200 i Hauptsrück. Die algememe Welthistorre bis auf die Süudfluk.
O^w.^07. H. 218.
" Äegr ^ flllh - Nunmehr ist es Zeit zu untersuchen, durch was vor Mittel diese entsetzliche Verwü-kell derselben, stung über den Erdboden gebracht worden, und wie diejenigen, so derselben entgangen, erhal-ten worden.
Wenn die Sündstut algemein gewesen; so ist die Menge Wasser, die zur Bemerk-stelligung derselben erfordert worden, so unermeölich, daß eö durchgehends vor höchst schwer,wo nicht gar unmöglich ist gehalten worden, zu sagen, woher dasselbe gekommen, und wo esnachher geblieben. Das Verhältnis von Wasser, eine solche Uebcrschwemmung zu verursa-chen '"), ist auf acht ganze Weltmere ausgerechnet worden. Es hat aber jemand, der zu die-ser Ausrechnung sehr geschickt gewesen, behauptet, daß der geringsten Rechnung nach zweyund zwanzig Weltmere dazu nötig gewesen "). Daher ist nun die Frage: wo dieselben zafinden seyn? Es giebt über uns die Wolken, unten aber die Tiefen in den Eingeweiden derErden. Und das find auch die Vorratskammern der Wasser alle ("); ja Nasses verweisetuns auf keine andere Ursachen der Sündstut: die Duellen der grossen Tiefe, spricht er,wurden aufgebrochen, und die Fenster des Himmels geofnet, und der Regenfiel auf die Erde vierzig Tage und vierzig Nächte °). Durch die grosse Tiefe ver-stehen einige das Weltmer -), andre aber mit mehreren: Grunde den unterirdischen Ab-grund, oder die grosse Samlung von Wassern in dem innersten der Erde (^). Man be-sorget
I. cLp. 2. ») vr.kir romarkr on tkeorx. Siebe7ks7-lliic. p. I>8>
«), Mos 7, II. />) S- cvinment. in loc.
re oder Fische in einigen dieser ausgegrabenen Scha- Schöpfung der Gewässer über der Feste (75): u»dlen gefunden (69°), ja dergleichen Wasserthiere zuwei- ob die nun gleich durchgehends von den Wolke»len in menschlichen Leibern gebildet und erzeuget und wässerigtcn Dünsten verstanden wird. die in betwerden (70). Daher vermeinet man, daß sie ur- mitlernLuftgegend getragen werden (74); so haben sichsprünglich aus der Kraft eines gewissen Samens er- doch einige eingebildet. daß dadurch die über den Hin>-zcngel worden, als etwa aus Fischleich, so in die Ri- mein befindliche Gewässer zu versieben seyn. undhen und andere Gänge der Erden eingedrungen, oder find fertig gewesen, dieselben zu Hülfe zu neme»,mit dem Regen herab gefallen u. d. (71). Dis mag wenn sie unter den Himmeln nicht Vorrat genugnun in der That wol von den verschiedenen Arten finden können, die Wasser der Sündstut heraus;"'der Schalenfische zugegeben werden, deren Scha- bringen; ob gleich, wenn es auch solche eingebildetelen sie in der Erde erhalten können; aber schwerlich Gewässer gäbe, so leicht nicht begreiflich zu mache»bey den andern Arten dieser ausgegrabnen Ge- ist, wie sie herunter, oder wieder hinauf gebrach!schöpfe stat haben, als die sogenanten Glofiöpe- werden können. Seitdem aber der Weltbau undträ. oder Zungensteine sind, ingleichen die Zäne die Beschaffenheit des Himmels besser eingesehender Seehunde, oder die andern Gebeine grösserer worden, ist nicht zu vermuten, daß noch jemandThiere. Was die unterirdischen Wälder und aus- diese überhimlische Gewässer behaupten werd«,gegrabenen Bäume bctrist, so scheint kein sonderli- noch vielweniger aber einen so ausschweifenden Si-cher Grund stak zu finden, warum man glauben brauch derselben machen, sie der Sündstut wegen Z»solle, daß sie von der Sündstut sollen seyn niederge- uns herunterzubringen (7;).rissen worden, und in der Erde seit dem verschüttet
gelegen haben; da es viel warscheinlicher ist, daß sie (W) Ob man gleich vermeinet, daß das Wo>»entweder durch eine Überschwemmung der See rehom, Tiefe, in einigen Stellen (76) diedahin gebracht, oder von Menschen an den Orcen bedeute: so kan es doch daselbst weit besser durch uncek-gefället worden, wo sie jetzt liegen; wie von einigen irdische Wasser gegeben werden, welches es offeiEderselben wenigstens unleugbar ist, an welchen noch an andern Orten bedeuten mus (77). Da es a»cvjetzo die Spuren von den Axthieben zu sehen hier mit dem Beiwort rabbah, gros, ver-sink» (72). bunden ist: so scheint Mosts dadurch die grE
(U) Moses gedenket in seiner Erzälung von der Samlung von Wasser verstanden zu haben, welw°
(6K)Siebe^/w>'ik1ekrerin8-7-pk>lluIc>§. öilc. p, >8>. (70^ iki>l. p. Igs. (71) ibiö. p. 190. lg.
K^-iWxiisi.-Ulc. p.»s. (7;) 1 Mos 6,7. (74) Siehe die Einleitung tz. IOZ. (75)2«"-
TA-orx lid. I. eay. r. (767 ps. zz, 7. Spruchw. 8,1/. rS. (77) 7 Mss. 8, 7 - Erech. ZI, q.