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Einleitung zur algememen Welthistorie
§- do. !
Fortsetzung Aus dieser Art der Bildung der anfänglichen Erde ist leicht zu begreifen, wie ihre allst i'«selben. fere und innere Gestalt müsse beschaffen gewesen seyn. Der äusseren Gestalt nach mus diese!'
be glat, eben und gleichförmig, ohne Berge und ohne Meer gewesen seyn. Die innere Ge-stalt hat aus mehrern Gegenden und Lagen bestehen müssen, deren eine die andere in Denthalten, als Kugeln um einen und eben denselben Mittelpunkt, oder als wären die versW'denen Elemente eins über das andere herumgeschlagen und gelegt worden; dabey das Was'ser gänzlich unter der obern Schale der Erde verschlossen gewesen, die ein verwundernswür-diges Gewölbe ausgemacht, das über der Tiefe gehangen, und durch nichts als seine eigeneSchliessung und Zusammensiignng getragen worden ')-
H.
Beweis der- Um nun eine so neue und fast erstaunliche Vorstellung von der Gestalt der anfängli'
selben. chen Erde scheinbar zu machen, und zu erweisen, daß dieselbe von der gegenwärtigen müsseunterschieden gewesen seyn; bemühet er sich zu zeigen, daß, wenn die Welt immer die jetzig« >Gestalt gehabt hätte, sie keiner algemeinen Überschwemmung würde fähig gewesen seyn,als welche unmöglich bewerkstelliget werden können ohne eine so unendliche Menge Wasser,als sonst weder auf den Erdboden gebracht, noch auch von demselben wieder weggeschaft wer-den können k); ingleichen, daß das Chaos, als ein stößiger Körper, sich natürlicher und not-wendiger Weise mit einer gleichen und glatten Fläche habe setzen und bilden müssen, derenTheile an allen Orten gleich weit von ihrem Mittelpunkt entfernet gewesen, nimmermehraber mit einer so unterbrochenen Oberfläche, als unsere Erde hat; auch unmöglich die Hölen,Klüfte und ungleiche Löcher, so sich in derselben befinden, nachamen können «). Und die-se Gründe begleitet er mit Auösprüchen der Schrift, als welche ganz deutlich einen Unter-scheid zwischen der Gestalt und Beschaffenheit der ersten und gegenwärtigen Welt anzei-ge; vermöge dessen jene des Unterganges durch eine Sündstut fähig gewesen, so wie diesedem Untergänge durch einen Brand unterworfen sey "): ingleichen durch verschiedene Stel- ilen, in welchen die Bildung der ersten Welt vor der Sündstut beschrieben zu seyn scheinet ^als gegründet und bevestiget auf den Wassern *), und als in der Runde über der Fläche der >Tiefe gewölbet ?), nach deren Gleichförmigkeit, bey der Erneuerung oder Wiederherstellung !der Natur in ihren ursprünglichen Zustand, die neue Erde ohne Meer erscheine Wozu ser das Zeugnis der alten Ueberlieferung, daß die Welt eiförmig gewesen, beifüget: welches lvon derselben anfänglichen Erde allerdings wahr gewesen, nicht nur in Ansehung ihrer äus- lfern Gestalt, sondern auch der innern Beschaffenheit; indem die innersten Theile derselben ^durch das Gelbe des Eies, die äussere Gegend derselben durch die Schale, de/Abgrund derWasser aber durch das Weiße im Ey, gleich unter der Schale, vorgestellet worden ")«Die Art, wie seiner Meinung nach diese Erde mit Wasser versehen worden, sol alsdenn ge-meldet werden, wenn wir den Zustand der Erde vor der Sündstut genauer werden zu erwö-gen haben.
Anmerkungenüber diese Mei-nungen.
§. 92»
Es find gegen gedachten Lehrbegrif dieses berümten Mannes mancherley Einwürfe !
gema-
l'keorlL 1HIuri§dlb. 1, c. d>d.S.c.z.
«)>biö.c.q. ^)rpcrr.z,5-7. -)Ps.r4,r.iz6,6.
Ikevr/ l-, 1. c. 5. »r HUur. D>evr, sscr. I. L, c. 10.
1'lieoriL lell. lad. i.c.S-
rO Spruch«,,8,27. -) Gffenb.-I/''