Band 
Erster Theil.
Seite
270
JPEG-Download
 

I.n.d. S-Zso.v. <L- G. 2Ü48.

27Q ii Hauptst. Akaememe Geschichte von der Sündflut bis Abrahams Geburt.

§. 290.

_ Sem ward 98 Jahr vor der Sündflut geboren; denn zwey Jahr nach derselben,

, Segen No- zur Zeit der Geburt Arphachstrds, war erhundert Jahr alt *) (). Wir werdenSem * dem Leser alles mitgetheilt haben, was in der Schrift von diesem Erzvater nach der Sü^'flut zu finden ist, wenn wir demselben werden gemeldet haben, daß er seinem Bruder I^pher geholfen die Blosse ihres Vaters zu bedecken >), lind dieser That halber an desselbenSegen Theil genommen: Gelobet sey der EGrr Sem, sagte LiJoah, und Eana§Nwird sein Zxnecht seyn -).

Es ist schon bemerkt worden, wie diese Weissagung in ihre Erfüllung gegangen'Es ist aber noch etwas besonders in diesen Worten LToät) enthalten, welches erwogen zuwerden verdient: so darin besteht, daß er den GOtt Sems preiset, hingegen nichts derglei-chen in Absicht auf den Japhet sagt. Durch welchen Umstand klärlich angezeigt wird,daß die Erkentnis und Verehrung des wahren Gattes in dem Geschlechte Sems werde an-zutreffen seyn, und daß, obgleich Japhet selbst dazumal an den wahren GOTT geglaubt,doch die Nachkommenschaft desselben zeitig vom Glauben abfallen, und solche Götter vereh-ren werde, die nicht verdienten gepriesen zu werden; daher Noah, der vorhergesehen, wasvorgehen werde, diese kurze Lobeserhebung ausgelassen bey Ertheilung des Segens an Ichpher. Indessen scheint diese Weissagung nicht weiter zu gehen, als bis auf die Zukunftdeö Meßia in der Linie Sems, so das wichtigste Vorrecht dieses Erzvaters gewesen; dennseit dem hat der gröste Theil von den Nachkommen Japhets die Erkentnis des wahrenGOttes angenommen.

Jüdische Nach-richten vondemselben.

§. 291.

Die Juden nemen an, die Ueberlieferung der gütlichen Warheicen sey vom LJsabauf den Sem gekommen, der dieselbe auf seine Kinder fortgepflanzet, durch welch Mitteldie wahre Religion in der Welt erhalten worden. Die Rabbinen geben vor, der WilleLJoah, wodurch er die Erde unter seine drey Söhne ausgetheilt, sey dem Sem. anver-trauet worden; er sey bey den: Methusalah 78 Jahr in die Schule gegangen, und habenach der Sündflut auf dem Berge Thabor selbst dergleichen angelegt, alwo er die Sicten-lehre vorgetragen; auch habe er den Abraham in den Opfergebrauchen unterwiesen, diedieser Erzvater nachgehends beobachtet. Sie sagen ferner, GOtt habe ihm den Geist derWeissagung hundert Jahr nach der Sündflut gegeben, und er habe das Amt eines Pro-pheten eine Zeit von 400 Jahren hindurch qefürt, ohne doch viel Früchte seiner Arbeit ein-zuernten , indem die Menschen in grossen Versal geraten. So schreiben sie ihm auch dieErfindung der Sternkunst zu, nebst der Art nach Monaten und Jahren zu rechnen "), unddie erstem einzuschalten; welche Geheimnisse er vom LToah sol erlernt haben §). Diejeni-gen, welche den Sem mit dem Melchlftbek verwechseln b), legen ihm den 109 Psalm

bey

-9 I Mss. II,, 0. 7) ibicl. c. y. r;. 2) Ikill. V. 26. w S. ^rcliiu.v.I'.l. l. p.l6L>

spuä Lslrkiek, lle la Libie -irr. 8 em. kirlce c, 8 .

(198. B.) Was bey dieser »Zeitrechnung der Ge- ser Meinung, die doch nicht die geringste Bestätigburt Sems zu erinnern seyn möchte, als welche gung aus der Schrift ausweisen kan. Ueberdis ist e»füglicher volle ioo Jahr vor der Sündflut gesetzt gar nicht warscheinlich, daß ein so ansenlicher Er-wirb, ist bereits oben angefüret worden (191). vater flch der Oberherschaft, die er über seinen E

nen Skam verwaltet, leite begeben haben, um stw(N)DieIuden,denen manche christlrcheSchrift- in Lanaan niederzulassen, und ein kleiner Fürststeller von den alten und neuern nachfolgen, sind die- dem Gebiet eines andern, nemlich des -Hams, r"

werden,