6 Abschmt. Von der Sündflut. 199
nicht, b«is Wort Erde achter, wie in einigen andern Stellen wol geschehen kan, auf Iudä- I-^ w. -;s7am (^), oder irgend einen andern besondern Strich Landes einzuschränken: denn ohne wun-denhatige Aufhebung der Naturgesetze würden die Gewässer, ehe sie in einer Gegend, nochvielmehr aber in einem ganzen festen Lande, die Gipfel der höchsten Berge übersteigen kön-nen, sich gewks weiter ausgebreitet und über den Ueberrest der Erde ergossen haben.
2) Wenn die Sündflut nur einige Orte betroffen, so hatte es des Kastens nicht bedurft,
L^oah und sein Haus hätte nur in eine andere Gegend entfliehen dürfen, welches er mitmehrerer Bequemlichkeit und in weniger Zeit thun können, als ein so grosses Schis erbauen;die Thiere hätten sich auch durch die Flucht retten, oder ihr Verlust, insonderheit der unrei-nen Gattungen derselben, von andern Gegenden her leicht wieder ersetzt werden können, auchhätten die Vögel ohne grosse Schwierigkeit in ein ander Land fliegen mögen. z) Ist dieAnzal der Menschen vor der Sündflut weit stärker gewesen, als unsre Erde vieleicht zu er-halten im Stande ist, wie unten erhellen wird; daher sich die Gewässer, aller Warschein-iichkeit nach, über einen weit grösser» Theil des Erdbodens ausbreiten müssen, als von be-wonten Ländern betank ist: folglich MUS die gesamte Erdkugel seyn überschwemt worden, dar-mit niemand der gütlichen Rache entgehen möchte. 4 ) Scheint uns die Erde selbst einenüberzeugenden Beweis vor die Algemeinheit der Sündflut an die Hand zu geben, durch di«grosse Menge von Muscheln und Fischzänen, von Gebeinen der Thiere, von ganzen oder zer-stückten Pflanzen und Bäumen, und andern fremden Dingen mehr, die man auf den Gi-pfeln der höchsten Berge und in dem innersten der Erden, sehr weit von der See entfernt,antrift, und vermutlich von der Sündflut daselbst zurück gelassen worden (^).
§» 2lZ»
/) 7« ilillcrtatlon, l'iicor)' n. I. e. z. und l'beorz vd'l lupra -r p. 275.
(S) Peprcnus, zu dessen präadamitistben Lehr- guerelae; üerbariliui lliMiilLnum; musium stiln-vegrif die Meinung mit gehört, daß sich die Sund- nisnuiu; und Kupferbibel Th. 1 p- 64-7z. Joh.ant nicht weiter als auf Juväam erstreckt, welches XVilh. Baiecs koiiNa äiluuü vninerkalis monu-stiuem Vorgeben nach alles ist, was Mosis durch mema. Mehrere Schriften werden angefürt indre Erde gemeinst; wil uns auch überreden, die- Joh, Alb. Labricii äeleöl. sigum. et H U. sirixt.ssr Schriftsteller verstehe durch die zu verderbende Pulver, rel.ciirili.sllbruerunt c.iz p.zSch-z^s.
Menschen die Nachkommen Adams; durch die
lebendigen Geschöpft aber die Heiden oder Prä- (T) Dieser Beweisgrund wird mit einigem Mi'S-kdgmiten, so mit Adams Nachkommenschaft ver- trauen vorgebracht. Denn die erfarensten Welt-Mengl gewesen; und durch die grosse Tieft die See weisen geben zwar anjeho zu, daß diese Muschelscha-Palästina (67). len u. d. keine zufällige Nakurspiele sind, auch nicht
ursprünglich an den Orten, wo sie gefunden werden,
. (i6r. B) Von diesen und mehrern Beweisen durch eine bildende Kraft der Salze oder andrerder Algemeinheit der Sündflut verdienen verglichen Mineralien, nach D.Ploks(68)und anderer Natur-ju werden Herrn Lcmkers 7ter Ansatz zu De- bündiger MutMassungen, entstanden; indem dieselbenMs Unters der Offenbar. i>. 48z - 557, Ioh. durch die genaueste Untersuchung der Augen, jaVoodwards ellax tovesrsts a natural bitt. ok ltie selbst der Vergrösrungsglaser, von wirklichen Mu-kLrch Nltb on sccount ok tlie vnluerlal läeluge, scheischalen, Janen und dergleichen mehr, nicht zuun->» vom Joh. Jac. Scbeuckizer lateinisch) fteciiuen terscheiden sind, auch durch das Feuer nicht umnikkel-kevßrsplüze pbystcse, und vom Hrn. Nogoe; bar in Kalk oder Leim, wie sonst alle kiestgte oder stet«ftanzösisch) geogrspbie piiyligue herausgegeben nerne Körper; sondern zuerst in eineKolen, und dennWorden, nebst der Vertheidigung desselben in John in Kalk verwandelt werden, welches die bekankeHarris remarks on sinne täte papers relatiiig to Eigenschaft der Körper von beinerner oder fleischer-ne vninerfzi lleluge, ingleichen Dav. Siegm. ner Natur ist. Dem ohngeachtet aber kommen sieAmners ruäers cliluuii tesies; Joh. Jac. darin nicht übereilt, daß diese Dinge durch die alge-^ck)euch)zersBildm'ffeversck>ieVenerFische,wel- meine Sündflut dahin gebracht worden, und zwarHe in der Sündflut zu gründe gegangen; xisimiL unter andern auch darum, weil man lebendige Thie-
f 67 )?> 2 >n;k'rz»örm'lr. (6L)dl»l. i>iüvr.vk0)!sorä-l>irr.