Band 
Erster Theil.
Seite
115
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dritter Abschmt. ri;

Womit der Muhammedaner Meinung einigermassen übereinkamt, als welche vorge-ben, daß der Teufe!, der ehemals einer derjenigen Engel gewesen, die der gütlichen Ge-genwart am nächsten kommen, und Azazil geheißen?), des Paradieses verlustig ge-gangen, weil er sich gewegert, Adam auf GOttes Befel zu verehren und ihm zu huldi-gen. Indessen, bey was vor Gelegenheit solches auch zuerst ausgebrochm *), st, schei-net der Hochmut die Hauptsünde der Engel gewesen zu seyn"), daß sie sich auf die Vor-trefiichkeit ihrer Natur und das Ansehen ihrer Vorzüge zuviel eingebildet, und mit derZeit ihren Schöpfer st wenig geachtet, daß sie endlich eines völligen Aufrurs und Ab«falles schuldig worden §). Aus der heiligen Schrift ist offenbar, daß es solcher gefal-lenen Engel eine grosse Anzal gebe °), und daß auch nach ihrem Fal einige Ordnung undUnterwerfung unter ihnen beibehalten worden, und sonderlich einer unter ihnen als ihrOberhaupt angesehen werdender verschiedene Namen füret, Beelzebub, Satan;oder bey den Juden, Gammael; bey den Persern, Ahariman, und bey den Mu,hammedanern,Eblis. Ihr immerwarendes Geschäfte ist, nicht nur selbst Böses zuthun, sondern auch durch alle ersinliche Künste und Mittel sich zu bemühen, die Men-schen zu verfüren und zu verderben, durch Versuchung derselben zu allen Arten vonSünden, UM sie mit sich in gleichen Zustand des Elendes und der Verzweifelung zubringen.

§. rzc>.

Ausser den Engeln und'Teufeln glauben die Muhammedaner, daß es noch eine Mittelgeister.Art von Mittelgeschöpfen gebe, welche sie Jin oder Genios nennen, die von gröbererBildung seyn, als die Engel; unter welchen einige gut, andere böse, auch künftiger Se-ligkeit oder Verdamnis fähig seyn, wie die Menschen. Einige Morgenlander gebenvor, daß diese Gen« bereits viele tausend Jahr vor der Erschaffung Adams die Weltbewonet, unter der Beherschung verschiedener Fürsten, welche insgesamt den gemeinentarnen Salomo gefüret. Nachdem sie aber mit der Zeit in einen fast gänzlichenVersal geraten, st sey Eblis gesendet worden, sie in eine entfernte Gegend der Erde zuReiben und daselbst einzusperren; daß ein Ueberrest dieses Geschlechtes von dem Tanm-räch, einem alten Könige der Perser, der sich mit ihnen in Krieg eingelassen, gezwun-gen worden, in die beschrieene Gebirge von Ras zu flüchten. Von welchen Bege-benheiten und Kriegen dieselbe eine Menge von fabelhaften Heldengeschichten haben. Siegeben auch verschiedene Ordnungen und Stufen dieser Wesen an, wo es nicht vielmehrverschiedene Arten derselben seyn sollen, deren einige schlechthin Jin heißen; andere pe-ri, oder Gespenster; andere Div, oder Riesen; noch andere Tacwinö, oder Jrgei-ster -r).

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§. lZr.

» ö- relixione klud-mmeä-norurn p. ,gy. c»p. r. v. Z4- a) Siehe I Tritt. 6.

und die prächtige Verglcichung zwischen, dem Fal des hochmütigen Sanherib und be« Lucifer.Ies. >4, >-. S') Dieses ist die Meinung Lhrylostomi, Theodoren, Achanasii und anderer.

Z Dem ohngeachtet haben sich einige zu erweisen bemühet, daß es nicht mehr als einen einige» Teufelge-be. Siehe Uettrsr äe rvm. I. p. Siehe Kr-'/'e/sr Mdliorli. Orienr. k> z 6 <-, 8L0. shH,