN l"- >5 p- 7>z> ,/) Siehe invirr/rpollonii p. I42. Oilcovcrx ok rl>e

VLNILN r-i>Lton, s» aus ihrem heiligen Buch, Shaster genant, genommen worden.

(6;. B ) Bey diesen perstscken Namen und der- te unserer Aussprache der Buchstaben gemäßer wer-,selben Auslprache mus der Verfasser § zr, (k) gege- den.

bene Erinnerung beobachtet werden, nach - welcher (66. B.) Von dem alten mdianiscken Lehrbegrisdas y anstat unlers j, das shanstat unsers sch gesetzt in Absicht der Schöpfung siebe Hrn. Druckers lull.worden, durch welche geringe Veränderung die Wor- pbil. r. i x. 190 lg. und sonderlich x>. ro;. roS. ro8.