Band 
Erster Theil.
Seite
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dritter Abschmt.

§. 80.

Obwol die Chinestr seit geraumer Zeit fast durchgängig mit beu ungöttichen Mek- Meinung der«Unzen, deren wir oben gedacht, angesteckt worden: so ist doch indessen gewis, daß diese!- Chineser.den, ehe die Abgötterey in China die Oberhand bekommen, einen einigen Gott oder höch-sten, ewigen, almächtigen Geist vor den HErrn Himmels und der Erden, den Beherscherund Regierer aller Dinge, erkant haben, den sie unter dem Namen Ghang ti verehret.

Allein, diese Meinung wird jeßo nur von sehr wenigen und gutgearteten angenommen«').

Diese glauben, daß ein Chaos der Ursprung aller Dinge gewesen, woraus GOtt alles her-vorgebracht habe, was zur Körperwelt gehöret. Sie theilen aber dasselbe in zwey Grund-westn ein: das eine nennen sie Ich, welches verborgen oder unvolkommen bedeutet; dasandere I>ang, so volkommen oder offenbar bedeutet. Diese zwey Princip!« sollen nun durchihre Vereinigung vier Bilder oder Zeichen hervorgebracht haben, welche die vier Elementevorzustellen scheinen; woraus acht Gestalten oder Symbol« entstanden, die gewisse alge-gemeine Dinge vorstellen sollen, worauf die Erzeugung und der Untergang aller Dinge be-ruhet, und welches der Himmel, die Erde, der Donner, die Berge, das Feuer, die Wol-ken , das Wasser und der Wind gewesen. Nachdem nun dieselben sich wieder miteinanderVereiniget, so seyn daraus vier und sechzig Symbol« entstanden, wodurch die zur Welt er-forderte Anzal erfüllet worden; worüber sie viele geheimnisvolle Gelehrsamkeit vorgeben.

Sie behaupten ferner, der Himmel sey zuerst vollendet worden, darnach die Erde, woraufdie Gcnii oder Geister, und nach denselben das menschliche Geschlecht erschaffen worden.

Ihrer Erzalung nach sol der erste Mensch, den sie puonclr nennen, aus dem Chaos alsaus einem Ey erzeuget seyn, wovon die Schale zum Himmel worden, das Weisse zur Luft,der gelbe Dotter aber zur Erde. Andere aber sagen, daß der erste Mensch aus einer ge-wissen Wüste gekommen, sein Ursprung aber unbekant sey

§. 8t»

Sie theilen den ganzen Zeitlauf, in welchem die Welt erschaffen worden und wie- Forhetzuntzder zerstöret werden sol, so wie ihre natürlichen Tage, in zwölf Stunden oder Zeiten ein; da- selben,von eine jede aus zehen tausend und acht hundert Jahren bestehe. In der zwölften Stun-

K 2 de,

°U-) 1,'iüorlL Linie» u. I. p. ll. Ibicl. p. IZ. 14.

sbe Oolpel in tbc llsii, bcing acoIIeäUc», vflektres Von diesen Untersuchungen sind sonderlich zu ver-ssvm tbe Protestant sml ostwr vvortsty Person? in gleichen die erste Continuation des Berichts Ser'ne LiM Inäics, wovon im Jahr 1718 der letzte Theil Mißionarien in Ostindien pag. 47 sq, und in derherauskommen, nebst der dritten Auflage der beiden siebenten Lonrinuarion pag. zz8 sq. sq. Inerstem. Es sind dieselben r erster» Theile und auch dem Auszuge dieser Berichte oder den kurzgefasicndie 2 Briefe, deren Auszug aihier vvrkomt, aus der Missionsgeschichten, so im Jahr 1742 herauskom-ln Berlin herausgegebenen merkwürdigen Utack- men, wird im 1 oten Capitel des isten Theils von derrieht aus Ostindien, und deren eben daselbst ge- Religion und dem Gottesdienst der Maiabaren ge-druckten Fortsetzung genommen, diezwar in den al- handelt. Jngieichen ist in Mach. Veiß la Lro-bier zu -Halle nachher herausgegebenen ausfürli- ;e bist. llu cbristianisine stes Incies ii„ 6 p 424-chcn Berichten der Mifiionarien aus ^Ostindien zoo von eben diesem Lehrbegrif und Gottesdienstficht angetroffen werden: indessen ist die Vorfiel- Nachricht enthalten, so ausser den anderweit gedruck-!fug des malabacisckien Heidentums und ihres ten Schriften aus einem ziegenbalgischcn Aufsatzrrhrbegrifs vom Ursprung der Welt, in gedachten genommen, und mit geierten Anmerkungen von demfchssürlichen Berichten ebenfals, ja noch volstän- Ursprung dieser Meinungen und Gebräuche erieutertMrr und zuverlaßiger anzutreffen; indem milder worden. In des Hrn. Abt Mosheims äill'ert. cie?oit die Kenmis der Sprache und Einsicht in den crcat. ex nibüo wird §. 24 von den alten India-oramanisclxn Lehrbegrif zugenomnien, daher die nern, und tz.r-: von den nemrn p. 988 -09« erwiesen,

^sten zicgenbalgisU-cn Nachrichten des Jahrs 1706 daß ihr Lehrbegrif keine eigentliche Schöpfung dervon ihrem Verfasser selbst nachher verbessert worden. Welt aus nichts enthalte.