122 i. Hauptstück. Die algeMemeWZelthistorie bis auf die Sündflut.
Jabrd.W.i. welches doch nötig seyn würde', diese Meinung zu unterstützen. Denn Ruhestatt ist awo.L. G.4Z05. meisten morgenwerts gelegen, oder der nordöstlichste Theil von Irak Ajami, einer gar be-kanten Provinz von Iran oder persien, in weiterer Bedeutung genommen; wie Diodo-rus und Arrianus r) berichten, welcher das Land der Cossäer zu einem Theil vonMedien machet; obgleich andere dieselben in persten setzen, und prolomäus in Susta-na. Ueberdis scheinet der Flus Phasis und Gcythien, wovon Sän son Lusch oder dieCoßäer verstehet, viel zu weit entfernet gewesen zu seyn, als daß sie dem Most hätten be-kam seyn sollen. Endlich erklärt auch diese Meinung im geringsten nicht den Flus, der dasParadies bewässert, arnd aus welchem die vier übrigen entsprungenund Reland vermei-det, daß solches gar nicht geschehen könne als durch Annemung eines unterirdischen Flusses;welche Erfindung der jüdischen Meinung eben so gut zu statten kommen würde, die vonden Kirchenvätern auch angenommen worden, daß der pison und Gihon der LIil undGanges seyn
§. 141«
Gegründetere Nach der dritten Meinung wird Eden an den' Zusammenfluß des Stroms DistMeinung. lat oder Hiddekel mit dem phrar gesetzt, der bey den Arabern Gchat al Arab, das ist,der Flus der Araber genant wird: welche Vereinigung zwey Tagereisen über Basrahanfängt, und bis etwa fünf Meilen Unterwerks fortdauert, alwo sich dieser Strom wieder inzwey bis drey Arme theilt, die in den persischen Meerbusen fallen. Bey dieser Mutmaßungist also Schar a! Arab derjenige Flus, der von Eden ausgegangen, welcher nach der Lageseines vereinigten Stroms betrachtet, und nicht nach dem Lauf des Wassers, sich in vierArme theilet, die vier Flüsse ausmachen; davon zwey unterhalb desselben liegen, nemlich die-jenigen Arme des Gchat, die den pisön und Gihon ausmachen ; und zwey oberhalb,nemlich Frat und Drjlat, oder Euphrat und Hiddekel. Nach dieser Eintheilung wür-de der südliche Arm des Gchat pison seyn, und die benachbarte Gegend von Arabien,so an dem persischen Meerbusen liegt, Havilah; der östliche Arm aber Gihon, der dasLand Cusch oder Ruhzestan umgiebet, welches eine Provinz von Iran ist, so die Persernoch bis jetzo mit diesem Namen belegen.
§. 142.
Beweis dersel- Diese Meinung ist zuerst vom Calvins vorgetragen, und hernach mit einiger ge«
E' ringen Veränderung vom Stephans Morino, Bocharr und Hner, Bischofvon Avrane
ches, behauptet worden. Und in der That, alle Schriftstellen, worin Eden gemeldet wird,kommen darin überein, daß es um diese Gegend müsse gelegen haben. Da der Prophetvon Tyrug redet, saget er: Haran und Canneh und Eden sind deine Raustemc gewe-sen '). Wenn nun aber das Canneh Calneh oder Calpo ist, welches man für Cresi-Phon oder Medain, den Sitz des parrhischen Stams der persischen Könige hält: somus Eden dieser Stadt gegen Mittag gelegen haben, nach der Ordnung der geschehenenMeldung solcher Orte, die von Mitternacht gegen Mittag angefürt zu seyn scheinen. Wel-che Ordnung auch in zwey andern Stellen des alten Testaments beobachtet wird, da (vo-ran,
/) dib. >7. c. Z, F) >n Kill. Inälse. /,) Irin«, xzrt. 2, r. 9. -) Hesek. 27, 2Z.
(r 06. B.) Diele zweite Meinung hält Sckeuck- benen Orte bestätiget. Relandg hier angefürte-er in der Rupssrbibel tom,i pag. Z4 «or die war- Schristist im ersten Theil seiner äüllertstionuwschein! ichste, nachdem fle Tournefort in den mor- lcellanesruw x.t-55 anzutreffen,genländischen Reisen durch Besichtigung der angege-