IO 8 Ei,Leitung zur algemeiuen Welthistorie
nahe bey dem Garten Eden geschehen seyn, als seinem ihm bestirnten Aufenthalt, wo der-selbe auch gelegen haben mag (^).
§. 121 .
Dinge, die Die Muhammedaner, die sonst von der Schöpfung der Welt in sechs Tagen ganzÄ-Svfung gb/-Ucht,'ge Begriffe haben, glauben indessen doch, daß GOtt noch vor dieser Schöpfung etwasmacht worden^ hervorgebracht habe: nemlich die Tafel, worauf ihrem Vorgeben nach seine Ratschlüsse ge-schrieben worden; die Feder, mit welcher dieselben niedergeschrieben worden; die Wasser, auswelchen sein Thron bevestiget worden; und diesen Thron selbst *). Und hierin sind sie denJuden nachgefolget, als welche ebenfals vorgeben, daß GOtt vor der Welt sieben Dingeerschaffen, nemlich das Paradies, das Geseß, die Selen der Gerechten, Israel, den Thronseiner Herlkchkeit, Jerusalem, und den Nwßias-) (^).
§. 122 .
Von erschaf- Ehe wir aber die Schöpfung gänzlich verlassen, wird man ohne Zweifel erwarten,der Engel daß wir etwas von der Schöpfung der Engel anfüren, als welche sich mit menschlichen Halt-Wirklichkeit/"^!» so auönemend beschäftiget haben, wenigstens in den ersten Zeiten der Welt.
Das Wort Engel, wenn es in seiner ursprünglichen Bedeutung genommen wird O,druckt nicht die Natur und Beschaffenheit ihres Wesens aus, sondern nur das Amt und dieVerrichtung, wozu dieselben bestimt sind, sonderlich in Absicht der Abfertigung und Unter-handlung zwischen GOtt und seinen Geschöpfen. Nach welcher Bedeutung dieselben auchDiener GOttes genant werden, die seinen Willen volbringen, auch dienstbare Geists, aus«gesandt zum Dienst, um derer willen, die ererben sollen die Seligkeit. Daß es abcr wirk-lich solche Wesen gebe, die wir Engel nennen, das ist, gewisse fortdaurende Substanzen,die unsichtbar sind und von unsern Sinnen nicht empfunden werden; an Verstand und Kraftdie menschliche Natur übertreffen; ihren Ursprung von GOtt haben; ihm auch, als dem höch-sten Wesen, unterworfen sind, und seiner gütlichen Vorsehung in Regierung der Welt nachseiner Verordnung dienen, insbesondere aber die menschlichen Händel besorgen: ist eine War-heit, die in der heiligen Schrift so deutlich bezeuget worden, daß daran im geringsten nichtgezweifelt werden kan, auch von den Juden so durchgängig erkant worden, daß es kaumzu glauben ist, daß selbst die Gadducäer derselben Wirklichkeit selten gänzlich geleugnethaben, und nicht vielmehr nur derselbenErscheinung in den spätern Zeiten verwerfen wollen;so wie manche Christen, ob sie gleich die Wirklichkeit dieser Geister nicht schlechterdings be-freiten, doch sehr entfernet sind, den häufigen Erscheinungsgeschichten derselben Beifal zu ge-ben
Siehe IM. arod. c. 9. ^ Msss-ck-t pesack m. ,) Das Wort, Engel, ist griechisch, und
bedeutet einen Gesandten; das hebräische Wort ^»sowvl als die arabischen und persischen Benennun-gen derselben, haben eben dieselbe Bedeutung. Dan- q, >; sq werden die Engel cn'i'v Wächter genant, vonchrer Wachsamkeit; um welcher Ursach willen sie auch,,, den Uederblcibseln der Weissagung, so man demLnoch zuschreibet, Egregori heißen, welches griechische Wort eben das bedeutet.
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Die allster als die warschemlichste ange- (9s. B.) Von der häufigen Uebereinstimmungfürte unbestimte Meinung, kan den beiden vorherge- der muhammedaniscken und jüdischen Fabeln isthenden nickt entgegen gesetzt werden, weil sie eben Hrn. Dav. Mills <iiss. ste uuiiiammestismo antedaher entstanden, daß manche das Paradies an die ülukammestom, und »ran» äe uuilmwmeöümo erbenanten Orte gesetzt haben. veceribus lurloeorum lcrixtis UISANL ex xsrte cvlN'
xoüto nachzusehen.