124 i Hauptstuck. Die asgemeiue Welthistorie bis auf die Sündstut.
Jakrd.w.i.daß dl'e ältesten Bücher derselben erst nach oder höchstens in der Zeit der bsdylo-
o L. G. 4-«5- Gefangenschaft geschrieben worden. Denn L^!shar dDalca, oder, wie ihn die
Griechen nennen, Bafüieos porarnos, ist ein ausgegrabener Canal, der noch jetzo daist, und in den letzten Zeiten des babylonischen Reichö vom Elrphrac bis in den Tigrisoberhalb Babylon ausgestochen worden. Die morgenländischen Schriftsteller schreibendieses Werk dem Nimrod zu "). Vieleicht ist es der FluS Cucha, von welchem einpersischer Schriftsteller °) berichtet, daß er von einem babylonischen Könige gleichesNamens sey ausgegraben worden, welches Tusch, Nimrods Vater, gewesen seyn tönte ('").Die Vertheidiger des armenischen Paradieses können gleichsals ihre Meinung ergänzenund verbessern aus den neuern Reisebeschreibungen und Landkarten?), als in welchen siefinden werden, daß der Flus Morad Schai, der in den Euphrat fället, sowol als derIxor, der sich mit dem Flus Araxes oder Aras vereiniget, beide bequemer seyn, die Stelledes pison zu vertreten, als der phasr's. Wollen sie aber lieber den Euphrat und Tiger-strom mit den zwey andern mosaischen Flüssen vereiniget wissen: so können sie den Serr,der in den Tiger bey Hesn Reifs fält, annemen, und den Aras oder Ror weglassen,welches letztem Ursprung prolomäus mit der Quelle des phasis verwechselt. Wiedie unrichtige oder verworrene Nachricht der Alten von den Quellen und dem Lauf der Flüssedie Veranlassung von manchen derselben Feler gewesen, worein die Gelehrten bey dieser Un-tersuchung verfallen sind: so solle man billig die neuern Anmerkungen der Erdbeschreibun-gen und Reisen zu Hülfe nemen; welche bisher von den Gelehrten zu sehr beiseite gesetzetworden.
§. 14 ;.
Unvolkom- Ueberhaupt aber dürfen wir uns bey dieser ganzen Untersuchung so gar sonderlichnrcnheit der nicht bemühen. Denn, genau von der Sache zu reden, so komt die Beschreibung Mosis'chrribung. ^'mit dem Zustande derselben Gegenden nicht übereilt, weder mit dem gegenwärtigen, nochauch mit dem vormaligen, darin sie sich jemals aller Warscheinlichkeit nach befunden. In-dem man nicht nur keinen solchen Strom findet, von welchem die vier Flüsse eigentliche Ar-me seyn sollen: sondern es auch nicht begreiflich ist, wie ein ganzes Land von einem einigenStrom habe können umflossen werden,wie von Havilah in Absicht des pisons, und von Tuschin Absicht des Gihon gemeldet wird, ohne wenigstens eine Insel zu werden. Vielmehr müs-sen wir die Beschreibung des Paradieses als nach Mosts Begrifvon diesen Gegenden, undnach der unvolkommenen Erkentnis, so man in diesen alten Zeiten von der Welt gehabt,entworfen ansehen. Wobey es ungereimt ist, sich auf eine Veränderung zu berufen, wel,
Fh//? öe reU§ ver persZrnm p. o) Teiös" in cap. rnorrs Laras apuä ti/äe 1. c. SdM
derlich des de l'Isle, s§ die bestell sind.
(,07 B.) Die römischen Geschichtschreiber re- dessen kan freilich Most« davon noch nicht geredetden von diesem Naharmalca als einer Arbeit, so haben. Sonst wird diese dritte Meinung haupt-Trasanns bey seinem parchisthen Fcldzuae im sachlich durch den Ausdruck Mosis von der LageJahr Christi n; verfertigen lassen, undJulianus des Gartens Eden, gegen Morgensschr bestätiget;nachher erneuert; die Nachricht älterer griechi- indem weder Armenien »och Srrien, in Absichtfcben Geschichtschreiber aber, auch mancher alten des damaligen Aufenthalts Mosis, gegen MorgenErdbeschreibungen sowol, als die Unentberlichkeik sol- gelegen. In dem commenc. iittersl ste la öiölccher Ableitungen des pkracs, Ueberschwemmun- compofe äe Notes ckoistes äs äioers anteurs äu-gen zu verhüten, macht das grössere Altertum die- gicstz sind mehrere Zeugnisse und Grunde vor dieseses ausgegrabenen Stroms warscheinlich. Womit Meinung, sonderlich aus dem Patrick, Scackhoust,Priedeaux Lonnexi'on des alten und neuen Test. Willst und Wells angefüret tom. i x. LZ - rx.
B. r. tom r p. IZI verglichen werden kann. Zn-