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6 Abschnrt. Von der Sündflut. 2 iz
Thiere, Vogel und allem Gewürm, das auf der Erden kriecht, mit sich ,'n den Kasten, von A, ^den unreinen zu Paren, von den reinen aber zu sieben, manlichen und weiblichen Ge-"'^'^schlechtö (2). Noah ging im sechshunderten Jahre seines Alters in den Kasten, amsiebenzehenten Tage des zweiten Monden °), so auf unsern zweiten December fält; da derUeberrest der Menschen in der höchsten Sicherheit war, und mit Verachtung der wiederhol-ten Ermanungen Noah, asten und trunken, freieren und sich freien liessen, bis auf denTag, da die Sündflut einbrach und sie alle ersaufete ^). Denn an eben demselben Tagewurden alle Brunnen der grossen Tiefe aufgethan, und die Fenster des Himmels eröfnek,und der Regen siel auf die Erde vierzig Tage und vierzig Nachte (^). Die Wasser dersündflut wuchsin stufenweise fünf Monate, bis sie ihre gröste Höhe erreichet, so funfzehenEllen und drüber, oder sieben und zwanzig Fus über den Gipfeln der höchsten Berge gewe,sen. Sie scheinen aber von Stürmen und heftigen Bewegungen frey gewesen zu seyn, und
den
^ > Mos 7,7 and r. -)v.6.n.iz. /) Match.-4, z8. Luc. >7,27.
Glaubwürdigkeit als die Sibylle, welche vorgiebet,°aß sie sich mit dem Noab im Kasten befunden,Und seineSchwiegerlocdter gewesen (i 6).
Die morgenländischen Schriftsteller geben vor,daß Noav, den Verordnungen Adams zu folge, dieihm zu dem Ende überliefert worden s.17), den Leich-nam dieses Erzvaters niit sich in den Kasten genom-men, und denselben mitten in das Fahrzeug gelegt
im hebraistben das Wort, reine, einschalten, wel-ches sowol im strniar,'mnischen Text, als auch in der70 Dolmetscher und der syrischen Ueberfetznng bei-gefüget worden (24).
Wann gefraget wird, durch was vor MittelNoah alle diese Thiere in den Kasten zusammenge-bracht : so ist die beste Antwort, die man darauf gege-ben, daß sie sich freiwillig eingefunden (2;) durch einen
habe, als eine Scheidewand zwischen Männern und übernatürlichen Trieb von GÖft; welches auch durch
Weibern, die wärender Sündflut keine eheliche Eeumnschaft mit einander gehabt (18(I) Es ist zweifelhaft, ob nur sieben Stück vonjeder Gattung reiner Thiere, und zwey Stück vonjeder Gattung unreiner Thiere; oder vierzehcnStück von den erster«, von den letztem aber vierStück in den Kasten eingegangen. Einige pflich-ten der erster« Erklärung bey (19-, andere aber der-Westen >20); welche letztere auch der natürliche Ver-stand der hebrLiscben Worte: sieben und sieben,)wey und zwey, Mänlein und lweiblein, zu seynscheinet sri- Ueberbis wurde, wenn es nur siebenStück von reinen Tbieren gewesen, eines davon ohneEhegatten gewesen seyn; wil man aber sagen, daßdieses letztere zum Opfer bestimmet gewesen (22), soist solches mehr, als Mosis berichtet, als welcherim Gegentheil ausdrücklich wiederholt, daßalle Thiere parweise in den Kasten gegangen (2z).Wird solches aber zugestanden; so wird der Raumdes Kastens, den wir oben noch einmal so gros an-genommen, als er vom Bischof IDilkins ausge-rechnet worden, nichts mehr als notdürftig seyn, vordie gedoppelte Anzal der hineingebrachten Thiere;sonderlich wenn wir erwogen, daß alle Vogel zusteben und sieben hineinkommen: man müste denn
die Worte der Schrift angezeiget;» seyn scheinet (26),obwol andere vorgeben, daß solches durch den Bei-stand der Engel geschehen sey (27).
(K) Verschiedene Schriftsteller sind in Ansehungdes Tages, wenn die Sündflut eingebrochen, in Jrtü-mer verfallen; indem ste vom Frülingsäqmnoetioan rechnen. Dieweil vor der Sündflut das Jahrganz unstreitig mit dem Herbstägninoctio angegan-gen ; so wird der siebenzehente Tag des zweiten Mo-nates nach der samaritam'fchen Zeitrechnung vhn-gefär in die oben bemerkte Zeit einfallen, nach dembebräi'fcben aber auf den siebenten December wieder Erzbischof Usher rechnet (28 ; nach einigeranderer Rechnung aber auf den siebenten Novem-ber (29), oder am genauesten aus den acht und zwan-zigsten November, welches whifkons Zinsrech-nung ist(zo).
Es ist merkwürdig, daß der Tag, den Mosiszum Anfange der Sündflut angiebet, genau überein-kämt mit dem Tage, an welchem nach plumrchrErzälmig auch Gsiris in den Kasten eingegan-gen, nemlich am flebmzehenten des Monats Ächyr,welches der zweite Monat nach dem Herbstäqm-noerio ist, da die Sonne durch das Zeichen desSkorpions gehet (zi). Es ist auch derselbe nicht
über
isK-y 1.2. f>7l Siehe oben § iFg.vo/.sT), (>8) p.zg <A. rz.
-tlcor. rpug staraec. 9. ; 4 Q. Ny) üb. l. r. Z. cillir-irc ll >9 I,I> ix. c. 27.
m«-conrrs louinillnnm Üb. s. (20) er,-, sei) 1 Mos 7, s. s22)
50. in 6enes. It. saiomon. (2;) I vttss 7, y. ks. >6. (, 24 ><Z. IN vbi
suprg §. 25. (25^ S. Inclaeum 4 - vrrs Nvüs üb. 2.9 s6; in H!cc>r. 29. .ttsr-cc. vbi Inpr.
(26h I Mos. ü, 20.7, 9. (27) !t. pirke csp. LZ. s2g) annsl-s 26 NNNUUI munlü 165s. (29) S>
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