iZO i Hauptstück. Die algemeine Welthistorie bis auf die Süudflut.
Jahr d W. l.
v L.G4Z0;,
Verschieden-heit selbst.
§. l?2.
Damit aber der Leser von den Verschiedenheiten dieser drey Abschriften besser u»theilen möge, wollen wir in folgender Tafel die Aalen einer jeden anfüren; wozu wir unsdie Freiheit nemen, die Aalen Josephi beizufügen, wie dieselben vom D.wrttsHrn. A)HLs!on geändert worden, weil solche Aalen in den gegenwärtigen Abschriften die«ses Geschichtschreibers sehr verfälscht sind
Verzeick-
wird, daß entweder die Verfasser der griechischenÜbersetzung ihrem Text aufs genaueste gefolget seyn,ohne die geringste Aenderungen; oder die samarimni-sche Abschrift der Bücher Mosis älter und ächtersey, als die in manchen Stücken davon abgehende he-bräische: so doch beides nicht mir unerweislich ist,sondern auch aus andern Gründen und Stellen, wel-che die Zeitrechnung nicht betreffen, wiederlegt undder Unrichtigkeit überfürt werden kam Zumal da,anderer Gründe zu geschweige«, in Absicht der ver-schiedenen Zeitrechnungen theils die jamariranischesowol als griechische höchst verschiedene Lesearten hatund häufig von sich selbst abgehet; die hebräische hin-gegen in allen Abschriften und aus derselben gemach-ten Uebersetzungen einerley und übereinstimmt ist:theils aber weit eher eine warscheinliche Ursach dervorschlichen Veränderungen dieser beiden Zeitrech-nungen angegeben werden kan, als dergleichen bey derhebräischen statfittdet. Die gemeiniglich vorgebrach-teBeschuldigung derJuven, ihre Abschriften verfälschtzu haben, um die Beweise von der Zukunft des verheis-fenen Meßiä aus den verstrichenen Zeiten, so in denvongen Weissagungen bestirnt worden, dadurch zu ent-kräften, hat nicht die geringste Warscheinlichkeit: in-dem solche Verfälschung eben sowol, ja noch weit eherin der griechischen Übersetzung hätte geschehenmüssen, als in den hebräischen Abschriften, weil dieChristen sie nicht aus diesen, sondern aus jener be-stricken; ja diese Beweise aus der griechischen Ue-berfetzung so bändig gesüret werden können, als ausirgend einer andernAbschrist und Uebeesetzung. Hin-gegen ist die grosse Neigung der griechischenJuven,auch der Verfasser dieser griechischen Uebersehung,alles, was den Heiden anstößig seyn können, aus demWege zu räumen, unleugbar: daher sehr mutmaslichist, daß sie die Zeitrechrmngihrer gütliche» Schriftendergestalt eingerichtet,den Widerspruch derselben,unddes grossen Weltalters rmd hohen Altertums der heid-nischen Völker in ihren Geschichtbüchern, aufs mög-lichste zu heben. Dergleichen auch aus JosiphiBüchern wieder den Appicm deutlich erhellet. Wo-zu noch eine andere Mutmaßung komt, die schon Au-gustinus cie cinitH ild. l;c.ia angefürt, daß esscheine, die Verfasser der griechischen Uebersehunghaben, das hohe Alter der Erzvater bey Zeugung ihrerKinder begreiflicher zu machen, die Jahre für Mo-nate gehalten; daher sie vor der Süudflut nur densel-
ben, und zwar jedesmal roo, zugelegt haben, deren Älter durch solche Meinung zum Kinderzeugen zu gcrMSwüxde gewesen seyn, weichere,» Jahre sie hernach ss-desmal dem folgenden Alter, nach solcher Geburt derSöhne, wieder abgezogen. Gleiche Bemühung, dl?Geschichte der Erzvater warscheinlicher zu machen undvon Einwürfen zu befreien, scheint die Samaci'tanekveranlasset zu haben, das lange Alter der Erzvatervor der Sündflut zu verkürzen, nach der Süudfiucaber dasselbe zu verlängern, um die grosse Ungleichheit
solcher Zahl der Jahre dadurch zu heben. Von A»-Hängern der griechischen Zeitrechnung ist dieser anhier gebrauchte Verwand häufig ausgefürt worden,sonderlich vom Is Voßr'o und Paul Pczron, imgleichen vom Rob. Lary in dem cbranoloZicLl ac-count »5 sncient trine, alwo Port. 2 c. 2 5 eÄ. gc. 14 5 g. p. 5 g. Dionys. Peravms und Jac. llsiserius, als die grössten Vertheidiger der hebräische»Zeitrechnung, bestrittsn werden. Den Vorzug d^esämaritanischen Zeitrechnung aber hat sonderlichLvüh. Whiston behauptet, dem die Verfasser allsterin diesem Stück folgen. Womit doch Hrn. D. Job:Eottl. Carpxovs vinäiciso eriticoo coäicis 5ecrlbcbraei sciuertus criminationes V^-iib. Wbisionlund deren weitere Ztußfürung imzten Theil dercritt-ese 5 acroe vet. teist. sonderlich c. 6 und 8 zu verglei-chen, wie auch Joh. Meyers äiilert. z in den prole-ßoincnis onnotstionnin all über olam 5 . cbroriiconbebraeorniu p. 206 5g.
Wie die Anhänger der griechische»Zeitrechnung sich grosse Muhe gegeben, derselbe»Uebereinstimmung mit Josephs zu zeigen, selbst in»offenbarer Verfälschung mancher in allen Abschrif-ten und Ausgaben desselben übereinstimmigen Stel-len, so am allerunvcrantworklichsten vom ESrv-Bernacü in seiner angefangenen Ausgabe der Wer-ke Josephs geschehen: so hat Whists« gleiches ge-than, zum Behuf der samaritanischen Zeicrech-
nung. In pet. Brinchs examino cbronologiaeet biistorisc ül. I» 5 epki, so dem andern Theile derhaverkanipischen Ausgabe Josiphi einverleiberworden- ist dieser Unterscheid seiner Zeitrechnungsowol von der griechischen als samaritanischr»ausfürlich erwiesen worden, welches noch weikiänmger in Lrieö. Spanheims cbronol. 5 acra yert.csg. z >>, i;i 5 eg. tom, 2 »per. geschiehet,