Band 
Erster Theil.
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214
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2lff i Hauptslück. Die algemeine ÄZelchistorie bis auf-ie Sündflut.

I v.w-lZo?. ne weit kürzere Zeit an, weil die drey Söhne des i77oah, darunter der älteste geboren wer«v.L.S. r^§.hen da Noah bereits fünfhundert Jahr alt gewesen, nicht nur namhaft gewachst werden,ehe GOtt den Befel zur Erbauung des Kastens gegeben, sondern auch in solchem Befcl selbstverordnet worden, daß sie und ihre Weiber mit in den Kasten genommen werden sollenWelches anzuzeigen scheinet, daß sie damals bereits verheiratet gewesen: indessen haben sienicht eher, als nach der Sündslut, Kinder gehabt, wo dieselben nicht in der Sündflut un^kommen. Allein, es ist kein so genauer Zusammenhang der Zeitordnung in dieser Erzälungbeobachtet worden, daß.man eine von angefürken Mutmaßungen darauf solle gründen kön-nen. Alles, was wir behaupten können, ist dieses, daß ein solches Schis, als die Arche ge^Wesen, nebst den nötigen Vorbereitungen der Zimmerarbeit, kein Werk von wenig Jahre»seyn können (^).

§. 2ZI.

^ Anfang der Nachdem die bestimte Zeit der Sündssut gekommen, und alles dazu fertig gewesen,sündflut. gieng iJoah auf Befel GOttes in den Kasten mit seinem Weibe, mit seinen Söhnen unvSchwiegertöchtern (I, und nam der gotischen Ordnung zu folge von allen Arten der

Thiere,

<4 i Mos. 6/»z.

(iSp.B) Aus Mosi's Worten ist allerdingsgar keine bestimte Zeit der eigentlichen Erbauungdieses Kastens erweislich. Wodurch also der ganzeEinwarf wegfält, der schon den Kirchenvätern soviel zu schaffen gemacht, wie sich das Bauholz solange habe halten können, da es in iro Jahren not-wendig verfaulen müssen, ob gleich dis letzte Vor-geben eben so »«erweislich ist.

(H) Aus dem Zeugnis, sowol Mosi's als Petri (r)äst ganz offenbar, daß nur acht Personen, und nichtmehrere, in dem Kasten errettet worden. Und obsich wol unter den Mohammedanern eine Ueber-lieferung gleiches Inhalts findet, die sie von ihremPropheten selbst empfangen haben wollen: so mel-den doch andere unter ihnen diese Zahl ganz verschie-den. Einige derselben zälen nur sich« Personen,andere zehen, andere zwölfe, andere acht uns sie-benzig, noch andere achtzig, halb Männer undhalb Weiber (z); und daß einer linker denselben deraltere Jorham (4) gewesen, welcher, wie einigevorgeben, der Erhalter der arabischen Spracheseyn sol. Doch ists noch weit ausserordentlicher, daßsogar ein christlicher Schriftsteller die Anzal desGeschlechts Noah vermcret, indem er annimt,daß it?oah auch seine eigene leibliche Töchter,samt ihren Männern, seinen Schwiegersöhnen, mitm den Kasten genommen habe (5). Die Mo-hammedaner hingegen berichten, daß nicht dasganze Geschlecht Aoab sey erhalten worden, son-dern daß emer seiner Söhne, Farn (6) oder Lana-

ä» (7), den einige vor seinen Enkel und HarnsSohn ausgeben (8) , andere aber vor einen Sohnseines Weibes, den. sie mit einem andern Man er-zeuget, halten (9), in der Sundfiut untergegangensey- Im Roran wird erzälet, daß Noah nochaus dem Kasten seinem Sohne zugerufen habe!Mein Sohn! kom mit uns, und bleib nichtbey den Ungläubigen; dieser aber habe geant-wortet: Ich» wil mich) auf einen Berg bege-ben, der mir vor Ven Wassern Sicherheit ver-schaffen wird. Worauf ttoah geantwortet: ANdiesem Tag ist keine Sicherheit wieder G<Mtes Ratscblus, als nur vor diejenigen, deren e?sich erbarmen wird. Augenblicklich darauf habteine Welle sie getrennet, daß derselbe ertrunken liol.Einige Ausleger (n) thun hinzu, daß auch inloavWeib mit ihrem Sohn gleichfals umgekommen sey-Ueber dem Namen dieses Weibes sind die mok-genländischen Schriftsteller nicht einig. Einige un-ter denJuden nennen sie Tisi'ah oder Arisisah (»Andere geben vor, es sey die Llaamah, LamelleTochter (iz), von dem Geschlechte Lains gewesen-Die Gnostici haben dieselbe Lcoria genant -darüber ihnen Epiphanius (14) wiederspricht,behauptet, sie habe Barthenos geheissen- Eutf-chius berichtet, daß Noah Frau -Haieal geheißenhabe, und eine Tochter Namusa, des Sohnes Enoch«, gewesen sey. Sems Weib aber habe Salssgeheissen; -Hams Nahlat, und Japhets Arm'sah, welches insgesamt Töchter des MethuselHgewesen (15). Doch verdienen sie sämtlich eben so v>-

Glatt»'

l petr. 20. <Z-) et in /»lcorzn c.». V. 40. iNc"-

ls) sp- lt-i-IeMerum in kill- karrigred. kom. I. exerc. >7. §» sz. (6) Nn

(7) kibliokkegue orienkLie p. 676. (y) (>o)

coran csxi. > 1 . V. qr. c>>) er (>2) 8t>»ilelcrk ItglclrgdbLlstl p- 9 »'

(iz) kere-kit Nsbbsb, er ZksUelew Ualrlisbdslali p. 7. l>4) ltseres. r6» ^15) ?, -N>