Band 
Erster Theil.
Seite
76
JPEG-Download
 

-6 Einleitung zur algemeinen Welthistorie

de oder um Mitternacht sey der Himmel erschaffen worden; die Erde um Ein Uhr oder eineStunde nach Mitternacht; der Mensch aber um die zweite Stunde. Ihr Keiftr Za seyum sechs Uhr oder in der Mittagsstunde erschaffen worden: die Zeit aber, worin wir jeßo le-ben, sey die siebente Stunde; wiewol andere seit der Erschaffung der Welt viel mehrereJahre zälen. In der neunten Stunde sol, ihrer Meinung nach, eine grosse Unordnung undVerwirrung in allen Dingen, grausame Kriege, Empörungen in Königreichen und alge-Meine Landplagen bevorstehen, bis endlich alle Dinge in das Chaos zurücke gekeret, woraussie anfänglich entstanden (^).

§. 8 -.

Meinung der Man findet auch sogar unter den Iapanescrn (62) einige, so diese Warheit derZapaneser und Schöpfung der Welt glauben, und von ihrem Gott Amida höhere Begriffe haben, als dercaner* ^"' gröste Haufen derselben. Denn sie sagen, er sey unsichtbar und von der Natur der Ele»' ' meme verschieden, auch vor der Erschaffung Himmels und der Erde bereits dagewesen;

ohne Anfang und ohne Ende; alle andere Dinge seyn von ihm erschaffen worden; seinWesen gehe durch Himmel und Erde und noch viel weiter; sey in keinen Ort eingeschränkt;

erhal-

L» libro 8'inlco <le b^LNirs ibtit. P. >Z.

(68. B .1 Die ganze hier erzälte Vorstellung desüiinefischen Lehrbegrifs vom Ursprung der Welk, be-ruhet auf den Auslegungen der berümten Figurendes Lo hi, so die Lhineser I? king nennen und fürihr ältestes und ehrwürdigstes Lehrbuch halten. Wel-ches in du -Halde äestript clc Is Ltnne tom. 2 p. Z44zrz nebst der Erklärung Lonfucii angetroffen wird.Denn ob man gleich diese Blider oder Striche langenicht verstanden, die vom Leibnitz auf eine sehrscheinbare Weise als eine Vorstellung der dpadisoyenRechnung angesehen worden: so hat man doch nach-her, sonderlich von Lonfucii Zeiten an, diese 4 Ar-ten von Figuren, die 2 Grundfiguren-- yang

und- ya, die 4 nächsten daraus zusammen ge-

setzten Figurendie 8 folgenden,deren jede aus einer zfachen Verbindung dieser gan-zen und halben oder durchbrochenen Striche bestehet,und die 64 lebten, so eine 6fache Verbindung dersel-ben enthalten) vor eine Vorstellung des Ursprungsaller Dinge gehalten. Welche Erklärung dergestaltbeschaffen ist, daß dabey nicht die geringste Spur ei-ner unmittelbaren Wirkung GOttes angetroffenwird, obgleich die Meldung des Gchang ti, das ist,des Himmels oder der Natur oste genug vorkomt.Von den neuern Schülern Lonfucii ists wenigstensunleugbar, daß ihre Erklärung des ^ king alle Din-ge aus dem Tai ki, der ersten ursprünglichen Mate-rie, und dem Li, derGestalt derselben, ohne die gering-ste Wirkung GOttes herleiten; wovon gedachten duHalse tom. g p. z;. Z7 lg. zu vergleichen ist. Sol-le es demnach gleich erweislich seyn, daß die älternLhineser und Lonfucins, nebst einigen seiner An-hänger in den neuern Zeiten, durch tzchang ti nichtdie NMur, sondern ein geistliches allervolkommen-stes Wesen oder den höchsten GOtt anzeigen wollen:so ist doch höchst warscheinlich, daß dieser richtigste

und beste Theil solches Volks eine ewige Materie,wo nicht gar eine unendliche Reihe und beständige Fol-ge des Entstehens und UutergehenS der Welt, folglichkeine eigentliche Schöpfung glaube. Wovon nochdes Hrn. Abt ^ssosheims creationeex ni-Kilo §. -2. p. 98t - 98? nachgesehen werden kan.

(69. B.) NachRänipfer» ausfürlichem Berichtvon den gottesdienstlichen Lchrbegriffe», so sich in Ja-pan ausgebreitet, liiik. cin ^spon liv. t. r p. 17; - ri?sind dieselben von dreifacher Art. Der älteste Gö-tzendienst dieses Volks, Simon oder Sinshu, auchRamimitsi genant, das ist, Anbetung der Rami,enthält die ungereimtesten Fabeln vom Ursprungder Dinge, da alles aus dem Lhaos hergeleitet wird,sowol die Zeugung der Geister und Götter, als endlichder Menschen, s. pag. 179 ingleiche» p.84lq. Diezweite Art des Gottesdienstes wird Dudsdo, dieVerehrung fremder Gotheiten, oderLoroke genant,und ist die schon oben beschriebene Lehre Sche kia§. 5 ^- die noch weniger eine eigentliche Schöpfungverstattet. Da nun Amida eine Gotheit dieserPartty ist, der Vorsteher des Himmels und derGlückseligkeit, sonderlich nach dem Tode: so istleicht zu erachten, wie wenig diese angefürte Lobes-erhebungen des Amida hinreichen, eine von diesemVolk geglaubte eigentliche Schöpfung zu beweisen-Der dritte Lehrbegrif, Siuro, ist oder neuern Welt-weisen unter ihnen, so Lonfucii oder Roosi Mei-nungen, nach feiner jetzigen neuern Anhänger Ausle-gung annemen, und keine weitere Gotheit erkennenals die Natur oder den Himmel, ren.- unter welchenzwar einige ein geistliches Wesen als Regierer allerDinge, nicht aber als Urheber und Schöpfer dersel-ben, zugeben sollen p. 2i 6 sq. ingleichen die mouher-Mische älL äe crcst. §. rz p. 957