Band 
Erster Theil.
Seite
148
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148 I Hauptstück. Die algemeine Welthistorie bis auf die Sündflut.

Isbrd.w.l. heftig haben seyn können, weil der Wachsthum der Hitze durch das immer höhere Aufstei-<0.42-5. gen Sonne über den Horizont am Vormittage, oder im Früjahr, grossen Theils würdeseyn verhütet worden, durch die wirkliche Entfernung der Erde von derselben, und grössereHerannäherung zu ihrem Aphelio warender solchen Zeit: davon das Gegentheil des Nach'mittags, oder im Sommer, würde erfolget seyn: so den Zustand der Luft gleicher und über-einstimmiger machen müssen. Auf diese Art würde auch die gar zu lange Dauer der Nachtgänzlich vermieden werden: indem die ganze Nachtzeit ein sehr geringes Verhältnis gegenden Tag haben müssen, und sich vieleicht nicht höher als auf ein par Monate belaufen kön-nen, wovon noch die zwey Dämmerungen abgezogen werden müssen, jede von ein parWochen, wodurch die Finsternis der Nacht selbst ohngefär auf einen einigen Monat ein-geschränkt würde. Wann nun davon noch ein par Wochen abgehen, vor die Zeit, da derMond über dem Horizont gewesen und die Erde beschienen, auch die Monddämmerumgen mit gerechnet werden, wie allerdings geschehen mus: so bleibet zuletzt kaum eine Wochevölliger Finsternis im ganzen Jahre übrig. So ein grosser Vortheil und Bequemlichkeitdes paradislsthen Zustandes würde gewesen seyn*); darin es eine beständige Wärme ohnehäufige Abwechselungen der Kälte gegeben, eine volkommen reine und gleiche Luft, so derstärksten Kraft der Sonnenhitze empfänglich gewesen, nebst Witterungen der Jahreszeiten, dieübereinstimmig und stufenweise verschieden gewesen, auch andern natürlichen Folgen. S»bald sich aber der Mensch dieses glückseligen Zustandes unwürdig gemacht, und GOtt einenFluch über den Erdboden ausgesprochen: so hat die Erde alsbald eine neue und fremdeBewegung bekommen, und sich vom Abend gegen Morgen um ihre Achs zu drehen ange-fangen. Die Abwechselungen von Tag und Nacht sind häufiger worden, da die järlicheBewegung derselben, die um eine andere Achse geschiehet, die Jahreszeiten unterschiedenund mit der täglichen verbunden, den Aequatorem nebst den Tropicis bezeichnet, durchwelche und die polarcirkel die Oberfläche der Erde in gewisse Striche abgetheilet worden:aus welchem Grunde die besondern Gegenden der Erde ihre Lage geändert, so daß das Pa-radies, das ehedem fast in der Mitte oder Ecliptic gelegen, nachher über den mitternäch-tigen Tropicum zu stehen gekommen. Die Figur der Erden, die vorher Vvlkommen kugelerund gewesen, hat sich in eine gedruckte sphäroidrsthe verwandelt; indem die heisse Gegendder Sonnenstrasse an die iz bis 16 Meilen erhaben worden, die kalten Gegenden aber sichum soviel gesenket haben. Wodurch die Verbindung der obern Fläche der Erde und ih-rer Lagen geborsten und zerbrochen, daß die warmen unterirdischen Dünste von dem heis-sen innern Kern in besondere Behältnisse und feuerspeiende Oefnungen aufsteigen können,die vorher auf eine gleichere und übereinstimmigere Art dienlich gewesen, die gesamte Erdeund ihre Früchte zu erwärmen und zu erquicken. In diesen und mehr andern Umständenist der Zustand der Natur durch den Sündenfal verschlimmert worden, nach gedachtenSchriftstellers Theorie O

Dritter

Mö-/?»», lAeor^ loc. cit. p. 114. c) lvc. cit. I.. 4. p.

(IZI. B ) Die doch einem sinreichen Gedichte an- nicht anders als mit, ja vermittelst der Herumdre-licher, als den Grundsätzen und Erfarungen der hung um ihre Achsen geschehen kan. Ja, wennNaturlehre gemas ist. Indem nicht nur noch ge- gleich die Bewegung des Monden um die Erde, ohnegenwartig die Laufbahn der Erden um die Sonne dergleichen Drehung, zum Behufdieser Vorstellungelliptisch ist; sondern dke Bewegung der Hauptpla- angefürt werden solte; obwol von der Bewegung deraeten um die Sonne durch Beschreibung dieser Bahn Nebenplanetm auf der Hauptplaneten Bewegung