Band 
Erster Theil.
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77
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dritter Abschnitt 77

«ehalte und regiere alles; er sey unbeweglich, unkörperlkch und ohne sichtbare Zufälligkeit,wodurch er mir leiblichen Augen gesehen werden könne. Und diesen Gott halten sie in grosssen Ehren, als die beständige Quelle alles Guten *). Verschiedene americamsthe Völ-ker haben eben diesen Glauben einer Schöpfung beibehalten; wovon manche Exempel an-gefüret werden tönten: weil aber ihre Meinungen von dem Ursprung der Dinge wenigmerkwürdiges enthalten; so wollen wir, Weitläufigkeit zu vermeiden, dieselben übergehen.

§. 8z.

Ohne Zweifel wird der gröste Theil unserer Leser einige der bisher angefürten Mei- ^ Anmerkungwmgen vor höchst abgeschmackt und ungereimt halten; allein, ehe dergleichen Urtheile gefällst "ber dwse mei-werden, wird jederman ersucht, die Unvolkommenheit der Weltweiöheit in den ersten ZeitenZu erwogen, nebst der sehr alten Gswonheit sowol der Griechen als Barbaren, ihre wah-««Lehren, sonderlich die den Ursprung der Dinge betreffen, in eine Decke von Bildern, Rä»h-ln und geheimen Deutungen einzuwickeln und zu verhüllen "). Daher verschiedene Din-3« M den angefürten Meinungen, die fremd und fabelhaft aussehen, vieleicht die grosse Ver-achtung nicht verdienen, die bey jederman unausbleiblich erfolgen mus, der sie im gemeinenUnd buchstäblichen Verstand nimt Vielei'chk ist es uns auch bey der grossen Entfer-

nung der Zeit gar nicht möglich, einige erträgliche Erklärungen davon zu geben. Daherhaben wir dergleichen Untersuchungen beiseitegeseht, und uns in die blosse historische Erzä-lung derselben eingeschränkt.

§. 84»

Wir kommen nunmehro auf die einige ächte und urkundliche Nachricht von der Historie derSchöpfung, die uns Moses hinterlassen, welche alle Merkmale der Warheit und Glaubwü» schöpfunqnaä,digkeit mit sich füret, wenn man sie auch nur als eine menschliche Arbeit, und von der götlichenEingebung abgesondert, anstehet. Sie besteht aber darin C'):

Im Anfang schufGOtt Himmel und Erde ^). Die Erde war nach ihrer unmkttelba-Schöpfung eine Zeitlang eingemischtes, finsteres, flüßigeö und ungebildetes Chaos oderblasse von Materie ^), so GOtt in einer Zeit von sechs Tagen in Ordnung und zur ge-gentvärtigen Einrichtung gebracht; indem sein Geist über der Oberfläche des Wassers oderflüßigen Materie geschwebet und gebrütet, dieselbe durch seinen Einflus zu bewegen.

Das allererste, so zum Vorschein gekommen, war Licht; dessen Absonderung vonder Finsternis die Verrichtung des ersten Tages gewesen ^).

K g Darauf

r) .-Ipuä ic'ir.k-rum in cklliL Muürz» p. 14,. Siehe -t- namra v-orum c. vlr.

5. p. ;;6. -trcbsevl. t., I. x. 89- > Mos. 1,1. idici. v, r.

</)v Z 4-5-

B.) Bey der ersten Erfindung und Einfü- begriffen geschehen, erweiset, daß die Warheiten,^Ung solcher Fabeln und sinbildlichen Vorstellungen so dadurch vorgestellet werden sollen, darüber ver-gewisser Lehrsätze ist diese Absicht wol begreiflich, und dunkelt, verdrängt, ja selbst mit diesen gemiSdeute-einiger Entschuldigung der Erfinder gelten, ten Erdichtungen bestritren werden. Und drittens,-indessen ist doch unstreitig einmal, daß von diesem daß bey diesen Lehrbegeiffen, nach Absonderung allesMißlungenen Versuch der Auöbreitnnq undFortpflan- sinbildlichen und zur Schale der »«eigentlichen Vor-tung der Weisheit, Pauli Ausspruch genau zutref- stellung gehörigen, viel Zrtum und Ungereimtheit zu-»nd durch die That bestätiget werde, Röm. r, rück bleibe.

50 - Lr. rz. Zweitens, daß die Beibehaltung einer (71. B.) Weil die Verfasser im folgenden diesen

i-chrart und gewisser Vorstellungsmittel oder Erkent- Auszug der Schöpfungsgeschichte Most« weiter"Zeichen strafbar werde, wenn die Ersarung auf so ausfüren: werden einige Stücke desselben alsdennunleugbare Weise, als bey diesen heidnischen Lehr- füglicher erleutert und geprüft werden können.