Jahr d w-i.V.L-G- 4 Z» 5 .
z Abschritt. Zeitrechnung von der Schöpfung bis zur Süttdflut. 149
Dritter Abschnit.
Bestimmung der Zeitrechnung voll der Schöpfung
bis zur Sündflut.
Algeme»ne Beschaffenheit dee verschiedenen Zeitrech-nungen :,) wodurch solche Verschiedenheit neranlassctworden. 171. 2) worin sie d-stche. >70. r. BesondereDorgellung derselbe». -) Anzeige der hebräischen, 17z.griechische», 174. und samarilanischeir AeitreH«
Inhalt.
nung. >75. ») Ecleuterung derselben durch AnfnklinKder verschiedene» Lesearten in den srrniarikanische»»76. 177. auch griechischen Aalen, 178. und beigefüg-ten Entschlus die ftrmariranische Rechnung ru ge-dranchen. 179.
§. 171.
he wir die Geschichte vorder Sündflut anfangen, wird nötig seyn, die Zeitrechnungderselben fest zu setzen.
Gleichwie aber Moses die eigentliche Zeit keiner einigen Begebenheit vor der Sünd-igt angezeiget hat, ausgenommen die Jahre des Alters der Väter, in welchen die verschie-denen Nachkommen Adams, in der Linie des Geth, geboren worden, und die jedesmali-gen Jahre ihres Lebens: so besteht alles, was wir in diesem Zeitkauf thun können, darin,daß wir uns bemühen, die Jahre des Lebens und Absterbens dieser Erzväter zu bestimmen,nebst der Entfernung der Sündflut von der Schöpfung.
Grund derverschiedenenZeitrechnung.
Und das würde sehr leicht geschehen können, wenn die verschiedene Abschriften, so wirleho von den Schriften Mosrs haben, nicht von einander abgiengen: welches die hebräi-Ae, die sirmariramsche, und die griechische Ueberschung der 70 Dolmetscher sind.
dieselben aber gar sehr von einander verschieden sind: so sind auch die Meinungen der^lehrten über der Zeitrechnung der ersten Weltalter sehr getheilet; indem einige diese, an-dere eine andere Abschrift vorziehen (^).
§. 172.
geschlossen werden kan: so würde dieselbe doch"Mstatfiuden; indem die Bewegung des MondenK leinen Mittelpunkt, mit beständiger Richtung ei-nerley und eben derselben Seite gegen die Erde, eineUmändere Einrichtung dieses erdichteten Laufs der>kden ohne Drehung um ihre Achs erfordert. Ue-'rdis sind die Regeln der Warscheinlichkeit nichtfügsam beobachtet worden, sowol bey AnnemnngDer zweimaligen Berürung der Erde von einemUnieWr, in einer Zeit, die noch nicht den drittenc^eil der gesamten Zeit des gestandenen ErdbodenssDniacht, ohne daß nachher dergleichen jemals ge-sehen oder auch nur sich dazu angelassen; als auchBehauptung so höchst verschiedener Wirkun-^ dieses gedoppelten Anlaufs der Lometcn, unddi» Mitten noch bevorstehenden Zu geschweigen, daßl»n ^erkriebene Ungleichheit des Verhältnisses so gar" 3 er Tage und ungemein kurzer Nächte, die sich als
1 zu;i, höchstens 4 zu 48, oder rzurr verhalten, we-der anqenem, noch zur nötigen Abwechselung sowolim Reich der Pflanzen als Thiere würde bequem ge-wesen seyn.
(izr. Bch Diese Meinung, daß man die hebräi-schen und jämaritanischen Bücher Mosis, nebstder griechischen Übersetzung, als drey Hauptartenvon Abschriften dieser alten Urkunden anzusehen »ndeinander gleich zu achten, folglich bey unleugbarerVerschiedenheit der Zeitrechnung in denselben volleFreiheit der Wahl habe, nach anderweitigen Bestim-mungsgründe» jede derselben den übrigen vorzuzie-hen; ist, wo nicht die eigentliche Quelle und Veran-lassung, wenigstens doch der häufigste und scheinbarsteVerwand zur Bestreitung der hebräischen oder jö-genanten Majoren scheu Zeitrechnung gewesen.Wobey eins von beiden Vorurteilen angenommenT z wird.