Band 
Erster Theil.
Seite
81
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dritter Abschirrt. 8i

der die Grundstücke aller irdischen Körper enthalten; und zwar auf folgende Weife: Er nimtan, daß die allererste Veränderung, die etwan vorgehen mögen, darin bestanden: daß sichdie schweresten und gröbesten Theile gegen die Mitte der ganzen Masse gesenkt; welche er.als den Mittelpunkt der Schwere angesehen; da sie denn mehr und mehr zusammengedru-cket worden, stufenweise verhärtet, und die innern Theile der Erbe ausgemacht. Der Ueber-reft der Masse, der oben geschwommen, habe gleichstes aus dem Grunde der natürlichenSchwere in zwey besondere Arten von Körper abgetheilet werden müssen; davon die einestüßig gewesen, wie Wasser; die andere flüchtiger, wie Luft. Indem die leichtesten und wirk-samsten Tbeile sich nach und nach von den übrigen losgearbeitet, aufwerts gestiegen, undweil sie Bewegung genug gehabt sich im Fluge zu erhalten, in diesem ofnen Raum herum-geflogen, und daselbst den Körper ausgemacht, den wirLuft nennen: da hingegen die andernTheile, die gröber als diese gewesen und eine schwächere Bewegung gehabt, nicht von einan-der abgesondert aufsteigen können, daher sich zusammen auf einen Haufen unter der Luft ge-setzt, auf den eigentlichen Körper der Erde, und nicht allein das eigentlich so genante Was-ser ausgemacht, sondern auch den ganzen Haufen der fleißigen Körper, die zur Erde gehören.Daß es zwey Arten irdischer flüßigcr Körper gebe, theils öhlige und leichte, theils Magereund irdische, wie gemein Wasser, welche sich natürlicher Weise von einander absondern,wann sie stille stehen; daher die öhligen und leichten Theile dieser Masse sich über die an-dern erhoben und oben geschwommen. Ferner gibt er vor, die Luft sey noch dick, grob undfinster gewesen, der vielen irdischen Theile wegen, die darin noch geschwommen, nachdemdie gröbern niedergesunken, die ihrer Schwere halber solches geschwinder gethan. Danun diese kleinere und leichtere Theile, so anfangs zurücke geblieben, sich auch senken müssen,aber langsamer und in mehrerer Zeit; in solchem Herabsteigen aber an die öhlige Feuchtig-keit gekommen, über der Tiefe oder dem gesamleten Wasser: so habe dieselbe sie verwickeltund ihr weiteres Herabfallen gehindert; worauf sie daselbst mit diesem fetten Wesen ver-menget worden, und eine Art von Schleim, oder fette, saftige und leichte Erde ausgemacht,die über der Fläche der Wasser ausgebreitet gewesen. Daß diese dünne und zarte Schalevon Erde nach und nach zugenommen, nachdem die kleinen irdischen Theile, so in der Lustgewesen, daselbst anlangen können; indem einige einen langen Weg aus den obern Gegen-den gehabt, andere aber sehr leicht gewesen, folglich lange auf und nieder geflogen, ehe sießch losmachen und herab sinken können. Nachdem sie aber endlich alle daselbst ankommen,Und sich mehr und mehr mit der öhligen Feuchtigkeit vermenget: haben sie dieselbe ganz ein-gesogen und sich einverleibet, wodurch sie steifer und vester geworden, daß sie mit derselbeneinen Körper ausgemacht. Welches denn die erste veste und dauerhafte Substanz gewe-sen, so über der Fläche des Chaos entstanden, und endlich eine wonbare Erde geworden,dergleichen die Natur vorgehabt. Und eine solche Erde, meinet er, müsse allen Absichteneiner angehenden Welt gemäö seyn. Denn was könne wol ein bequemerer Pflanzgartenvor Gewächse und Thiere seyn, als ein Feld von solcher Art und Bildung, so aus einer zar-ten rind leichten Erde bestanden, die mit gutem Saft angefüllet, auch ohne Wiederstand ge-wesen gegen die Wirkung der Sonne, oder was vor andere wirkende Wesen der Urheberder Natur zur Hervorbringung der Dinge auf der neugemachten Erde verordnen mögen;die also den alten Beschreibungen des ursprünglichen Schleims und Landes volkommen ge-mäs ist.

AW.H.i Theil.

L

§. YO.