Band 
Erster Theil.
Seite
112
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ur Einleitung zur algemeinen Welchistorie

enget eines jeden, haben sie vermeinet, rüre sein Glück und Schicksal her: indem jeder Schuh'enget zum Behuf des ihm anvertrauten Menschen sein möglichstes thue; daher wann ft'mand unterliege, solches anzeige, daß die Kraft seines Schutzengels geringer sey als des E»'gels seines Gegners, oder von einer niedrigern Gattung sey, welches durch einen bloßen Zu-fal regieret werde. »Ja, daß es einige Schutzengel gebe, die andern dergestalt überlegtseyn, daß ihre blosse Gegenwart dieselben in Verwirrung setze; wie dem Augusts in AbsichtMarci Anronii begegnet ^). Und yieleicht rüret es eben daher, daß einige Leutehaben und gut reden können, in anderer Abwesenheit; in deren Gegenwart sie verwirret sindund aus aller Fassung kommen. Die Aomer glaubten, daß deren Schutzengel, so dühöchste Gewalt im gemeinen Wesen behauptet, von einer hohem Gattung seyn; daher siedenselben grosse Ehre erzeiget. Ganze Völker und Städte haben bey ihnen dergleichenbesondere Schutzengel gehabt'). Die alten Perser haben diese Verwaltung und Aufsichtmenschlicher Handel von den Engeln so vest geglqubet, daß sie derselben Namen ihren Mo-naten, auch Tagen derselben beigeleget, und ihnen verschiedene Aemter und Provinzen aus-getheilet *). Und von denselben bekennen die Juden, die Namen der Monate und En-gel empfangen zu haben, so sie bey der Rückkunft aus der babylonischen Gefangenschaftmitgebracht t); seit welcher Zeit wir finden, daß sie den Engeln verschiedene Verrichtun-gen, und insbesondere die Besorgung ganzer Reiche und Völker beigeleget; da Michaelder Fürst der Jutzen seyn sol'"), so wie Raphael für den Schutzengel der Perser ge-halten worden "). Die Mubammedaner hegen solche Hochachtung gegen die Engel,daß sie denjenigen vor einen Ungläubigen halten, der entweder ihre Wirklichkeit leugnet,oder sie nicht liebet. Sie glauben, daß dieselben von aller Sünde frey seyn, und allezeitder unmittelbaren Gegenwart GOtteö gemessen, welchem sie niemals ungehorsam sind; daßsie zarte, reine Leiber haben, die aus Licht erschaffen worden; daß unter ihnen kein Unter-scheid des Geschlechts statfinde, sie auch keiner Erquickung von Speise und Schlaf bedürft»;daß sie verschiedene Gestalten und Aemter haben ; daß einige in verschiedenen Stellung?»GOtt anbeten, andere seinen Ruhm singen und für die Menschen bitten, einige seinen Thro»tragen und umgeben, andere aber der Menschen Handlungen aufschreiben, und Hüter der-selben abgeben -)

§. 12 ?'

wart des plorini selbst erschienen seyn sol, und bewiesen haben, daß er ein Gott sey, und kein blost^Engel: woraus sogleich gedachter Prieilcr plonnozu einem so ausserordentlichen Vorzüge Glück gewü»l>

schet. in vira lNocini. >n Nnconio p. eciir. krancok. S»"

?rnc 1 -a. L> a<I Hxizrr. tkaclrinn. p. 176. ye religione vererum kerk. eap. n, -

/) Hkiiervlolymic. in N05K I>a sksna. Dan. lr, 1. ») cle reliZ. ver. ?cl>'

k- 270. 17z. o) Siehe Compenäium Ikeologiae iNuksinineäLnre Z. sonä Ne rel>gio»r

MukLmm-ygnorum.

(loa-B.) Von den verschiedenen Verrichtungen engeln einzeler Menschen alte und neue Zeugnisder Engel, in Absicht menschlicher Geselschasten, han» angcfüret, auch §. seq. Socraris GeiU»,delt Herr 2-de comment. äe snZeiiz leü. 8 csp. z untersucht. Wovon noch Gottfr. Olcariip. 77k - 84 ' ae inmliterio, <^uuä LiiZeli przeüsnt cie Aeni»8oerstis in seiner Uebersehung StanleyOeo in aäminilrratlone mnnäi et ecclesise; cap. 4 kistor. pkilos psrt. g cop. 6 p ,go fg. und Hrss!,aber üe ministerio, gnoä angeli proelkonc Komi- Bruckcrs kiltor. pkll. kam. I p. ;4Z zu vergib"nikus. werden §." Kg. von den besondern Schutz- chen ist.