Band 
Erster Theil.
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Ciillatuttg zur algemeinen Welthjstorie

ohne Uebemlung, wenn man erkennet, daß sich ein almächtiges Wesen damit beschäftigethat -) (").

§. 101 .' ^

Vorstellung Es wird demnach nicht undienlich seyn, mit Beiseitseßung aller Hypothesen eine solche !

der mosaischen Erklärung des Ursprungs der Welt vorzustellen, die beides der Vernunft und dem Wort«schüpftmg. verstände der Schrift am gemässesten sey. Da es denn überhaupt scheinet, die mosaische

Schöpfung müsse weder auf die ganze Welt auögedenet, noch auch anderntheils auf unsers >Erdkugel eingeschränket werden. Daher die mitlere Meinung, daß sie auf unser Son«uengebäude, und zwar allein, gehe, wol die warscheinlichste ist, um der grossen Aenlich«keic und gegenseitigen Verhältnis der dazu gehörigen Planeten willen, mit und gegen ein«ander, und um ihres gemeinen Mittelpunkts und Lichts willen. So daß, obgleich der Ge-schichtschreiber in seiner ganzen Erzälung vornemlich auf die Erde gesehen, dennoch gnugsa«mer Grund dasey, zu vermuthen, daß die übrigen planeren auf eben dieselbe Art, wie un-sere

Vill. K»/r Lemsklcs or> U5r. zVlüüonr lA-or)-.

(7Z.B ) Von wilh. Mbistons Leben undSchriften ist Hru. Ernst Luvrv. Rathlefs 4terder Gesckickre jetztlebcnver Gelerten S. r8z-424 nachzusehen, alwo von S. ein aus-

fürlich Verzeichnis der verschiedenen Äuflagen,Ueber-sehung, Wiederlegungen und Vertheidigungen dieserTheorie ver Erven angetroffen wird. DethlevLluvers Geologia oder natürlicke Wissen-schaft von Erschaffung und Bereitung VerErV-kugel.Hamb. 1700, istniehrenthellsaus whistonsSchrift genommen. Dann ob er gleich in einigenStücken, sonderlich in der erst nach dem Sünden-fal entstandenen täglichen Herumdrehung der Erden,von demselben abgehet: so ist doch die Hauptsache,ja selbst der Vortrsg fast ganz beibehalte» und über-seht worden. Daher Auch. Grapii lliss. lle seoio-L» contra Oetl>!. Lluucriim, wovon in der melhor-niscken gründ! Erklärung der heil. Schrift imLZ St. des lsten Bandes pag. 24L-L48 ein Allszugvorkamt, zugleich eine Wiederlegung der wyiston-schen Meinung ist. In eben desselben Graputlieol. recens contra», tow. L wird p. iv die ge-samte Erklärung der Schöpfung aus mechanischenBewegnngsgesetzen, und insonderheit die cartesia-nifcke bestritren. Was diese Vorstellung des whi-stons betrift: so ist zwar an dem, das! dieselbe diemeisten Schwierigkeiten der burnetschen Meinungvermeide; hingegen aber auch unleugbar, daß sietheils viel neue Unbequemlichkeiten und unauflösli-che Schwierigkeiten verursache, theils eben soviel, janoch weit mehr von Wunderwerken und unmittel-barer Wirkung GOttes erfordere, als bey der völli-gen Beibehaltung des Wortverstandes der mosai-schen Schöpfungsgeschichte nötig ist; zu geschwei-ge!;, daß sie manches vorausseht, das weder so er-wiesen worden, noch auch vieleicht so erweislich ist,als vorgegeben wird. sonderlich in Absicht der Eo-meten. Zu den Schwierigkeiten dieser Vorstellung

gehört ausser den alhier angesäeten, daß die entsetz«liche Hitze des glüenden Kerns dieses Lometen nim-mermehr zugelassen, daß sich schon im ersten Tage-werk Gewässer darauf gesamlet, oder vorher in dennächsten Gegenden der Dunstkugel befunden, wiehier vorgegeben wird; ferner, daß in manchen Ta-gewerken, als dem andern und dritten, die Folge dergeschehenen Veränderungen umgekert werden musbey der Helste des Erdbodens, weil es nicht auf bei-den Seiten zugleich Nacht oder Tag seyn können;und endlich, daß bey dem Verhältnis dieses neuenPlaneten und seiner Bahn, gegen die Sonne, diebey allen übrigen Hauptplaneten unleugbare undaus den Dcweguugs gesehen erweisliche Herumdre-hung desselben um seine Achse nicht unterbleiben kön-nen. Die Vervielfältigung gehäufter Wunderwer-ke aber ist unleugbar, wenn man erweget, daß we-der die anfängliche Veränderung der Laufbahn die-ses Weltkörpers, noch die nachfolgende Aenderungder Art seiner Bewegung in derselben, noch die Er-haltung der verschiedenen Samen zu Pflanzen undThieren, >o in der Materie der Erden sollen seynenthalten gewesen, sowol bey diesen häufigen Ver-änderungen des Orts unter solcher Bildung der Er-de, als noch vielmehr in dem vormaligen Standedieses anfänglichen Lometen, sonderlich bey demVorubergang der Sonne, ohne unmittelbare Wir-kung der Almacht geschehe-i können. Ausser denbisher angefürten philosophischen Erklärungen derSchöpfung ist dergleichen versucht wordrn voMEdm. Dickinson in der phylics vet. et vers nacharomiftijchem Lehrbegrif; und vorher vorn Augu-bin Gaucho Eugubino in der Ooriiiopveis velsie munäsnv opisicio, expoiuione ki iuin cspitningenest», jn guil-ns cic creskione trsLlst iftotcr,k.»g(ilini darin doch mehr Delesenheit undEinsicht der Meinungen des Altertums alsKentnisder Natnrlehre angetroffen wird.