Band 
Erster Theil.
Seite
83
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dritter Abschmt. ,8Z

^ gemachst worden ("): als, baß seine eigene Geftße der natürlichen Schwere sein ganzes Ge,l bände über den Haufen werfen. Denn wenn sich alle Körper nach ihrer UnterscheidungS.schwere setzen; so müsse ganz notwendig die Erde, weil sie schwerer ist als das Wasser, sichdem Mittelpunkte mehr nähern; folglich die ganze Kugel vom Wassr bedecken lassen. In-gleichen, daß sein vorgegebenes Fet oder öhlige Feuchtigkeit, die irdischen Theile bey ihremHerabfal aufzufangen, eine sehr schwache Erfindung sey; weil Oehl, oder sonst einige andereflüßige Materie, unmöglich eine so unermeslich schwere Last tragen kan. Ferner, daß er oh-ne die gern,aste Ursach die erste Welt der Wohlthat und Vortheile eines Meers, der Bergeund Mineralien beraubet »). Das gröste Unglück aber ist, daß eine so zusammenhän-gende und verwundernswürdige Vorstellung in verschiedenen Stücken mit dem Buchstabender heiligen Schrift nicht übereinstimmen wil, bey der er sich in manchen Stellen grosse Frei«heit genommen; indem er vorausgesetzt, daß die götlichen Schriften nicht allezeit so buch-stäblich und eigentlich verstanden werden mästen, wie man gemeiniglich bisher geglaubet (").

Denn

Vlc!.oevc. k-urnetr l'jieorx,

B ) Von dieses Thomas Bnrnets Leben istin Hrn D- -Heumans Kill. pkll.tom. z p, 4 Z 4 lcg.Wüh. Worcons Aufsatz nachzusehen. Die Ausga-ben, Übersetzungen, auch vorncmste Wiederlegnngenseiner Theorie sind in Labricii tyll. scripr.gui ve-rn-k-s reüz. ckrilk. Eruernnt, csp. l z p. z6; anzu-treffen. Unter den hier angefürten SchwierigkeitenMUS die Unmöglichkeit des Tragens der obern Erd-kugel von dem darunter befindlichen Wasser und Oehl,nur auf die anfängliche Samlung der nach und nachdarauf gefahren irdischen Theile eingeschränkt wer-den ; als welche den hydrostatischen Gesehen desGleichgewicht und der Bewegung stößiger Körperallerdings zuwieder laust: indem es nach der einmalgeschehenen Schliessung und Befestigung dieses Ge-wölbes keines Tragens bedarf. Ausser dem aber be-kvMt diese ganze Vorstellung des Ursprungs der Erd-kugel, wann sie auch, allein betrachtet, noch scheinba-rer wäre als sie ist, unauflösliche Schwierigkeiten,durch Vcrgleichung derselben mit dem übrigen Welt-gebäude. Denn da die übrigen grossen Weltkörpervorher schon dagewesen seyn sollen, die ohne Zwei-fel nach eben denselben Bewegungsgesetzen entstan-den seyn müssen: so ist unbegreiflich, sowvl woherdie Materie und das Chaos gekommen, worausUnsere Erde geworden, oder warum diese Bewegungderselben nicht eher vorgegangen; als auch, wie bei-der ganzen langwierigen Zusammensetzung der Erd-kugel aller Druck und Wirkung der.benachbartenWeltkörper, und der durch sie bewegten Luft auf die-selbe, gehindert werden können. Indem eine gänz-liche Beiseitsekung des Verhältnisses unserer Erdegegen andere mit derselben unleugbar verbundeneWeltkörper, bey diesem Vortrage geschiehet, und einevöllige Absonderung derselben und des zu ihrer Bil-dung angenommenen leren Raums von den benach-barten Gegenden erdichtet wird, die den unwieder-sprechlichstm Erfarungen der Nattmehre zuwiederiänst.

(74 B ) Bey diesen Gründen Burnets, denWortverstand der mostrrsthen Schöpfungsgeschich-ten zu bestreiken, ist theils eine unleugbare Verwech-selung höchst verschiedener Dinge geschehen, theilsmanch unrichtiges Vorgeben und falscher Schlus an-gebracht worden. So ist der eigentliche Verstanddes Buchstabens mit dem Wortverstande nicht einer-ley, indem der letztere den ««eigentlichen sowol alseigentlichen unter sich begreift. Angleichen sind un-eigentliche, siuliche, optische, und menschliche oderanthropopathische Vorstellungen, mitunrichtigen,falschen und irrigen nicht zu verwechseln. Daß un-eigentliche Bedeutungen von Worten und Redens-arten, sinliche Ausdrücke, optische und menschlicheVorstellungen in der Schöpfungsgeschichte Most«vorkommen, wird von den Vertheidigern des Wort-verstandes derselben nicht geleugnet: dergleichen!»den Ausdrücken des Sprechens und Sehens GOt-teS. in der Benennung des Monden mit dem Na-men eines grossen Lichts, der Regierung des Ta-ges und der Nacht von der Sonne und dem Mond,gern zugegeben werden; ohne daß dadurch der Wort-verstand der ganzen Eczälimg wegfalle; indem ohn«bis Hülfsmittel nicht leicht eine, sonderlich fasliche undlebhafte, Erzäiung möglich ist. Nicht weniger mu«eine philosophische Erklärung und genaue Vorstel-lung der völligen Möglichkeit oder Begreiflichst derArt des Entstehens einer Sache und Begebenheit»von der wahren hinlänglichen und notdürftigen, auchjederman faslichen Vorstellung und historische»richtigen Erzälung derselben unterschieden wer-ben. Die erstere hm Moses nicht ertheilet; dar-aus aber nicht folget, daß es seinem Berichtauchander letztem feie. Ueberdis ist theils unbegreiflich,wie der Wortverstand einer Schrift in moralischenWarheiten vor glaubwürdig und verbindlich zu hal-ten sey, deren Unrichtigkeit in natürliche» Dingenzugegeben wird: theils unerweislich, daß die Schreib-art der Schrift in Erzälungen von der gemeinen ArtL - zu