146 i Hauptst. Die algemeine Welthistorie bis auf die Sündflilt.
Iahrd, rv. I. die Sündflut behalten; da sie, seiner Meinung nach, an vielen Orten dergestalt geborsten u»d' zerbrochen, daß sie ihr Gleichgewicht verloren und den Mittelpunkt ihrer Schwere verän-dert , indem ein Pol sich mehr gegen die Sonne geneiget, der andere aber von derselbenentfernet; wodurch die vormalige Parallelsage derselben in eine schräge verwandelt worden,und woraus die Verschiedenheit der Jahreszeiten entstanden, nebst den Unordnungen derWitterung, so seit der Zeit statgefunden ^). Allein, diese Erklärung reichet nicht hin, die ummittelbare Wirkung des görlichen Fluchs über die Erde begreiflich zu machen, welche, wiebereits bemerkt worden, nicht so spät als bis auf die Sündflut verschoben werden darf.
§. 169.
WWons vor- Dieß Schwierigkeit zu vermeide», hat Herr whiston angenommen, daß die Erdestellung dersel-in ihrem anfänglichen Zustande keine tägliche Bewegung um ihre Achse gehabt, sondernnur eine jarliche um die Sonne; so daß die Sonne samt den Planeten damals im Abendauf- und im Morgen niedergegangen; so das Gegentheil von dem ist, was wir jeßo gewarwerden (^). Nach dieser Meinung nun sowol als der vorigen, würde auf der ganzen Erdeeine beständige Gleichheit der Tage und Nächte statgefunden haben ; welchen Vorzug dieKirchenväter dem paradiststheir Zustande, und die alten Heiden der güldenen Zeit beige,leget haben *).
Es seht derselbe also die grosse Veränderung, die nach dem Sündenfal in der Na-tur vorgegangen, in den Anfang einer neuen Bewegung der Erde, oder Drehung derselbenum ihre jetzige Achse: wodurch die beiden Welkpole, die den ersten Einwonern der Erde, sosich um die Gegend des Durchschnits der vormaligen Ecliptic mit dem gegenwärtigennördlichen Troprco befunden, weder merklich erhöhet noch erniedriget gewesen, ihre Stel-lung plötzlich geändert; so daß der Nordpol über dem Horizont erhaben, der Südpol un-ter den Horizont versenkt worden, und der ganze Himmelslauf gegen die mittägige Gegendgeneiget oder g senkt zu seyn geschienen (3). Die Marschen,liehe mechanische Ursach aberdieses Anfangs der täglichen Bewegung der Erde, nachdem ihre järige einige Zeit gedauret,
setzet
L/ib. 2. c. z. 2. c3j). I. et iO. ^rcbaeol. H. 2. c.5.6.
(V) Er meinet, das könne der eigentliche.Grund Und diese Veränderung hält plato für die gröstederselben Geschichte beim -Herovoms gewesen und gänzlichste unter allen, die mit den himiischenseyn daß die Sonne in einer Zeit von 11540 Körpern vorgehen können.
Jahren viermal ihren Lauf geändert habe, und in ,S) Die Alten haben sehr vieles von dieser Nei-der Abendgegend aufgegangen sey. Vornemlich gung her Erde geredet. Plurarchus meldet, daßaber gründet er sich auf einen Ort im Plako (2.6); Lcucippus der Meinung gewesen, die Erde sey ge-welcher bey Erzälung einiger sehr alten Ueberlieferun- gen Mittag gefallen, der dünnern Beschaffenheitgen von dem ursprünglichen Zustand derDmge,die sei- derselben Gegend wegen, indem die mitternächtigenem Vorgeben nach von unsern ersten Eltern auf ihre dichter und fester worden, da die mittägige vcrbrantNachkommen fortgepflanzet worden, berichtet, daß und durchglüet worden O7V Democritus und Em-ir, den Bewegungen des Himmels eine grosse Verän- pevocles haben eben diese Ursache angefüret, Dio-dernng vorgegangen; indem die Sonne und andere genes und Anaxagoras aber sogar die Zeit bestirnt,Sterne vormals an eben demselben Ort untergegan« wenn solches vorgegangen; daß es nemlich nach demgen, wo sie nun aufgehen, und da aufgegangen, wo ersten Entstehen der Welt und der Hervorbringungsie jetzt untergehen. Welche Veränderung er GOtt der Thiere aus der Erde geschehen sey. Sie habenzuschreibet, der manchmal die Bewegung der Welt aber geglaubet, daß diese Neigung des Erdbodensselbst regiere! ^anderer Zeit aber, nach so häufigen gar warscheinlich die Wirkung der Vorsehung sey,periodischen Veränderungen, als er dienlich findet, ihr damit einige Theile der Welt bewonet werden, an-selbst überläst: worauf sie sich von selbst gleichsam dere aber üubewont bleiben möchte,^ um der kalten,aufeine der vormaligen zuwiederlaufendeArt bewege, heissen und gelinden Gegenden willen 08 ).
(2;) //er or/oe. üb. s, e, Ige, (26) /-/rreo in I-olit. P. I74- (27) äs plaoML kbllvtopboruM
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