z Abschnit. Von den heidnischen Geschichten vor der Sündflut. 189
Meer gekommen seyn (E), welche Evedocus, Eneugamus, Eneubulus und Ane-Menrus') geheissen.
Unter dem folgenden Könige Evedereschus, der auch auspamibibla gewesen,hat sich ein den vorigen gleiches Thier sehen lassen, welches Odacon geheissen. Dieselbensollen Amtlich dasjenige deutlicher erkläret haben, was «Darmes nur kurz und dem Haupt-inhalt nach vorgetragen ^). ^ .
Der achte und neunte König sind beide aus einer andern Stadt, Namens Laranchr,gewesen»). Als der letztere derselben, «Dciarres, oder wie ihn Polyhistor nennet, Ar-bares, gestorben, ist ihm sein Sohn Xisuchrus in der Regierung nachgefolget.
§. 207.
Unter desselben Regierung ist die grosse Sündflut vorgefallen, wovon unser Beschicht- ,Berosi nach-schreiber folgenden Bericht ertheilet. Cronus, oder Gaturnus, erschien dem Tisirrhrus inEinem Traum, und eröfnete ihm, daß den funfzehenten des Monats Dasüis das menschli-che Geschlecht durch eine Wasserflut werde ausgerottet werden; und befal ihm daher, den Ur-sprung, Zwischenstand und Untergang aller Dinge aufzuschreiben, und solche Schrift zu Gip-para, der Sonnenstadt, in die Erde zu vergraben; ingleichen ein Schis zu erbauen, und sichsamt seinen Angehörigen und nächsten Freunden in dasselbe zu begeben, wenn er es vorherMit nötigen Lebensmitteln versehen, und allerhand Vögel und vierfüßige Thiere in dasselbegebracht. Bey Besorgung dieser Anstalten aber, und aufBefragen, wohin er mit seinem Schiszu segeln vorhabe, zu antworten: zu den Göttern, vor die Glückseligkeit des mensch,lichm Geschlechts zu bitten. Tisurhrus gehorchte, und bauete ein Schis, dessen Längevon fünf Stadien, die Breite abervon zwey Stadien gewesen. Er brachte m dasselbe, wasihm befohlen worden, und begab sich hernach samt seinem Weibe, Kindern und Freunden inDasselbe. Nachdem aber die Wasserflut eingebrochen, und bald wieder aufgehöret, so lies^isilthrus einige Vögel ausfliegen, die aber gar bald wieder zum Schis zurück gekeret,
^eil sie weder Narung noch vestes Land zu ruhen gefunden. Einige Tage darauf lies erdie Vögel abermals stiegen, die aber wiederkamen mit Koth an ihren Füssen. Allein, da ersie zum drittenmal fliegen lies, kamen sie nicht wieder; daher denn Lisurhrus schlos, daßder Erdboden wieder trocken geworden. Darauf machte er eine Oefnung zwischen den Bre-itn des Schifs: und da er gewar worden, daß es sich auf einen gewissen Berg gesetzt, giengEs Mit seinem Weib, Kindern und dem Steuerman aus dem Schis. Nachdem er aberdie Erde angebetet, einen Altar aufgerichtet und den Göttern geopfert, verschwand ers>Mt denen, die mit ihm ausgegangen waren. Als aber diejenigen, die in dem Schis!^ück geblieben, gewar wurden, daß Tisuthrus nebst seiner Geselschaft nicht wieder zurücke^Men; giengen sie aus, ihn zu suchen, und riefen ihm laut bey seinem Namen. Allein Xi-Mhrus ward von ihnen nicht weiter gesehen; nur höreten sie eine Stimme aus der Luft,d'e ihnen anbefal, ihrer Pflicht gemäß gottesfürchtig zu seyn; sie auch benachrichtigte, daß er'.^er eigenen Gotseligkeit wegen zu den Göttern gegangen, bey ihnen zu wonen, und daßNWeib, seine Tochter und Steuerman dieser Ehre gleichfals theilhaftig worden. Eben diese^imme befal ihnen auch, gen Babylon wieder zurück zu keren, und,wie es das unvermeid-
Aa z liche
Apollodorus sagt nur, daß der vierte, wen. Allein, Abpdenr Leseart scheinet richtiger^Mdvrus, damals zum Vorschein kvm- zu seyn (zA).
,pucl SxvieU. x. Ig.