Band 
Erster Theil.
Seite
88
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88 Einleitung zur algcmemen Welthistorie

frisch mit Saft und Feuchtigkeit angefüllet gewesen, als der ursprüngliche Schleim, durch denAufgang der Sonne die allerbequemsteZeit bekommen zum Hervorkeimen der Gewächse undWachstum der Bäume, Kräuter und Pflanzen; wozu die neun bis zehnmonatliche Gegen«wart der Sonne eine sehr bequeme und natürliche Witterung verschaffet °).

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Whistons Das vierte Tagewerk hat in der Stellung der himlischen Körper, der Sonne, desviertes tage- Mondes und der Sterne am Firmament, bestanden; oder darin, daß sie auf der Fläche der

' Erde sichtbar und merklich worden, auch ihre verschiedenen Wirkungen auf derselben ange«wiesen bekommen. Denn obwol das Licht der Sonnen bereits am ersten Schöpfungstageeinigermassen in die Atmosphäre eingedrungen, und in den folgenden einen sehr starken Ein«flus in dieselbe gehabt; so kan doch auf keinerley Weise behauptet werden, daß der Körperderselben-nuf der Erden, dieselbe Zeit hindurch, solte sichtbar gewesen seyn. Wie denn selbstnoch heut zu Tage die Lust oste so trübe ist, daß man die Sonne selbst nicht sehen kan, obwir gleich zu eben derselben Zeit die Kraft und Wirkung derselben, in der beständigen Her«vorbringung natürlicher Dinge, gar merklich empfinden. Nachdem aber der vierte Schö«pfungötag angebrochen, und die Sonne etwa zwey oder drey Monate unter dem Horizoutgewesen: haben die Dünste, die den vorigen Tag in die Höhe gestiegen, nieder auf diede herabfallen müssen, und ehe es völlig Tag geworden, die Lust in der grösten Klarheitund ersinlichsten Heiterkeit lassen; welches denn verursachet, daß man anfänglich den Mondund hernach die Sonne auf der Erde eigentlich und genau sehen können. Dieser vierteTag ist demnach die eigentliche Zeit gewesen, in welcher diese himlischen Körper sichtbar wor?den; die, ob sie gleich vorher schon da gewesen, doch bis dahin einem Zuschauer auf dem Erd«boden gänzlich fremd und unbekant geblieben. Da denn die ganze leblose Welt mit ihre»Gewächsen vollendet worden. Womit die Ueberlieferung der Chineser ?) auf Lormosaund andern benachbarten Jnsuln übereinkomt, welche melden, daß die Welt, da sie erschaffestworden, ohne Form oder Gestalt gewesen, durch eine ihrer Gotheiten aber in einer Zeit vostvier Jahren zur völligen Volkommenheit gebracht worden §).

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Desselben Die Hervorbrkngung der Fische und Vögel, samt dem zur Fortpflanzung ihnen ertheil«wer?^ ten Segen, ist das Werk des fünften Schöpfungstages gewesen. Wozu sich dieselbe Zeitauch sehr wohl geschickt. Denn nachdem unsere Erdkugel nunmehr zum Aufenthalt schwürt«mender und fliegender Thiere bequem geworden; die Luft sich auch dergestalt aufgeheitert,daß sie von der völligen Sonnenhitze, so zur Zeugung solcher Geschöpfe nötig gewesen, durch«drungen werden können: so sind die Samen oder kleinen Körper der Fische und Vögel, stim Wasser oder einem demselben sehr änlichen fetten und fruchtbaren Schleime enthalten ge«Wesen, der erfreulichen Sonnenwärme theilhaft geworden, nebst dem beständigen Zuschubeiner gelinden und gleichen Hitze von unten; ohne weder durch eine schnelle Veränderungder Luft von Winden, noch durch Ebbe und Flut, so bey den damaligen kleinen Seen uistvor dem Entstehen der täglichen Herumdrehung der Erde nicht vermerkt worden, jemalsgestoret zu werden. Wodurch denn solcher Same in Kraft des götlichen Segens fruchtbarworden, und eine zalreiche Brüt schwimmender und fliegender Art entstanden, so diese beidest

flüßigest

») l'keorr dib, p. zro, §>; ^> 4 . Lbilienüspari. r.x. 46. 1) Ikeor, vvi

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