Band 
Erster Theil.
Seite
166
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I66 i Hauptstück. Die algememe Westhistorie bis aufdie Sündfluk.

- -Zs-ner so verderbten Zeit, ward er von GOtt in den Himmel aufgenommen, ohne den Tod züschmecken ('^) ( ), Daß Henoch ein Prophet gewesen, und daß einige Weissagum

gen

L) i Mss. 5, »r. 24.

(l4Z. B) VomHenoch und seiner Versetzungbandeln Aug. Pfeifer -!c ttcnocko äiü. 2 <lec. fei.cxercit. fscr. AnÜr. Bester cic klenociu mnoris.Da». -Henrici -le typo skccnfisnls ciomlnicae il-Inikriiliino, ingleichen V?ilh. gnadet äc i^noedot>vo ckritti in den amoenik. tüenl. alwo gleichfalsvom Abel und Sech als Vorbildern Christi gehan-delr wird.

(zh Moses druckt solches folgendergestalt aus:Uns wandelte mit GGtt, und war nickt mehrda, denn GGkt nahm ihn hinweg. WelcheStelle der Verfasser des Briefes an die Hebräer auffolgende Art umschreibet: Durch den GlaubenrvarO Enoch versetzt, Süß er den Tod nicktsähe, und ward nickt gefunden, darum, daßihn GOtt versetzt hatte. Denn vor seiner Ver-setzung hatte er dis Zeugnis, Saß er GGTTWohlgefallen (z). Aus welchen Worten es klar zuseyn scheinet, daß Enock nicht gestorben sey, son-dern daß er nur eine solche Veränderung erfaren,die vor den Ort, dahin er gegangen, nötig gewesen (4-.Dem ohneracktet glauben verschiedene Juden, daßer wirklich gestorben (;).

Die jüdiscken Ausleger halten dafür, daß erin das irdische Paradies versetzet worden (6). Wel-cher Meinung auch einige Kicchenväter beigepflich-tet (7). Und einige haben sich gar eingebildet, daßer und Ellas bey der Zukunft des Antichrists vonbannen wiederkommen würden, um mit demselbenKrieg zu füren (8). Allein, diese Vorstellungen sindvon den vernünftigsten Auslegern mit Recht verwor-fen worden. Die lateinische Uebersehung eines ge-wissen apocryphiscken Buches meldet zwar in derThat, daß Enock in das Paradies versehet wor-den Istenocü plscuil veo, ct lrsnslatus ftilt inkarsstilum, vt äet Aentllms poeniteMiam (9): manhat aber bereits bemerket, daß im griechischenblos stehe: er sey versetzet worden; ohne einigeMeldung des Paradiese«.

Der Roran gedenket auch der HmwegnemungEnochs (lv), der daselbst Edris helft, welcherName vom Wort v',-, absiamt, so im hebräischenforschen bedeutet, im arabischen aber lesen, mitAufmerksamkeit erwegen, und ihm der vorgege-benen ausserordentlichen Geicrsamkeit und grossenWissenschaft wegen beigeleget worden. Die muham-medanischen Ausleger sagen, daß Edris in einem

der sieben Himmel lebe, in welchen er nach seinesTode und erfolgter Auferweckung von GOtt se-versetzet worden (n).

Es ist aber die Gelehrsamkeit Enock«, sonderlichseine Fertigkeit in mathematischen Wissenschaften,von Juden, Christen und Mnhammedanek»sehr gerümet worden.

Die Juden schreiben ihm die Erfindung der Back'staken und die erste Einsicht der Himmelszeichenzu (12). Sie nennen ihn Metatron (iz); obgleicheinige meinen, daß solches ein Name des Engels Ga-briel sey (14), und welchen Namen der TarguwIonathans durch die folgende Worte, der grosseGchriftgelccte, zu erklären scheint. Buxtorfaber(iz) istgeneigter zu glauben, daß das Wort denAbgesandten oder BotenGOttes bedeute,und einer-ley sey mit dem lateinischen Wort, KletLtor (16).

Die griechischen Christen haben gemeiner, daßdieser Enoch der erste egypliscbe -Hermes gewe-sen, der zu Saisgewonet, und daß derselbe zuerst vonden obern Substanzen geleret, auch die Sündflukvorher verkündiget habe: daß er die Pyramiden er-bauet, und darauf die Gestalt künstlicher Werkzeuge,nebst den Anfangsgründen der Wissenschaften einge-graben, damit das 'Andenken derselben in solcher al-gemeinen Zerstörung nicht untergehen möchte (i?>Eupolemus (18) leget dem Enoch auch die Erfin-dung der Astronomie bey, und schreibet, daß ereben der Atlas sey, dem. die Griechen solches zu-schreiben. Grigenes (19h gedenket eines deMEnock zugeschriebenen und von seiner Weissa-gung verschiedenen Buchs, darin Geheimnisse vonden Namen aller Tbeile des Himmels, aller Ster-ne und ihrer Verhältnisse enthalten gewesen, undwelches noch unter den Ethiopiern in ihrer Spra-che befindlich seyn sol (20). Der gelerte du Peiresshat sich alle ersinliche Mühe gegeben, es von da herzu bekommen; doch ohne Wirkung (21).

Die mnhammedanischen Schriftsteller sagen,daß Edris dreißig Bücher von Offenbarungen vonGOtt empfangen habe, darin die Geheimnisse derverborgenen Wissenschaften enthalten gewesen: daßer den Gebrauch der Feder erfunden: ingleichen derNehnadel, indem sie vorgeben, daß er ein Schnei-der gewesen und der erste solches Handwerks: end-lich auch die Rechenkunst und Astronomie. Sirerzälen auch, daß er der erste gewesen, so der Reli-

0) Hebr->l, 5 . fqh 1 <Lor. 15,50. (; ) kkiicuni etc. spuä loco iupra cit-

i6y. (6) in iibr. 2 R.e§.2,1. (7) gpv"

?. »7>. Siehe auch p- 7. (8) t. c. (9) Sirach 44, w-

(>0) . 77 .'-,cep. ,y. v. ;q. (ll) etc.- (i 2) „L," 8megma vrlentrl. p. t?/'

tiz) p- xx Midrisd IturU. toi. 8>. (>4)77 )-^- de retix. vcc. kerüir. p. 16z, ^

texico Talmud. (>S) in Nitt. kLtrirrck. r. >. p. 1Ü7. (,7) - 77 /,//.',,.,.. .7. (18)^?^

de i-racpLt. k.uanxeUc» u. 9. c. 17. hly) kkonütie 2g. in lit>k.I 4 um.etinAliLcej>k.l. «lo Princips(20) ckron. x. 14. (2,) Q'/A-k>-/o, in bibtiocti. Orieac. x, z,o.