lor Einleitung zue algeineinen Welrhisiorie
vorzustellen, daß dks Geschöpf, so erzu bilden vorhabe, gegen ihn sich empören werbe, und seine»Fluch auf sie bringen: so seyn sie ohne Volbringung des gütlichen Befels zurück gekeret.Worauf derselbe den Azrail mit eben diesem Befel abgefertiget, der denselben auch ohneBedenken volzogen: daher ihn GOtt bestellet, hie Selen der Menschen vom Leibe zu tren-nen, auch um deswillen der Engel des Todes genennet werde. Diese Erde nun, die er ge-botet, sey nach Arabien, an einen Ort, so nun zwischen Mecca und Tayef liegt, gebracht wor-den; alwo dieselbe erst von den Engeln geknetet, hernach aber von GOtt selbst zu einermenschlichen Gestalt gebildet, und vierzig Tage, oder, wie andere wollen, so viele Jahre aus-trocknen lassen : in welcher Zeit dieselbe von den Engeln fleißig besucht worden; unter welche»sich auch Eblis befunden, so nachmals der Teufel worden. Dieser hab'e sich nicht begnü-get, dieselbe anzusehen,^ sondern sie mit Füssen getreten bis sie geschrien; auch da er gewust,daß GOtt dieses Geschöpf bestimmet ihm vorzusehen, den heimlichen Enkschlus gefasset, sienimmermehr davor zu erkennen °). Hernach habe GOtt dieses Bild von Thon belebet undmit einer vernünftigen Sele versehen, und nachdem er den Menschen in das Paradies ge-setzt , die Eva aus seiner Seite gebildet (^),
§. "Z.
DerPhönS- Der Phönicier Ueberlieferung nach sollen die zwey ersten Pare des menschlichenrier Meinung. Geschlechts durch den Wind Lolpias und desselben Weib Baau, welches Nacht bedeu-tet t>), hervorgebracht worden sey; das ist, durch einen holen Wind, der auf eine ungestalteMaterie gewirket. Womit nichts anders gesagt wird, als daß ein Wind, der in verschie-denen Holen einer ungebildeten Materie verschlossen gewesen, daraus den ersten Menschenhervorgebracht. Dabey die Materie die leidende Ursach gewesen, und um deswillenunter dem Bilde eines Weibes vorgestellet worden; gleichwie im Gegentheil der verschlosse-ne Wind, als die thätige und wirkende Ursach, bey dieser ersten Zeugung gleichsam den Ehe-man abgegeben s) (^)>
§. 154.'
Von der Daß'die menschliche Sele eine geistliche Substanz sey, so von der Materie,Mmschlichense-welche sie belebet, nicht abhänge; wird jederman leichtlich offenbar werden, der die KraftErun3> °^und Freiheit ihrer Wirkungen erweget, die man keiner blossen Zufälligkeit zuschreiben kan,auch die Materie, wenn sie gleich noch so gereinkget und erhöhet worden, nimmermehr her-vorzubringen vermag. Indessen ist doch gestritten worden, ob die Selen der Mensche»
den-
-) commerir. in Loranum. Siehe bIl>Notk, Orient. ?.Siehe §-!«'
k.uirNium är pr-ep. Luang. n. I c. 10. Was das Wort Lolpias und Baau anlanget, so istBocharrus der Meinung, daß das erstere eben so viel sey als: Eol-pi-yah: die Stimme des MundesGVncs. Mein solches ist miwarscheinlich, weil es ganz offenbar der Name eines Windes ist, und vonPem griechischenabstammet, welches einen holen Ort bedeutet, oder einen Busen, sowvl kleinern,als in unserm Schvvs oder Kleidern, oder grossem, als Seebusei, an dem Ufer des Meers; auch im hebräi-schen die Redensart: die Stimme des Mundes GGttes, nirgends vorkamt; anderer Ursachen nicht zu ge-. denken. Das Wort Baau verändert derselbe i» B»M, und giebt vor, daß solches die Nacht bedeute. Es
ist aber weit warscheinlicher, daß solches Mosis Bohu sey, wie Scaliger und Drorius meinen. Sieht
t?«wt>r»'/ck»^lremuicks oi»rbe lüstvrievi8,nLkuniLrkoi>p. L07. !. c.p. 029.
(89. B-) Dieser ganze Abschnit steht weitläufi- Schwierigkeit, so die Sele gemacht in den Körperger in Ge. Säle Uebersehung des Rorans, in der zu gehen und sich mit demselben zu vereinigen, wirbAnmerkung über Sur. 2 pag, 4, alwo der Ver- in Lhardins eu kerts eoiu. 2 p. 2;» er-
fasser, so mit an dieser algemeinen Historie gearbei- zält.
tet hat, diese Ueberlieferungen noch weiter ausgefüct: (92. B.) Hiebey ist tz. r6, 27 nebst den Anmer-
vcrgl. pag.228- Noch eine andere Fabel von der kungen zu vergleichen.