4 Abschmt, Geschichte der Erzvater vor der Srmdflut. i6z
§. 186 . I. d.w.rz?.
In diesem Jahre wurde dem Sech ein Sohn geboren und Enos genennet; und um " ^ ^ Kl-eben dieselbe Zeit, meinet man, haben seine Nachkommen, die sich so sehr durch Gotseligkeit Dem SechUnd Tugend hervorgethan, als Cains Geschlecht durch das Gegentheil, die jetzt angefurte wird ein söhnBenennung bekommen. Denn die Worte Mofis *), welche in unserer Uebersetzunggegeben werden: Damals fingen die Menjchen an den Namen des HERRNanzurufen, heiffm eigentlich: Damals fing man an die Menschen bey oder nachdem Namen GDtrcs, das ist, Rinder GDttes zu nennen^). Indessen verstehenEinige diese Worte doch nach der erster» Uebersetzung, daß damit gesagt werde, um dieselbeZeit sey der öffentliche Gottesdienst zuerst errichtet, und bequeme Gebrauche aus gesetzte Zei-ten desselben eingefüret worden §). Andere aber, insonderheit die Juden, vermeinen, daßanzeigen, die Abgötterei) oder Vergötterung der Menschen sey damals ausgekommen ;da sie denn entweder die letzte Uebersetzung annemen, oder die Stelle so geben: DamalsEntheiligten die Menschen den Namen des HERRN durch Anrufung dessel,den (v) (-42).
§. i87.
Von den drey nächsten Nachkommen des Sechs, dem Lar'nan, Mahalaleel Heuochs ver-und Jared; ingleichen von dem Mechufelah und Lamech, dem Grosvater und Vater ^""2-des Noah, meldet Moses weiter nichts als ihr verschiedenes Alter. Die morgenländi«sitzen Geschichtschreiber aber kämen von ihnen allen, wie vom Sech und Enos, eine be-sondere Gotseligkeit und heilsame kehre, die sie ihren Nachkommen hinterlassen, denen sieallen Umgang mit dem Geschlecht des verfluchten Cains untersaget').
. Hmoch, Jareds Sohn und Mechufelah Vater, war von außerordentlicherFrömmigkeit, und wandelte mit EDrr, wie es die Schrift ausdruckt, wenigstens die letz-ten dreihundert Jahr seines Gebens. Zur Betonung eines so tugendhaften Verhaltens zu ei-
T z ner
l) , Mss 4, ss. /) Siehe in Iilg. pükrlzrc!,. tom. I. p. 148. conneÄ. vol.i. p. 41.
F) erc. S. cirron. cvl. 1>) §-/,/-»»- äe öiis 8xris prolex. cap. z,
«) p. L». 1g.
(V) Die Erklärung des chntelos jst: Da höre-Eeu die Menschen auf den Namen GOttes an-zurufen; als wäre der Gottesdienst von der Zeit anverabsäumet worden. . .
. Einige Juden, insonderheit Maimonides, sindsitveit gegangen, den Enos zu beschuldigen, daß erder Urheber der Abgötterey gewesen, und Bilder er-funden habe, vermittelst welcher man GOtt vereh-ren solle (>).
Die Einfürung der abgöttischen Verehrung derHimmelskörper und Engel aber wird von den Sa-biern, so derselben zugethan gewesen, dem Sechselbst zugeschrieben. Sie legen ihm auch einenSohn bey, Namens Gabi, von welchem diese Parteyihre» Namen scheint angenommen zu haben, wo ernickt füglicher von dem Worte r»x Saba, dem -HeerdesHimmels,als dem Gegenstände ihrer Anbetung,hergeleitet wird. Wir werden weiter unken Gele-Zrnheit nemen von dieser Partey genauer zu han-dln; jetzo bemerken wir nur allster, daß sie das
Buch, so die Grundsätze ihres Gottesdienstes undSittenlehre enthält, das Bück Sechs nennen, undden Erzvater Enoch auch unter die Beförderer desSadusmi rechnen (r).
(k4r.B.) Die allster angefurte jüdische Mei-nung von dem durch die Redensart c Mos 4, r6angezeigten Ursprung der Abgötterey hat Joh. Sel-denus ste stiis t^riz proieg. c. Zj undAnk.vanDa-le ste orig. istol. csp. rp.cz zu behaupten gesucht.Richtigere Auslegungen sind in Joh. Mich. Lait-
gens ste prima berliiiarnm ex nomine ciei cogno.ininatione, lMolfg. Luanzn fcbola Iscrit' stich, r§. 1 >5>, Seb. Schmids spkorism. tbeol. stich. iZ§. rr. Von den Büchern, die dem Sech beigelegetworden, auch den Senken desselben handeln Per.Lambeciu» in procir bitt. litter. lib. i c.Joh.Andc. Schmid in plenstoeet. tcst p 16, und son-derlich Joh. Alb. Labricius in cost. pfeustepigr.vet, teitam. n. z; p log, und » 48 p. 141.
S. Smsxmr vrienc. p. rzo. I. c. (r) S. ?orerL. chccim. Kilt. ^rab. P. >Z8-