i. Abschli. von der Erschaffung des Menschen und Lage des Gartens Eden. ny
der geringste Schein einer Schwierigkeit vorgekommen, allegorisch zu erklären; zum theil Ja^-d.w ,.aber auch von der schlechten Uebereinstimmung der Geographie Mosis und der heidnischenSchriftsteller, deren Unvolkommenheit vieleicht noch nicht hinlänglich gehoben und ergänzt wor-den, diese schwere Aufgabe aufzulösen. Was die Juden anlanget, von denen man in Dingen,die ihre eigenenAltertümer betreffen,einiges Licht erwarten solte: so sind sie in der Geographie ih-rer eigenen Bibel ganz unwissend, und sind daher in ihren Beschreibungen des Paradieses ebenso weit ausgeschweift als anders Völker: indem sie angenommen, wie Josephus und der
ganze Ueberrest ihrer Schriftsteller gethan, daß der Ganges und Nilus zwey von den vierMissen desselben seyn; worin ihnen die christlichen Kirchenväter fast sämtlich nachgefolget sind.
§. iZ7. '
Es gibt verschiedene Oerter, die den Namen Eden füren. In der Schrift finden wir VerschiedeneZwey derselben gemeldet, ausser dem in der Beschreibung Mojrs befindlichen, wo derselbe nicht orte, so EdenZar einer von den beiden ist. Einen nahe bey Damastus in Syrien r), den andern in der^gend Thelassar in Lhaldäa ^). pcolomäus sehet einen Ort, Namens Addan, in die-se letztere Gegend, lind einen andern an den Euphrat. Auch giebts ein ander Eden in Sy-rien bey Tripolis -), aufdem Wege nach Darnnftus, wo das eben angefürte auchgelegen zuhaben scheinet. Cartwright gedenket in seiner Reisebeschreibung einer Insel im Tigris ^),die seinem Bericht nach von den Leuten daherum Eden genennet werde, und ohngefär 0 zwölfMeilen von Maustl (2 ) liege. So findet man auch eine Stadt bey Tarsiis in Cilicien, dienoch jeho Adena heißet; und Aden, eine sehr namhafte Stadt an der Küste von Zarnan, oderdes glücklichen Arabiens, nicht weit von der Meerenge Bab al Mondab. Denn daEden oder Aden Vergnügen bedeutet: so ist dieser Name solchen Orten beigeleget worden, dieder Annemlichkeit ihrer Lage wegen merkwürdig gewesen, entweder an sich betrachtet, oder inVergleichung mit den benachbarten Gegenden. Und diese leßtere Bewandnis scheinet es mitdem Aden in Arabien zu haben, welches nichts außerordentliches an sich hat diesen Namen zuverdienen, als nur die Unfruchtbarkeit des benachbarten Landes.
§. iz8.
Es erhellet klärlich aus der mosaischen Beschreibung (D), so ungereimt solches auch Daß Mosiseinem gewissen gelehrten Schriftsteller vorkomt'"), daß Moses kein uneigemliches para- v^adies eindies vorstellen wollen, sondern einen wirklichen Theil unseres Erdbodens, der mit Ländern ^
und
/) änrigult. iuö. m,. l.--HP. I. F)AmoSI,s. t) 2 Bön.IY,! L. Jes. Z 7 , l».
l>. l; 5 . Siehe t>rescker- 1°i,rel5 p. 91. 95. IHbUorli. orienr. com. I. pzg. 52Ü.
m) l'keor/ rke Lartkr,, 2. c. 1. vs^ue sci ünem.
(A) Diese Anmerkung, sie mag nun richtig oder fleust um da« ganze Land chevila, woselbst espssch seyn, scheinet veranlasset zu haben, daß Ra- Golvgiebet(4). Und das Gold des Landes ist'b>gh dasjenige hieher gezogen, was in den nesto- gut; daselbst giebt es auch Bedellinm, (Ldo-^anjschen Briefen (») vorkomt, die vomMasio lab) und den Knyxstein iGhoham) (;>. Der
lateinische übersetzet worden, als woselbst nicht Name des andern Stroms ist Gihon; der ist es,
Jnstj Eden heisset, sondern nur gesagt wird, daß so das ganze Morenland (Lustb) umgiebet! 4).
Tigris ein Strom Eden gewesen. Der Name des dritten ist, -Hidekel, das fleust
gegen den Morgen von (oder morgenwerrsge-
(B) .Und GGtt der-HErk pflanzete einenGar- gen) Assyrien >Aschur). Da» vierre Wasser istgegen Morgen in Eden (2,). Und ein Strom der Euphrat (Perath oder Frar) ^ 7). (R. Diese
b^ng aus von Eden zu wassern den Garten, Beschreibung Mosis ist nach!ihrem buchstäblichenrheilete sich daselbst in vierchanptwasser lz): Verstände erleutert in öuääei bistor. kiceles. V. DNgme des ersten ist pison (Lischon), das tom. i p. 109 - mg
cslcem Lar" commeur, Ue ütukar-ulii, 264. (2) 1 Mos r, 8,
ci)v. n. (;)V.IL. t6)v.'Z. (7)v.l<.
(z) ibill. V, 1«.