Band 
Erster Theil.
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274
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274 U Hauptst.Algemeine Geschichte von der Sündflut bis Abrahams Geburt.

7^ v S;5o.chg gegründetem scheint, als die, so den Lhcsed, den Sohn Lahors, des Bru-

" ' ^ ' ders Abrahams, zum Stamvater derselben macht; obgleich die Chasdim gar wol einen

andern Ursprung können gehabt haben, denn in der Schrift wird davon nichts gemeldet.Einige mohammedanische Schriftsteller machen den Arphachsad beides zu einem Pro-phecen und Apostel, und legen die höchste oberherschaftliche Gewalt über die Völker derWelt seinen Nachkommen bey ( ^ ). Arphachsad ward im Hunderten Jahre seines Va-

ters, zwey Jahre nach der Sündflut geboren ^), und da er den folgenden Erzvaterizzstsn Jahre seines Alters erzeugt'«), starb er, nachdem er in allem 4;8 Jahr gelebt ")-Dis ist der ganze Inhalt der Erzälung, so die Schrift von ihm ertheilt, obgleich andereSchriftsteller verschiedene Mutmassungen von eigener Erfindung binzugetban ha-ben (S) (-°°).

§. 296.

Vom Lainan. Wer dieser vom Arphachsad erzeugte Sohn gewesen, hat keinen geringen Streit

unter den Gelehrten veranlasset. Dem hebräischen und samariramschen zufolge istGalah sein Sohn gewesen; in der 70 Dolmetscher Ueberseßung hingegen finden wir denEainan zwischen sie beide gesetzt, als den Sohn des erster» und Vater des letzteren. Die-se Verschiedenheit bringet nicht nur in die Kette der Geschlechtsfolge ein neues Glied, somSern ändert auch die Zeitrechnung dieses AbschmtS; indem sie verursacht, daß die Zeitrech-nung

i Mss. 10, 10. »») >!)>< v. 11. «) lblä. v. 1».

ches in diesem Fal, aus den bereits angefürteu Ursa-chen, schwerlich Such halten ivil. Mit allem demkan in dieser Sache nichts bestirnt werden, und eswird der Schrift nicht wiedersprochen, wenn mandie Ableitung des Namens der Lhasdim sowol vonArphachsad als Lhesed verwirft.

Arphachsad« Namen sehen einige zusammen,«us-,L-r»L-> RafaRhashed, das ist, den Arzt oderPriester von Lhaldäa; wobey sie vorgeben, essey derselbe dem Lainan als der Name einer Wür-de beigeleget worden (ri).

(E) Einer sonderbaren, obgleich fabelhaften mo-hammedanischen Ueberlieferung zufolge, die mandem Ebn Abbas zuschreibt, ward Sem einmal beyanbrechendem Tage vom lk 7 oah zum Morgengebetgerufen, worauf er aufstund, und seine Kinder gleich-sals dazu weckte; von welchen doch nur der einige Ar-phachsad aufstund, und seinen Vater zum Noahbegleitete, der ihnen feinen Segen gab, und für siebetete. Woraus ihm GOtt offenbarte, daß die Ga-be der Prophezenuug, zugleich mildem Apostelamt,den Kindern Sem«, und auf besondre Art demHause Arphachsad«, seines ältesten Sohnes, solleertheilet werden, so daß diese Gabe weder von ihmgenommen, «och auf irgend einen andern solte ge-bracht werden; und daß eben dis Geschlecht zugleichdes Vorrechts der höchsten Gewalt und Oberher-schast über die andern Völker gemessen solte, diemit der Zeit nach und nach unter die Perser, Grie-chen, Römer und Araber, bis aus Ende der Welt

ausgetheilt werden solle (.22).

(F) Ein gewisser Schriftsteller macht ihn zu ei-nem der Rephaim, und dis zwar der Abstammungzu folgen, die er von desselben Namen ertheilet; wo-bey er annimt, es seyn dis gläubige Leute gewesen,die vom pkoah ausgesandt worden, die Menschenzur Verehrung GOttes zurück zu bringen; dahersie auch Rephaim, das ist, Aerzte und wicSer-bringer, nemlich der menschlichen, Selen, genantworden. Er behauptet ferner, doch aus keinen bes-sern Gründen, Lainan oder Arphachsad, auswei-chen er eine Person macht, sey der Stifter des chi-nesischen Reichs gewesen; die Secte der Bonzensey in Japan durch ihn oder seine Schüler eingefürtworden; und die Brachmanen seyn in Lhaldäaentstanden, bald nach der Ankunft dieses Erzva-ters in das Land Etham, wohin er mit einer neuenPflanzstadt vom ttoah gesandt worden, ohngefär»m das Jahr der Sündflut 68 ; der Vorsteher die-ser Lolonie habe sparcha geheissm, welches so vielist als im hebräischen Rapha, und einen Heilekoder Arzt bedeutet (rz).

(roo.B.) Die Geburt Arphachsad« fält in das2te Jahr der Sündflut, so von einigen auf das Iahtdes Ausgangs aus dem Kasten gedeutet wird (191)-die Geburt seines Sohns aber in sein z6stes Jahr-iMos. ii,iL.iz. Sein Name kan füglicher eineZerstreuung oder Ausbreitung bedeuten; welches deinUmstände der Zeit seiner Geburt sowol als der Aen-lichkeit anderer Zusammensetzungen von Namen ge-mästet' ist, denn die allster angesäete. S. Hrn. Si-monis oiinm.p. 4-8.

(-1) S <ls Scclell -wl- leg,», 2, z.

(-Z) S cic. Ive. Siehe oben §. IKS (P).

(rS) S. blbl. vr'irm. rrt. KUi